Kindertageseinrichtungen setzen politische, gesellschaftliche und soziale Bildungsziele um, indem sie Familien in der Bildung, Betreuung und Erziehung ihrer Kinder im Rahmen von „Erziehungs- und Bildungspartnerschaften“ unterstützen. Dabei gelten sie als eine der wichtigsten Akteurinnen in der frühkindlichen Bildung, indem sie am Startpunkt von außerfamilialen Bildungsprozessen Zugänge eröffnen und Vernetzungen zu weiteren Institutionen gewähren sollen.
Das Projekt ProMinKa hat sich zum Ziel gesetzt, 1) herauszuarbeiten, inwiefern Familien an der Schnittstelle von Behinderung und Migration in diese Bildungsziele einbezogen sind, 2) zu analysieren, ob und wenn ja, welcher besonderen Unterstützung sie bedürfen und 3) Vorschläge für Kindertageseinrichtungen zu entwickeln, die eine solche bereitstellen lässt. Das Projekt richtet damit seinen Fokus auf die Lebenslagen der Kinder und Familien im Kontext von Behinderung und Migration und auf ihre Teilhabe an frühkindlicher Bildung, Betreuung und Erziehung. Im Anliegen, diese bestmöglich und im Anspruch einer inklusiven Frühpädagogik zu realisieren, versteht sich das Projekt als Beitrag zur Professionalisierung und Professionsentwicklung frühpädagogischer Fachkräfte. Von der Zusammenarbeit mit den beteiligten Projekteinrichtungen ausgehend, werden Ergebnisse und Erkenntnisse werden zur Weiterentwicklung von Kindertageseinrichtungen als inklusive eingesetzt sowie in Studiengangsentwicklungen im Sinne inklusiver Kindheitspädagogik aufgenommen.
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Auf dieser Webseite möchten wir das Projekt ProMinKa vorstellen und die im Projektverlauf gewonnen Erkenntnisse allen Interessierten zur Verfügung stellen – zum Nachlesen, zum Annehmen und zum Weiterdenken.
Ein Lesehinweis: Im weiteren Verlauf der Website, werden die Begriffe ‚migrantisierte Kinder/Familien‘ oder ‚behinderte Kinder/Familien‘ verwendet. Im Projekt ProMinKa vertreten wir mit Entschiedenheit diese Formulierungen, um den gesellschaftlichen Konstruktionsprozess zum Ausdruck zu bringen: Die ‚Betroffenen‘ werden behindert und migrantisiert, d. h. Behinderung und Migration prägen als dominante Annahmen und Vorurteile ihre Lebenswirklichkeit.