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AWO hilft nach Hochwasser in Bochum-Dahlhausen

Die Bilder der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen haben in den vergangenen Tagen erschüttert. Auch Bochum ist nicht verschont geblieben. In zahlreichen Stadtteilen standen Straßenzüge unter Wasser, Keller und Wohnungen wurden überflutet.

Besonders hart getroffen hat es den Stadtteil Dahlhausen; zwischenzeitlich stand der gesamte Ort vor der Evakuierung, so hoch standen die Wassermassen bis weit in die Siedlungen hinein. Nicht zuletzt befinden sich Wohnungen direkt an der Ruhr, zahlreiche Vereine und Verbände haben dort ihr Vereinsheim – und diese durch das Hochwasser mehr oder weniger verloren. Die Häuser und Wohnungen sind schlichtweg verwüstet, die weitere Nutzung ist nicht absehbar. Alle stehen vor dem Nichts.

In der größten Not halten die Menschen vor Ort jedoch zusammen, sind solidarisch und packen an. Schon am Wochenende, nachdem der Pegel leicht zu sinken begann, machten sie sich an die Aufräumarbeiten – sogar mit Booten. Auf die Aufräum- werden die Aufbauarbeiten folgen. Diese sind aber nicht selten mit einem immensen finanziellen Kraftakt verbunden, denn die Versicherungen kommen für viele Schäden nicht auf.

Daher hat sich in Dahlhausen die private „Hilfsgruppe Ruhrmühle“ gebildet, die Spenden sammelt und diese nach Bedarf an Anwohner*innen und Vereine verteilt. Der AWO Kreisverband Bochum unterstützt diese Gruppe, damit die Dahlhauserinnen und Dahlhauser ihre Wohnungen wieder bewohnbar machen können. "Wir wollen den Vereinen dabei helfen, ihr Vereinsleben schnellstmöglich wieder aufzunehmen und das soziale Leben im Ort und darüber hinaus zu gestalten. Es geht um ihre Existenz!", betont Bochums AWO-Vorsitzende Susanne Berke.

Wer für die Hochwassergeschädigten in Dahlhausen spenden möchte, kann das auf folgendes Konto der AWO Bochum bei der Sparkasse machen:

IBAN: DE75 4305 0001 0001 2088 18
Verw.-Zweck: Hochwasserhilfe

Für eine Spendenquittung ist die Angabe der Adresse im Verwendungszweck notwendig.

Redaktion
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
E-Mail: c.becker@awo-ruhr-mitte.de

AWO betreut wieder die Unterkunft Am Nordbad

Schild der Flüchtlingsunterkunft
Gebäudeansicht einer Flüchtlingsunterkunft

Die AWO Ruhr-Mitte hat am 1. Juli wieder die Betreuung der Flüchtlingsunterkunft Am Nordbad übernommen. Dort leben zurzeit 180 Bewohner*innen, darunter 40 Wohnungslose.

Zusammen mit den wohnungslosen Menschen, die an der Höntroper Straße betreut werden, ist die AWO Ruhr-Mitte damit jetzt der Verband in Bochum, der mit Abstand die meisten wohnungslosen Menschen in der Stadt versorgt. Einrichtungsleiterin Christina Pell schildert im Interview, wie sich die ersten Wochen vor Ort gestalten - und wie sich das Ehrenamt einbringen kann.

Bis Herbst 2018 hat die AWO Ruhr-Mitte schon einmal die Unterkunft Am Nordbad betreut. Wie war es, jetzt an die alte Wirkungsstätte zurückzukehren?

Christina Pell: Es war ein schönes Gefühl. Viele Gesichter kennen wir noch, auch Projekte, die wir damals angestoßen haben, laufen noch. Wir freuen uns auf die Arbeit, die jetzt auf uns zukommt!

Was steht als erstes auf dem Programm?

Christina Pell: Teamfindung. Wir haben ein ganz neues, tolles Konzept erarbeitet, als AWO sind wir jetzt erstmals auch ganz offiziell mit der Betreuung von Wohnungslosen beauftragt. Auch mit der Security vor Ort müssen wir uns jetzt erst einmal zusammensetzen und uns finden – schließlich sind wir alle ein Team und da fehlt noch ein bisschen die Struktur.

Wer möchte, kann sich gerne einbringen!

Abseits der hauptamtlichen Aufgaben: Wie und wo kann der AWO-Mitgliederverband aktiv werden?

Christina Pell: Ich würde mich zunächst einmal über das grundsätzliche Interesse unserer Mitglieder sehr freuen. Ich lade alle herzlich dazu ein, einmal bei uns vorbeizukommen und sich selbst ein Bild von der Einrichtung zu machen. Wer möchte, kann sich dann gerne einbringen!

Womit? Gibt es schon konkrete Ideen?

Christina Pell: Schön wären zum Beispiel Übernahmen von Patenschaften oder das Einbringen von Know-how jeder Art. Wir planen etwa die Einrichtung eines Repair-Cafes. Ziel ist, dass die Bewohner*innen angeleitet werden, vom Fahrrad bis zur Kaffeemaschine Gegenstände wieder in Schuss zu bringen. Dieses Angebot wollen wir dann in den Stadtteil öffnen, so dass Nachbar*innen wiederum ihre defekten Haushaltsgeräte von den Bewohner*innen reparieren lassen. Das ist nachhaltig und fördert Kontakte. Wir wollen auch einen „Kost-nix-Laden“ mit Kleidung und nützlichen Gebrauchsgegenständen etablieren. Also: Ideen gibt es bereits, unsere Mitglieder können und sollen sich gerne engagieren!

Hilfe zur Selbsthilfe – darum geht‘s!

Und können auch noch eigene Vorschläge zur ehrenamtlichen Arbeit machen?

Christina Pell: Natürlich. Genauso fragen wir ja auch unsere Bewohner*innen, woran sie Interesse haben. Ein Wohnungsloser hat bereits angeboten, Deutschkurse für Flüchtlinge zu geben. Das ist gelebte Solidarität, das finde ich klasse! Wichtig ist uns als AWO, dass alle Angebote dazu dienen, den Menschen wieder Selbstvertrauen zu schenken, sie zu aktivieren und eigenständig zu werden. Hilfe zur Selbsthilfe – darum geht‘s!

Redaktion
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
E-Mail: c.becker@awo-ruhr-mitte.de

Schüler*innen entdecken Wattenscheid und die Welt

Ferien machen, dabei Wattenscheid, die Welt und noch mehr entdecken: Das alles können die Mädchen und Jungen der Gertrudisschule und der Grundschule Leithe in den kommenden Wochen, wenn sie am Ferienprogramm der AWO teilnehmen.

„Ferienreise ohne Koffer“ lautet dabei das Motto, in der ersten Angebotswoche vom 12. bis zum 16. Juli bedeutet das, die Hellwegstadt besser kennenzulernen. „Wir wollen, dass die Kinder ihr eigenes Quartier erkunden und einmal so richtig unter die Lupe nehmen. Daher gestalten wir eine Erlebnisreise durch Wattenscheid, bei der es ganz viel Spannendes und wahrscheinlich auch Neues zu entdecken gibt“, kündigt AWO-Fachbereichsleiterin Tina Diebel an.

Natur sehen, fühlen und spüren

In der Woche darauf geht es hinaus ins Grüne. Nachdem es in der Corona-Zeit viel zu lange „Wir bleiben zu Hause“ hieß, gibt es jetzt manches nachzuholen. Die Natur sehen, fühlen und spüren, dabei vielleicht noch etwas lernen – Kinder werden in der dritten Ferienwoche zu kleinen Naturforschern. „Gerade den Stadtkindern fehlt nicht selten der Bezug zur Natur, obwohl es oft viel ,Grünes‘ vor der Haustür gibt. In den Ferien bekommen die Kinder die Möglichkeit, einen anderen Blick für die Pflanzen- und Tierwelt in ihrer unmittelbaren Umgebung zu entwickeln, wobei wir ihnen den nötigen Freiraum lassen, sich in der Natur selbst zu entfalten“, schildert Tina Diebel.

In den nächsten zwei Wochen sind kleine Sportler*innen gefragt. „Vereint am Ball“ heißt es zunächst im Fußballcamp von Ex-VfL-Profi und Nationalspieler Dariusz Wosz. Unter Anleitung von DFB-Trainern dreht sich jeden Tag alles rund um den Ball. Dann steht die „Neue-Helden-Fußballakademie“ auf dem Programm, wobei im Fun-Sport-Camp auch andere Sportarten ausprobiert werden können. Das Wichtige: Die Kids kommen dabei richtig in Bewegung.

Faszination Weltall

Kurz bevor die Sommerferien enden noch einmal nach den Sternen greifen: Das können die Mädchen und Jungen, die in der letzten Woche mit zur Sternwarte fahren und sich der Faszination Weltall nähern. Himmel, Mond und Sterne sind danach vielleicht gar nicht mehr soweit weg.

„Die einzelnen Wochen sind einerseits spannend konzipiert, andererseits werden die Schülerinnen und Schüler auch spielerisch gefördert. Wir sprechen mit den Aktionen die Gesamtheit ihrer Lebensbezüge, also körperliche, emotionale, kognitive und soziale Aspekte an, wollen Wissen, das Spaß macht, äußerst niederschwellig vermitteln“, betont Tina Diebel. „Unser besonderer Dank gilt Tanja Knopp von der Gertrudisschule, die dieses vielfältige Angebot mit uns zusammen erstellt hat.“

Wir sprechen mit den Aktionen die Gesamtheit der Lebensbezüge, also körperliche, emotionale, kognitive und soziale Aspekte an.

Das Programm ist für die Kinder der beiden Grundschulen kostenlos, auch Busfahrten zu den Ausflugszielen und die Verpflegung ist inklusive. Das Angebot wird gefördert durch das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen unter dem Titel „Extra-Zeit zum Lernen in NRW“ in Kooperation mit der Stadt Bochum. Verantwortlich für das Programm ist die AWO Ruhr-Mitte - ein ähnliches Angebot organisiert der Verband auch für die Natorpschule und die Grundschule Auf dem alten Kamp in Bochum.

Redaktion
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
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Flexi-Kitas bieten beste Betreuungsmöglichkeiten

Gaby Drees (li.) und Linda Sibai im Flexi-Raum der Kita Hermannstraße.

Hier ist der Name absolut Programm: Verlängerte Betreuungszeiten und eine individuelle Förderung bedeuten ein Höchstmaß an Flexibilität für berufstätige Eltern.

Kein Wunder also, dass die AWO Ruhr-Mitte jetzt eine zweite „Flexi-Kita“ an den Start bringt, die weiteren Eltern Entlastung bringt. Los geht‘s in der AWO Kita Wasserstraße am 1. August.

Bis dahin haben Leiterin Linda Sibai und ihre Kolleg*innen auch noch die letzten Vorbereitungen getroffen, der Raum ist schon jetzt eingerichtet. „Für die Flexi-Kinder soll es gemütlicher sein“, betont Linda Sibai eine gewisse Wohnzimmer-Atmosphäre, die dort vorherrschen soll.

Notwendig, um Familie und Beruf miteinander vereinbaren zu können.

Ganz so, wie es in der AWO Kita Hermannstraße bereits seit zwei Jahren der Fall ist. Das Familienzentrum in der Nähe des Bergbau-Museums gehörte 2019 zu den Pionieren, war mit die erste Kita, die stadtweit am Flexi-Programm beteiligt war. „Wir wollten unseren Eltern diese besondere Form der Betreuung ermöglichen, weil wir wissen, dass dies in bestimmten Fällen einfach notwendig ist, um Familie und Beruf miteinander vereinbaren zu können“, blickt Leiterin Gaby Drees zurück.

Dazu gehört, und so wird es auch an der Wasserstraße sein, dass Betreuungszeiten von höchstens neun Stunden zwischen 6.30 und 19 Uhr in Anspruch genommen werden können. Die jeweiligen Zeiten sind bis zum 15. des Vormonats anzugeben, damit die Dienstpläne in den Kitas jeweils darauf abgestimmt werden können. Kinder in der Flexi-Gruppe müssen mindestens zwei Jahre alt sein.

In den kleineren Gruppen können die Kinder ihre Ideen verstärkt einbringen.

An der Hermannstraße ist zum nächsten Kita-Jahr noch ein Flexi-Platz frei, an der Wasserstraße sind alle Gruppen voll belegt. „Einige Kinder rutschen altersbedingt noch nach, andere werden aber auch wieder abgemeldet. Es ist immer Bewegung drin, insofern können sich interessierte Eltern gerne bei uns melden. Für Eltern, deren Kinder die Kita bereits besuchen, stehen auch noch Flexi-Plätze zur Verfügung“, schildert Linda Sibai. Zudem kann im Kita-Portal der Stadt bei den Anmeldungen der Wunsch nach Flexi-Zeiten vermerkt werden.

An der Hermannstraße gehören vor allem Ärztinnen und Ärzte zu den Eltern, die das Angebot in Anspruch nehmen. Doch auch Alleinerziehende aus dem Einzelhandel sind Teil der Zielgruppe. Die Berufsfelder und Gründe können ganz unterschiedlich sein. Wichtig ist, betonen beide Erzieherinnen, dass die Flexi-Kitas eine Bereicherung seien im pädagogischen Portfolio. „Betreuung ist ja keine Frage der Uhrzeit“, sagt Gaby Drees. „Wir können mit den Kindern an den Randzeiten sogar noch intensiver arbeiten.“ Linda Sibai ergänzt: „Partizipation wird generell groß geschrieben. In den kleineren Gruppen können die Kinder ihre Ideen jedoch verstärkt einbringen – und wir können sie wesentlich einfacher umsetzen.“

So profitieren am Ende nicht nur die Eltern von der Flexi-Kita – sondern vor allem auch die Kids.

Facebook-Sprechstunde für interessierte Eltern

Eltern, die sich für die Flexi-Kitas interessieren, können sich am Donnerstag, 8. Juli, auf weitere Infos freuen. Dann bieten Gaby Drees und Linda Sibai eine Facebook-Beratung an und beantworten alle offenen Fragen rund um das Thema. Das Angebot läuft ab 17 Uhr auf der Facebook-Seite der „AWO Unterbezirk Ruhr-Mitte“.

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Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
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Migrationsberatungen sind mehr als gefragt

Am Aktionstag der Migrationsberatungen (30. Juni) betont die AWO Ruhr-Mitte noch einmal, wie wichtig die Arbeit der Berater*innen vor Ort ist.

Denn daran hat auch die Pandemie nichts geändert. Im Gegenteil: Die Beratungsfälle sind angesichts der sozialen Ausschlüsse infolge der Corona-Krise noch komplexer geworden, viele Zugänge zu sozialen Anlaufstellen und Behörden waren mehrere Monate nicht verfügbar – und sind noch immer nicht auf altem Niveau.

Die AWO Ruhr-Mitte hielt ihr Beratungsangebot während der Pandemiephase jedoch aufrecht. Allein in Herne zählte die Beratungsstelle für erwachsene Zuwanderer 480 Fälle mit zahlreichen Beratungsgesprächen, die oft nicht nur am Telefon oder digital durchgeführt werden konnten. Im Zweifel fanden Beratungen durchs offene Fenster statt, um den ratsuchenden Menschen schnell helfen zu können. Ähnliches passierte in Bochum bei 490 Fällen. Bis zu einem Alter von 27 Jahren werden Migrant*innen noch im Jugendmigrationsdienst beraten. Hier lagen die Fälle 2020 bei 188 in Bochum und 198 in Herne – mit Gesprächsterminen noch einmal in vielfacher Höhe. Die Tendenz immer: steigend.

Zu den Beratern der AWO zählt Gjergji Hoxha. Über 900 Beratungsgespräche hat er allein im Jahr 2020 geführt mit geflüchteten Menschen zum Beispiel aus Syrien, Guinea, Eritrea, Afghanistan, Albanien, Serbien, Sri-Lanka oder Iran und Irak – und einige auch mit ungeklärter Identität.

Die Beratungsfälle wurden noch komplizierter und vielschichtiger.

„Die Beratungsfälle wurden dabei noch komplizierter und vielschichtiger. Viele Problemfälle können wir erst mit mindestens drei oder mehr Beratungssitzungen gemeinsam mit dem Ratsuchenden und Dolmetscher*innen lösen. So haben wir viele Ratsuchende, die mindestens zweimal pro Woche die Beratungsstelle zu unterschiedlichsten Problemen aufsuchen“, berichtet Gjergji Hoxha, der seine Beratungen am Bahnhofsplatz in Herne durchführt.

Themen dabei oft: Aufenthaltsrechtliche Angelegenheiten, Soziale Leistungen, Passbeschaffungen - besonderes für die syrischen Familien -, Wohnungssuche, Gesundheitsangelegenheiten, Arbeitssuche, strafrechtliche Angelegenheiten, die familiäre Situation oder der Familiennachzug. „Schwerpunktmäßig behandeln wir oft das Thema Geburtsurkundenbeschaffung aus den Herkunftsländern. Häufig besitzen die Familien kein Familienbuch und keine persönlichen Dokumente aus ihren Herkunftsländern mehr, die die Beurkundung ermöglichen. Es wird dann nur eine vorläufige Geburtsbescheinigung ausgestellt, was wiederum zu Problemen beim Leistungsbezug führt“, schildert Gjergji Hoxha aus dem Alltag.

Wir müssen aufpassen, dass die Qualität nicht unter der gestiegenen Quantität leidet.

Während die Anforderungen und Fallzahlen in den Migrationsberatungen steigen, bleibt die finanzielle Ausstattung gleich. Die AWO Ruhr-Mitte schließt sich daher der Forderung der Freien Wohlfahrtspflege an, die Beratungsstellen zu entlasten und die in Deutschland zur Verfügung gestellten Finanzmittel um zehn Millionen Euro auf dann 81 Millionen Euro allein für die Migrationsberatungen für erwachsene Zuwanderer zu erhöhen. „Das ist sicher viel Geld. Doch noch viel mehr leisten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Migrationsberatungen. Sie sind als mehrsprachiges Kompetenz-Team ein ganz wichtiger Baustein zur Integration in Deutschland. Wir müssen aufpassen, dass die Qualität nicht unter der gestiegenen Quantität leidet“, betont Ulrike Gaus, Leiterin der Abteilung Integration & Migration bei der AWO in Bochum und Herne.

Redaktion
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
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AWO Azubis freuen sich über erfolgreichen Abschluss

Drei Jahre fleißiges Lernen haben sich nun endlich ausgezahlt: Die beiden jetzt Ex-Azubis Rinor Hetemi und Patrick Pirl haben ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen.

Beide haben im Jahr 2018 ihre Ausbildung zum Kaufmann im Büromanagement bei der AWO Ruhr-Mitte gestartet. Die Möglichkeit bekamen sie über das Ausbildungsprogramm NRW. Dadurch konnten bis zu 1000 zusätzliche Ausbildungsplätze in NRW geschaffen werden.

Eine Besonderheit ihrer Ausbildung war es, dass sie nicht nur bei der AWO Ruhr-Mitte und der AWO-Tochtergesellschaft „bobeq“ arbeiteten, sondern auch Einblicke in die IT-Abteilung der „IMA GmbH“ erhielten. Seine letzte Prüfung hatte Patrick Pirl im Bereich Inventur und Rinor Hetemi im Bereich Personalmanagement/Datensicherung. Diese haben sie jeweils ohne Probleme bestanden und freuen sich nun darauf, als Fachkräfte in die freie Arbeitswelt einzusteigen.

„Im Namen der AWO möchte ich mich herzlich für die gute Zusammenarbeit in unserem Unternehmen bedanken und wünsche alles Gute für die berufliche Zukunft“, gratulierte AWO-Geschäftsführer Marc Schaaf zusammen mit Personal-Fachbereichsleiterin Carina Salomon den beiden neuen Kaufleuten. Ein Kinogutschein und die dazu passende Verpflegung rundeten die Glückwünsche ab.

Redaktion
Felix Knapp/ AWO Ruhr-Mitte
E-Mail: stadtbuero@awo-ruhr-mitte.de

Ausstellung „Unsere Heimat, unsere Liebe“ eröffnet

Die Projektwochen „Unsere Heimat, unsere Liebe“ sind an der Nelson-Mandela-Schule gestartet. Zur Eröffnung kam auch die Landtagsabgeordnete Carina Gödecke.

Zu den Projektwochen gehört auch die Ausstellung „Unsere Heimat, unsere Liebe“ des Fanprojekt Bochum sowie der AG "1938 nur damit es jeder weiß", die bis zum 2. Juli in der Schule an der Stiftstraße präsentiert wird.

Neben den Vertreter*innen der Schule und der beteiligten Organisationen waren auch einige Schüler*innen und Interessierte aus der Nachbarschaft bei der Eröffnung anwesend. Nach einer Begrüßung durch die stellvertretende Schulleiterin Peggy Ridder, hielt der Geschäftsführer der AWO Ruhr-Mitte, Marc Schaaf, eine kurze Rede. Dabei betonte er, dass sich der Antisemitismus über die letzten Jahre wieder mehr und mehr verbreitet und dass es deshalb umso wichtiger sei, aktiv gegen Diskriminierung und Antisemitismus Stellung zu beziehen.

„Ein ganz besonderes Engagement leistet in diesem Rahmen das Fanprojekt Bochum, dessen Träger wir sind“, erläuterte Marc Schaaf. So sei die Ausstellung „ein wichtiger Baustein, um jüngere Generationen zu erreichen und zu sensibilisieren“.

Ein wichtiger Baustein, um jüngere Generationen zu erreichen und zu sensibilisieren.

Auch die Landtagsabgeordnete Carina Gödecke sagte, dass Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zunehmende Probleme seien, insbesondere inzwischen auch an Schulen. Umso bedeutsamer sei es, eine Ausstellung wie „Unsere Heimat, unsere Liebe“ in einer Schule zeigen zu können. Carina Gödecke fand lobende Worte für das Fanprojekt und dessen Erinnerungsarbeit. Durch diese niederschwellige Sozialarbeit gelinge es, unter den Schüler*innen und Jugendlichen ein gesteigertes Bewusstsein für die deutsche Geschichte zu entwickeln.

Im Anschluss haben die anwesenden Jugendlichen der Nelson-Mandela-Schule die Besucher*innen in Kleingruppen durch die Ausstellung geführt. Im Vorfeld hatten sie sich je nach Interesse bestimmte Themenschwerpunkte ausgesucht, sodass sie bei ihrer Führung intensiver auf diese speziellen Bereiche eingehen konnten. In den folgenden Wochen werden sie auch ihre Mitschüler*innen durch die Ausstellung begleiten und können dann deren Fragen direkt beantworten und als Multiplikatoren auftreten.

Redaktion
Felix Knapp/ AWO Ruhr-Mitte
E-Mail: stadtbuero@awo-ruhr-mitte.de

Projektwoche startet an der Nelson-Mandela-Schule

An der Nelson-Mandela-Schule finden die Projektwochen „Unsere Heimat, unsere Liebe“ vom 12. Juni bis zum 2. Juli statt. Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt der Nelson-Mandela-Schule, des Projekts "Lernen durch Erinnern, Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V." sowie des Fanprojekt Bochum.

Die zunehmende Wahrnehmung gezielter Desinformation sowie der Präsenz antisemitischer Narrative im Rahmen von Verschwörungstheorien und aktuellen Diskursen erhöhen die Bedeutung politischer Bildung in schulischen wie außerschulischen Kontexten.

Die Projektwoche „Unsere Heimat, unsere Liebe“ an der Nelson-Mandela-Schule stellt ein innovatives Format eines Gemeinschaftsprojekts lokaler Netzwerkpartner*innen im Rahmen antisemitismuskritischer Bildungsarbeit dar. In drei Schulwochen werden Schüler*innen zu reflektiertem Geschichtsbewusstsein befähigt. Sie erhalten die Möglichkeit, kontrovers über aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen zu diskutieren und kritische Haltungen gegenüber Fake News und Hate Speech zu entwickeln. Am 12. Juni wird die Ausstellung „Unsere Heimat, unsere Liebe“ des Fanprojekt Bochum sowie der AG "1938 nur damit es jeder weiß" durch die Landtagsabgeordnete Carina Gödecke eröffnet.

Die Ausstellung thematisiert die NS-Vergangenheit der Stadt Bochum, die Gründung des VfL Bochum 1848 sowie die Geschichte des letzten Fußballmeisters im jüdischen Verbund, Schild Bochum. Mitarbeitende des Fanprojekts leiten im Rahmen eines Workshops im Vorfeld der Eröffnung Schüler*innen zur Führung durch die Ausstellung an. Die so ausgebildeten Multiplikator*innen werden Carina Gödecke und Pressevertreter*innen die Ausstellung präsentieren.

Digitaler Stadtrundgang

In der zweiten Projektwoche werden die Schüler*innen gemeinsam mit Projektkoordinatoren von "Lernen durch Erinnern" einen digitalen Stadtrundgang zu historischen Orten im Bochumer Osten, insbesondere im Stadtteil Langendreer, entwickeln. Dieser Rundgang wird auf der Plattform https://lernendurcherinnern.ruhr-uni-bochum.de/, auf der Historiker*innen und Pädagog*innen der Ruhr-Universität Bochum mehr als 500 Bochumer Erinnerungsorte vorstellen, zum Download zur Verfügung gestellt. Der Verein "Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V." setzt sich für die Stärkung der Demokratie in Deutschland ein. Bildungsreferent*innen des Vereins werden mit den Schüler*innen der Nelson Mandela-Schule „DAS ARGUTRAINING #WIeDER_SPRECHEN FÜR DEMOKRATIE“ durchführen.

Widersprechen und wieder ins Gespräch kommen

Durch dieses Training wird eine demokratische Kommunikationskultur gefördert. Teilnehmende lernen, wie man sich in alltäglichen Situationen, in denen uns herabsetzende und ausgrenzende Äußerungen begegnen, verhalten kann. Sie üben Grenzen aufzuzeigen, zu widersprechen und mit anderen wieder ins Gespräch zu kommen. Am 30. Juni und am 1. Juli findet auf dem Gelände der Nelson-Mandela-Schule im Rahmen des „Stadtwerke Streetsoccer“ das erste Erich-Gottschalk-Turnier auf der mobilen Straßenfußballanlage des Fanprojekts statt. Erich Gottschalk war der Kapitän der jüdischen Fußballmannschaft Schild Bochum, die am 26. Juni 1938 Fußballmeister wurde. Jedes Jahr um den 26. Juni soll an einer ausgewählten Bochumer Schule das Erich-Gottschalk-Turnier ausgetragen werden.

Bochumer Schulen, die Interesse an der Durchführung der Projektwochen im kommenden Schuljahr 2021/2022 haben, können Kontakt zum Fanprojekt Bochum (post@fanprojekt-bochum.de oder www.fanprojekt-bochum.de) aufnehmen.

Redaktion
Florian Kovatsch/ Fanprojekt Bochum
E-Mail: f.kovatsch@fanprojekt-bochum.de

Platz erinnert an Bochums jüdische Fußballmeister

Bochum bekommt einen Erich-Gottschalk-Platz. Fanprojekt Bochum in Trägerschaft der AWO Ruhr-Mitte und weitere Projektpartner forcieren weitere Platzgestaltung bis Juni 2022.

Die Stadt ehrt damit den Mannschaftskapitän des letzten deutschen jüdischen Fußballmeisters von 1938. Er überlebte als einziger seiner Familie den Holocaust und starb 1996 in den Niederlanden.

Genau 25 Jahre später stimmte nun die Bezirksvertretung Mitte für die Benennung der Grünfläche im Dreieck Castroper Straße, Blumenstraße und der dortigen Bahnstrecke. An einem authentischen Ort also, stand doch in unmittelbarer Nähe das Vereinsheim der damaligen Meistermannschaft von Hakoah Bochum. „Die Benennung eines Erich-Gottschalk-Platzes zielt auf die weitere Etablierung einer lebendigen Erinnerungskultur in Bochum ab. Durch die exponierte Lage am Rande der Innenstadt und auf dem Reiseweg zahlreicher Fußballfans an Heimspieltagen des VfL Bochum 1848 darf von einer hohen Frequentierung des Platzes ausgegangen werden“, schreibt die Verwaltung außerdem in der Beschlussvorlage.

Dieses bürgerschaftliche Engagement aus ganz unterschiedlichen Bereichen der Stadtgesellschaft ist herausragend.

Hintergrund der Benennung ist aber auch, dass der Platz weiter gestaltet werden soll. Er soll Teil des Stelenwegs der Evangelischen Stadtakademie werden und Künstler Marcus Kiel plant die Errichtung einer Gedenkinstallation auf der Grünfläche – in Kooperation mit dem Fanprojekt Bochum, das Jugendliche anleitet, sich mit Erinnerungsorten in Bochum zu beschäftigen.

Die Schirmherrschaft über das Vorhaben von Fanprojekt und Marcus Kiel hat Oberbürgermeister Thomas Eiskirch übernommen. „Dieses bürgerschaftliche Engagement aus ganz unterschiedlichen Bereichen der Stadtgesellschaft ist schon herausragend. Wir haben daher nicht nur gerne zugestimmt, sondern unterstützen das Projekt aus voller Überzeugung“, betont Holger Schneider, SPD-Fraktionsvorsitzender in der Bezirksvertretung Mitte.

„Mit Stele, Kunstwerk und Gesamtgestaltung des Platzes möchten wir den Erich-Gottschalk-Platz zu einem besonderen Erinnerungs- und Lernort umgestalten“, schildert Fanprojekt-Mitarbeiter Florian Kovatsch. Schülerinnen und Schüler, weitere Jugendliche, die "AG 1938 nur damit es jeder weiß" und auch die Jüdische Gemeinde in unmittelbarer Nähe sollen daher aktiv in die Umsetzung mit einbezogen werden.

Ziel sei, so Florian Kovatsch, die Eröffnung des vollständig gestalteten Platzes im Juni 2022 vorzunehmen - und zwar dann, wenn der Erfolg von Hakoah Bochum im jüdischen Sportverband ziemlich genau 84 Jahre zurückliegen wird.

Hier geht's zur Beschlussvorlage der Verwaltung.

Hier zum genauen Lageplan.

Redaktion
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
E-Mail: c.becker@awo-ruhr-mitte.de

Digitaler Themenabend: Heiratsschwindel im Netz

Susanne Berke hat ihre persönlichen Erfahrungen bereits in einem Buch festgehalten.

Bochums AWO-Vorsitzende Susanne Berke informiert am 18. Mai über "Romance Scammer" - und wie man sich vor ihnen schützen kann.

Sie ist selbst hereingefallen, ein „Opfer“ geworden. Doch sie spricht offen über diese Erfahrung, hat sogar ein Buch geschrieben, und möchte andere Frauen warnen – vor dem „virtuellen Märchenprinz“, der vorgab, das Herz von Susanne Berke erobern zu wollen, und es doch nur auf ihre Brieftasche abgesehen hatte.

„Gerade jetzt in der Corona-Zeit verspüren so viele Menschen ein Gefühl der Einsamkeit und sind damit noch zugänglicher für die sogenannten ,Romance Scammer‘, die im Internet das große Glück vorgaukeln und doch nur den gefüllten Geldbeutel wollen“, betont Susanne Berke. „Ich möchte deswegen noch einmal deutlich machen, wie wichtig es ist, wachsam zu bleiben, sich nicht blind ins virtuelle Abenteuer zu stürzen.“

Gerade jetzt in der Corona-Zeit verspüren so viele Menschen ein Gefühl der Einsamkeit.

Susanne Berke ist aber nicht nur Autorin, sondern auch AWO-Vorsitzende in Bochum. Zusammen mit dem Sozialverband lädt sie daher am Dienstag, 18. Mai, um 19 Uhr zu einem digitalen Themenabend ein, um Betroffene zu beraten, potenzielle Opfer zu sensibilisieren und eine breite Öffentlichkeit über diese Form der Kriminalität im Netz zu informieren. Die Veranstaltung spricht sowohl Männer als auch Frauen an, denn die Betrüger*innen können männlich oder weiblich sein.

Sie liest zunächst kurze Passagen aus ihrem Buch. Im Anschluss besteht genügend Zeit für Rückfragen und zur Diskussion. Die Teilnahme ist möglich per Zoom-Konferenz, Anmeldungen erfolgen über stadtbuero@awo-ruhr-mitte.de per E-Mail. In der Anmeldebestätigung sind dann die Zugangsdaten zu finden.

Hier gibt's den Flyer zur Veranstaltung.

Redaktion
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
E-Mail: c.becker@awo-ruhr-mitte.de

Kampagne gegen Rassismus zur Bundestagswahl startet

Die AWO Bochum ist Teil der Kampagne "Bundestag nazifrei! Keine Stimme für AfD und andere Rassisten!"

Nach dem Erfolg bei der Kommunalwahl 2020 wollen die Initiatoren auch vor der Bundestagswahl im September 2021 ein unmissverständliches Zeichen gegen Rassismus, Rechtsextremismus und gegen Diskriminierung setzen. Aus Reihen der AWO werden sich außerdem das Jugendwerk und das Fanprojekt Bochum beteiligen.

7.774 Bochumer*innen haben die AfD bei der letzten Kommunalwahl gewählt. Die Zahl der AfD-Wähler*innen in Bochum hat sich schließlich im Vergleich zu Bundestagswahl 2017 weit mehr als halbiert. Damals holte die AfD 21.364 Stimmen. Auch bei der Europa-Wahl im Jahr 2019 hatten noch knapp 15.600 Menschen für die AfD gestimmt. Es ist durchaus der Erfolg der Kampagne, dass NPD und ProNRW keinen Sitz mehr im Bochumer Rat haben und in keine Bezirksvertretung gewählt wurden. Zu diesem Erfolg haben die vielfältigen und kreativen Aktionen der Kampagne beigetragen, die ein eindeutiges Zeichen gegen Rassismus gesetzt haben, das von vielen positiv wahrgenommen wurde.

Weiter wichtig, Zeichen zu setzen

Der gemeinsame Widerstand hat sich also gelohnt und es ist weiter wichtig, ein unmissverständliches Zeichen gegen Rassismus, Rechtsextremismus und gegen Diskriminierung zu setzen. Deshalb erneut eine bunte Kampagne, um auf lokaler Ebene bis zur Bundestagswahl mit möglichst vielen Aktionen, Informationen und Materialien in den Bochumer Wahlkreisen zu erreichen, dass rassistische Parteien nicht gewählt werden.

Sowohl der Versuch, den Reichstag zu stürmen, als auch die Stürmung des Kapitols in Washington, waren Angriffe auf die Demokratie. Dem Rechtsstaat soll geschadet und die Gesellschaft soll gespalten werden. Die Kampagne gegen antidemokratische, rechtsextreme und rassistische Parteien muss auch deshalb zur Bundestagswahl 2021 fortgesetzt werden, so ein Tenor der Organisatoren.

Susanne Berke, Vorsitzende der AWO Bochum betont: "Rassismus ist keine Meinung, sondern eine systematische Verunglimpfung all dessen, was irgendwie anders ist. Dem tritt die AWO Bochum ganz entschieden entgegen. Im Gegenteil: Wir zeigen Flagge gegen jegliche Form rechten Gedankenguts. Mein Aufruf: Weg mit Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit. Weg mit AfD und Konsorten. Bundestag nazifrei!"

Mehr Info zur Kampagne: www.bundestag-nazifrei.de

Zum Initiativkreis zählen: Das Bochumer Bündnis gegen Rechts, der DGB Bochum und DGB Ruhr-Mark, die IG Metall Ruhrgebiet Mitte, der Kinder- und Jugendring Bochum und ver.di Mittleres Ruhrgebiet.

Redaktion
Initiativkreis der Kampagne „Bundestag nazifrei!“
und
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
E-Mail: c.becker@awo-ruhr-mitte.de

Flyer mit Corona-Regeln in verschiedenen Sprachen

Marc Schaaf.

Die AWO macht mobil gegen Corona-Infektionen. In verschiedenen Sprachen weist der Verband jetzt noch einmal darauf hin, wie sich die Menschen am besten gegenseitig schützen können.

„In den Medien war zuletzt oft davon die Rede, dass sich vor allem Migrant*innen nicht an bestehende Regeln halten. Das Problem ist aber nicht der kulturelle, sondern der soziale Hintergrund“, schildert AWO-Geschäftsführer Marc Schaaf. „Da gibt es jedoch Überschneidungen. Und da setzen wir an.“

Die AWO hat deswegen Flyer aufgelegt, nicht nur in verschiedenen, sondern auch in einfacher Sprache. Dazu gibt es Buttons, die beim Blick darauf das Regelwerk in Erinnerung rufen sollen. Die vielen Anlaufstellen und Ansprechpartner*innen der AWO in den Stadtteilen versprechen eine große Reichweite.

Das Problem ist nicht der kulturelle, sondern der soziale Hintergrund. Da gibt es jedoch Überschneidungen. Und da setzen wir an.

Der Aufruf setzt sich dabei von den länger bekannten „AHA“-Regeln ab. „Es geht uns um den persönlichen Umgang miteinander, der in der Pandemie leider anders ausfallen muss“, sagt Marc Schaaf.

Daher heißt es in dem Flyer auch:

  • Keine Besuche.
  • Notwendige Treffen: Maske auf!
  • Keine Umarmungen.
  • Bei Quarantäne zu Hause bleiben.
  • Fastenbrechen nur in der engsten Familie.
  • Impfen lassen!
  • Aufeinander aufpassen!

„Wir haben diese Regeln mit unseren Fachberater*innen, aber auch mit unseren Klient*innen zusammengefasst. Wenn die Impfungen weiter Fahrt aufnehmen und wir uns noch ein bisschen an diese Regeln halten, können wir hoffentlich schon bald auf entspanntere Zeiten hoffen, in denen wir wieder normal miteinander umgehen können. Bis dahin schützen wir uns zusammen weiter“, betont Marc Schaaf.

Der Flyer (bunt).
Der Flyer (s/w).

Redaktion
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
E-Mail: c.becker@awo-ruhr-mitte.de

AWO Ruhr-Mitte gegen Gewalt an Kindern

30. April: Tag der gewaltfreien Erziehung, ausgerufen durch den Deutschen Kinderschutzbund. Gerade in der Corona-Zeit macht auch die AWO Ruhr-Mitte noch einmal darauf aufmerksam, wie wichtig gewaltfreie Erziehung ist – und dass Gewalt viele Facetten aufweisen kann.

„Die AWO Ruhr-Mitte betreut in Bochum und Herne über 5000 Kinder in Kitas und Offenen Ganztagsschulen. Für uns ist gewaltfreie Erziehung eine Selbstverständlichkeit, Kinderrechte sind fester Bestandteil in unserem Arbeitsalltag und in unserer Verbandskultur“, betont AWO-Unterbezirksvorsitzender Serdar Yüksel.

Seit 2000 im BGB verankert

Dieses Selbstverständnis gilt jedoch nicht gesamtgesellschaftlich. Im Jahr 2000 wurde das Grundrecht der Kinder auf eine gewaltfreie Erziehung zwar ins Bürgerliche Gesetzbuch der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen. Dennoch erleben viele Kinder und Jugendliche weiterhin verschiedene Formen von Gewalt zum Beispiel in der Familie, im sozialen Umfeld oder anderen Zusammenhängen.

Daher nutzt der Deutsche Kinderschutzbund den 30. April, um auf diese Problemsituationen aufmerksam zu machen – und fordert gerade zur Corona-Zeit Jugendämter, Polizei und Behörden auf, Hinweisen auf Gewalterfahrungen von Kindern aller Altersstufen ausreichend nachzugehen. Der Tag der gewaltfreien Erziehung soll zudem Eltern ermutigen, ihr Ideal einer gewaltfreien Erziehung Wirklichkeit werden und sich dabei gegebenenfalls auch professionell unterstützen zu lassen.

Wir wissen, dass Kinder Kompetenzen haben und fördern diese durch viele Partizipationsmöglichkeiten.

Diese Beratungsmöglichkeiten finden Eltern dann etwa in den Einrichtungen der Arbeiterwohlfahrt. „Unser Ziel ist nicht nur, die Kinder bestmöglich zu betreuen. Vor allem unsere Familienzentren wenden sich mit ganz speziellen Angeboten auch konkret an die Eltern, um sie in unterschiedlichen Lebenslagen zu unterstützen“, weiß Maria Hagemeister, Bereichsleiterin des Kindergartenwerks bei der AWO Ruhr-Mitte.

Damit diese Hilfsangebote über die Kita-Zeit hinaus bestehen bleiben, wird der Sozialverband mit sieben Pilotschulen in Herne und Bochum das Konzept übertragen und die Offenen Ganztagsschulen in Familiengrundschulzentren überführen. „Die Arbeit in den Familienzentren ist zu einem wichtigen Faktor für das soziale Miteinander in den Quartieren geworden. Mit der Ausweitung der erfolgreichen Konzeption auf die Offenen Ganztagsschulen können wir die Kinder und Eltern länger begleiten und wirken damit noch nachhaltiger in die Familien hinein“, schildert AWO-Geschäftsführer Marc Schaaf, der beim Unterbezirk Ruhr-Mitte auch für den Bereich Schule & Jugend verantwortlich ist.

Serdar Yüksel macht außerdem deutlich, dass Gewalt ganz unterschiedlich aussehen kann. „Sie wird häufig mit Schlägen assoziiert. Das ist aber zu kurz gedacht.“ So beginne Gewalt schon oft damit, dass Machtverhältnisse zu ungleich verteilt seien. „Wir wissen, dass Kinder Kompetenzen haben und fördern diese durch viele Partizipationsmöglichkeiten. Sie lernen früh Mitbestimmung und Beteiligung im Alltag von Kita und OGS. Das stärkt ihre Rechte, ihre Persönlichkeit und ist damit bereits ein erster wichtiger Baustein zur Gewaltprävention.“

Redaktion
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
E-Mail: c.becker@awo-ruhr-mitte.de

AWO steht fest an der Seite der Jüdischen Gemeinde

Die AWO Ruhr-Mitte ist geschockt nach den Schüssen auf die Bochumer Synagoge – und erklärt sich solidarisch mit der Jüdischen Gemeinde.

„Nicht nur über die Zusammenarbeit in der Freien Wohlfahrtspflege und zahlreichen Besuchen in der Synagoge wissen wir, wie sich die Menschen jetzt fühlen müssen, wie viel Angst und Besorgnis diese Tat auslöst. Auch wir sind erschüttert und verurteilen die Geschehnisse aufs Schärfste“, betont AWO-Unterbezirksvorsitzender Serdar Yüksel.

Zum Hintergrund: In der Nacht von Sonntag auf Montag, 25./26. April, hat ein bislang noch unbekannter Täter auf die Synagoge und das Bochumer Planetarium geschossen – vermutlich mit einer Luft- oder Gasdruckwaffe. Die Ermittlungen der Polizei laufen.

Als AWO gehört das Engagement gegen Rassismus und Antisemitismus zu unserer ureigenen DNA.

„Das ist ein Anschlag auf das jüdische Leben in Bochum und das friedliche Miteinander in unserer Stadt. Als AWO gehört das Engagement gegen Rassismus und Antisemitismus zu unserer ureigenen DNA. Wir stehen fest an der Seite der Jüdischen Gemeinde und fordern die Behörden außerdem dazu auf, alles zu unternehmen, um die Jüdischen Gemeinden, in Bochum und in ganz Deutschland, besser zu schützen“, appelliert Serdar Yüksel.

„Uns allen sind die schrecklichen Ereignisse von Halle im Oktober 2019 noch in Erinnerung. Dazu darf es nie wieder kommen. Der Angriff in dieser Woche sollte uns eine deutliche Warnung sein.“

Redaktion
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
E-Mail: c.becker@awo-ruhr-mitte.de

WDR Westpol 25.04.2021

Ab Minute 15:10 begleitet ein WDR-Team unseren Sozialarbeiter Mustafa Calikoglu bei seiner Arbeit.

https://www.ardmediathek.de/video/westpol/westpol/wdr-fernsehen/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLTBlYjgxYTUxLWM4MWMtNDIzNS1hOWM0LTIwOGZmMmYxZTliOA/