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Ganz großes (Padel-)Tennis in den Herbstferien
AWO Ruhr-Mitte kooperiert ab sofort mit der padelworld Bochum. Den ersten Aufschlag machten jetzt Kinder aus zwei Offenen Ganztagsschulen mit Programm in den Herbstferien.
Die Kids waren mit einem Schlag begeistert – dabei wussten sie zuerst gar nicht, was das ist, das Padeln. „Kurz gesagt ist es eine Mischung aus Tennis und Squash“, klärte Marcel Maltritz zunächst auf. Und dann ging es auf den Courts in Langendreer auch schon los mit dem Ferienprogramm der AWO Ruhr-Mitte in Kooperation mit der padelworld.
Koordination, Teamfähigkeit und eigene Leistungsgrenzen austesten: Das wollen wir den Kindern vermitteln.
Zwei Wochen waren die Klassen drei und vier der Offenen Ganztagsschulen Vels-Heide und Waldschule vor Ort auf der Anlage, powerten sich täglich gut vier Stunden aus. Damit die Kraft nicht ganz ausging, gab es dazu ein ausgiebiges Mittagessen. Spielte das Wetter nicht mit, verlegten Marcel Maltritz und sein Team das Feriencamp in die Halle – dann vermehrt mit Technik-Übungen. „Koordination, Teamfähigkeit und eigene Leistungsgrenzen austesten: Das wollen wir den Kindern vermitteln, dafür bietet sich Sport – fast egal in welcher Form – einfach an“, schilderte er am Rande der Sessions.
Im September 2020 eröffnete der frühere VfL-Profi die padelworld Am Leithenhaus, der Offene Ganztag der AWO Ruhr-Mitte kooperierte in den Herbstferien jetzt erstmals mit den neuen Trendsportlern. „Die Mädchen und Jungen wurden super betreut und angeleitet, nicht zuletzt von Marcel Maltritz selbst, der sich ganz viel Zeit für uns genommen hat. Auch als Erzieherinnen und Erzieher wurden wir hier super aufgenommen. Das waren tolle zwei Wochen für alle Beteiligten“, blickte Felix Koch, Leiter des Offenen Ganztags an der Waldschule, zurück.
Durch vielschichtige Angebote werden Stärken, Fähigkeiten und Neigungen entdeckt und gefördert.
Kein Wunder also, dass AWO-Geschäftsführer Marc Schaaf die Verbindungen künftig gerne vertiefen würde: „Die Ferienbetreuung bietet grundsätzlich Freiräume und somit Zeit für Erholung, Spaß und eigene Ideen, die dann nicht allein, sondern in der Gruppe umgesetzt werden. Schule wird so als bedeutender Lebensraum gestaltet, dass Kinder nicht nur kognitiv lernen, sondern sich auch sozial, emotional und körperlich gesund weiterentwickeln. Durch vielschichtige Angebote werden Stärken, Fähigkeiten und Neigungen entdeckt und gefördert. Wir sind daher immer froh, Partner wie die padelworld zu finden, die unsere pädagogischen Ansätze in dieser herausragenden Form mitgehen und aktiv mitgestalten. Und genau deswegen planen wir hier auch eine langfristige Kooperation.“
Hier geht's zur Fotostrecke mit Bildern der Waldschule.
Redaktion
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
E-Mail: c.becker@awo-ruhr-mitte.de
Neues Klettergerüst für die Kita Josephinenstraße
Kids freuen sich über neue Möglichkeit zum Rutschen, Klettern und Toben. Stadtwerke-Förderung sorgte für die Finanzierung.
Draußen zu spielen ist wichtig für die frühkindliche Entwicklung. „An der frischen Luft sind die Kinder dauernd unterwegs, bewegen sich viel. Das verbessert ihre Motorik, wirkt sich positiv auf den Knochenaufbau aus und stärkt das Immunsystem“, berichtet Vera Justen, Leiterin der AWO Kita Josephinenstraße. „Wir legen deswegen großen Wert auf die Gestaltung unseres Außengeländes. Denn das soll die Kinder dazu animieren, auch möglichst viel Zeit draußen zu verbringen.“
So freut sich die Einrichtung umso mehr darüber, den Mädchen und Jungen ein brandneues Klettergerüst zur Verfügung zu stellen. Dazu hatte sich die Kita als Bürgerprojekt bei der Sponsoring-Aktion „Wofür schlägt dein Herz?“ der Stadtwerke Bochum Gruppe beworben – und genügend Stimmen für eine Finanzierung gesammelt.
Es gibt viele wissenschaftliche, erwiesene Erfahrungen, dass die Denkentwicklung der Kinder sich immer dann stärker und differenzierter herausbildet, wenn die Kinder umso aktiver sind.
„Rutschen, klettern, toben: All das ist jetzt wieder ausgiebig möglich, nachdem das alte Klettergerüst schon ein wenig in die Jahre gekommen war. Wir sind seit April 2015 vom Stadtsportbund außerdem als Bewegungskita zertifiziert. Da sind solche Möglichkeiten natürlich noch einmal von besonderer Bedeutung“, betont Vera Justen. Neben den positiven körperlichen Effekten bewirkt das Klettergerüst aber noch mehr: „Es gibt viele wissenschaftliche, erwiesene Erfahrungen, dass die Denkentwicklung der Kinder sich immer dann stärker und differenzierter herausbildet, wenn die Kinder umso aktiver sind.“
Das AWO Familienzentrum an der Josephinenstraße betreut 56 Kinder im Alter von null bis sechs Jahren in drei Gruppen. Zum sportlichen Profil der Kita zählt außerdem das Angebot eines Schwimmkurses sowie die Laufmäuse (eine Jogginggruppe, die durch zwei Erzieher*innen begleitet wird).
Redaktion
Lukas Drees/ AWO Ruhr-Mitte
E-Mail: stadtbuero@awo-ruhr-mitte.de
Energiekosten senken für Geringverdiener*innen
„Wer die soziale Komponente aus dem Blick verliert, gefährdet die gesamte Energiewende“, ist Serdar Yüksel überzeugt - und blickt besorgt auf die rasant steigenden Preise für Strom, Gas und Öl in Deutschland.
„Wir brauchen daher dringend Maßnahmen, die dazu führen, dass die wachsenden Energiekosten nicht zu einer weiteren Armutsfalle werden“, betont der Vorsitzende der AWO Ruhr-Mitte.
Kurzfristig brauche es, führt Serdar Yüksel weiter aus, zwei Instrumente, die konkret Abhilfe schaffen könnten, bevor der Winter die Krise noch verschärft. Menschen mit einem geringen Einkommen bzw. in der Grundsicherung sollten einen Energiekostenausgleich bekommen. Außerdem sollten Anschaffungen stromsparender Haushaltsgeräte einmalig gefördert werden. „Wir brauchen jedoch langfristig Lösungen, um die Energiewende und das soziale Gefüge in Einklang miteinander zu halten. Sonst droht uns ein Akzeptanzverlust für die Energiewende, den wir uns auch nicht leisten können“, schildert der AWO-Vorsitzende.
Uns droht ein Akzeptanzverlust für die Energiewende, den wir uns nicht leisten können.
„Für die künftige Bundesregierung liegt die Herausforderung daher darin, die Steuern und Abgaben so zu gestalten, dass CO2 zwar teurer wird, aber nicht die Energiekosten an sich“, gibt Serdar Yüksel den rot-gelb-grünen Sondierungsvertreter*innen mit auf den Weg. „Wir brauchen hier einen Preis, der deutlich macht, dass langfristig der Ausstoß von CO2 teurer und damit unattraktiver wird. Gleichzeitig brauchen wir Ideen, wie wir Strom wieder günstiger machen, vor allem für die Menschen mit kleineren Einkommen."
Redaktion
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
E-Mail: c.becker@awo-ruhr-mitte.de
Auf der Kita-Baustelle an der Elisabethstraße geht's voran
„Keine Atempause, Geschichte wird gemacht. Es geht voran.“ So auch auf der Baustelle an der Elisabethstraße im Herzen Wattenscheids.
Denn an dem Standort, wo 1922 erstmals eine Bildungseinrichtung eröffnet wurde, bringt die AWO genau 100 Jahre später wieder eine pädagogische Einrichtung an den Start – dann mit einer sechsgruppigen Kita für über 100 Kinder.
Zur Halbzeit trafen sich jetzt Vertreter*innen von AWO Westliches Westfalen und AWO Ruhr-Mitte auf der Baustelle, um sich den Fortschritt der Arbeiten anzusehen. Der AWO Bezirksverband mit Sitz in Dortmund stemmt den Bau mit einer Investitionssumme in Höhe von rund 3,6 Millionen Euro, der AWO Unterbezirk aus Bochum wird als Träger der Kita fungieren.
Beitrag zur Verbesserung der sozialen Infrastruktur leisten.
„Als AWO wissen wir, dass wir gerade auch im frühkindlichen Bereich in den Stadtteilen aktiv sein müssen, die nicht so gut aufgestellt sind, eine Vielzahl von Herausforderungen mit sich bringen. In Wattenscheid-Mitte müssen wir zum Beispiel das Thema Kinderarmut noch stärker in den Fokus rücken. Mit unserem pädagogischen Ansatz, auch die Familien ganz gezielt in die Arbeit der Kindertagesstätten mit einzubeziehen, wollen wir hier im frühkindlichen Bereich schon ansetzen und damit unseren Beitrag zur Verbesserung der sozialen Infrastruktur leisten“, betonte Serdar Yüksel, Vorsitzender der AWO Ruhr-Mitte, beim Rundgang über die Baustelle.
„Der Raum ist der dritte Erzieher“, ergänzte Arno Lohmann, stellv. Geschäftsführer der AWO Westliches Westfalen. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen ihren Job, sind engagiert. Aber wenn die Umgebung nicht stimmt, die Räume nicht gut sind, keine Atmosphäre ausstrahlen, dann kann das oftmals nicht gelingen.“ Anspruch an solche Bauprojekte sei daher auch stets, die räumlichen Strukturen so zu gestalten, dass eine bestmögliche Betreuungssituation erst entstehen kann.
Der Raum ist der dritte Erzieher.
Neben der Qualität des Gebäudes spiele dabei auch das Thema Nachhaltigkeit eine übergeordnete Rolle. Es wird eine Wärmepumpe eingesetzt, das heißt, die Wärme kommt aus Sonne und Luft. Ein homogenes Mauerwerk aus Dämmstein als Baumaterial regelt die Klimatisierung im Gebäude, sorgt für anhaltende Wärme im Winter und für kühle Temperaturen im Sommer. Eine extensive Dachbegrünung, eine großflächige Entsiegelung auf dem Gelände und Neupflanzungen runden den Aspekt der Nachhaltigkeit und die ökologische Aufwertung ab.
Zum neuen Kitajahr, also im August 2022, soll die Eröffnungsfeier vor Ort stattfinden; 100 Jahre nach dem Start der einstigen Lessing-Schule. Es geht voran. Geschichte wird gemacht...
Info für Eltern
In der AWO Kita Elisabethstraße wird es drei Gruppen für zwei- bis sechsjährige, eine U3-Gruppe und zwei Gruppen für drei- bis sechsjährige Kinder geben.
Über Anmeldemöglichkeiten werden AWO Ruhr-Mitte und Stadt Bochum zeitnah informieren.
Auf der Baustelle mit Kids
Die Kinder der Kita Höntroper Straße haben wir gefragt: Wie stellt Ihr Euch eine tolle Kita vor? Die Mädchen und Jungen haben die Frage mit Bildern beantwortet, die auf Bannern gedruckt jetzt vor der Baustelle hängen. Hier gibt's Fotos von der Baustellenbegehung mit den Kids und mit Axel Schäfer, MdB, der sich ebenfalls vor Ort über die Baumaßnahme informierte.
Redaktion
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
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AWO steht geschlossen hinter Kampagne zur Wahl
Im Rahmen der letzten Betriebsratssitzung haben die Arbeitnehmervertreter*innen, die Gewerkschaft ver.di und die Geschäftsführung der AWO Ruhr-Mitte noch einmal ein deutliches Zeichen gesetzt. Alle zusammen reihen sich ein hinter der Kampagne „Bundestag nazifrei“.
Diese wurde vom Bochumer Bündnis gegen Rechts, DGB Bochum, DGB Ruhr-Mark, von der IG Metall Ruhrgebiet Mitte, durch den Kinder- und Jugendring Bochum sowie von ver.di Mittleres Ruhrgebiet initiiert.
„Als AWO stehen wir für eine offene und bunte Gesellschaft. Unser Leitbild ist bestimmt durch Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit. Vor dem Hintergrund unserer Werte zeigen wir Haltung für gesellschaftlichen Zusammenhalt, wir positionieren uns gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Rechtsextremismus – und sind damit natürlich auch aus Überzeugung Teil dieser Kampagne“, betont Marc Schaaf, Geschäftsführer der AWO Ruhr-Mitte.
Aus Worten werden Taten, da müssen wir als offene Gesellschaft gegensteuern.
Aus Reihen der AWO treten außerdem der Kreisverband Bochum, das Fanprojekt Bochum und das Jugendwerk der AWO als Unterstützer von „Bundestag nazifrei“ auf. Und das sei aktuell noch wichtiger als zuvor, wie Marc Schaaf schildert: „Die Zahl rechtsextremistischer Straftaten hat 2020 einen neuen Höchststand seit Beginn der Erfassung erreicht. Den Boden dafür bereiten die Parteien aus dem rechten und rechtspopulistischen Spektrum, gegen die sich unsere Kampagne richtet. Denn aus Worten werden Taten, da müssen wir als offene Gesellschaft gegensteuern.“
Zur Kampagnenseite: www.bundestag-nazifrei.de
Redaktion
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
E-Mail: c.becker@awo-ruhr-mitte.de
Faire Woche rückt AWO International in den Fokus
Die Faire Woche 2021 findet vom 10. bis zum 24. September 2021 zum Thema "Menschenwürdige Arbeitsbedingungen" unter dem Motto "Zukunft fair gestalten – #fairhandeln für Menschenrechte weltweit" statt.
In diesem Rahmen stellt Serdar Yüksel, stellvertretender Vorsitzender von AWO International, die weltweite Arbeit des Verbands vor. Treffpunkt dazu ist am Donnerstag, 23. September, um 17 Uhr im AWO Citytreff, Bleichstraße 8. Interessierte Gäste sind herzlich willkommen. Am Rande des Vortrags "Grenzenlos fair" haben Besucher*innen außerdem die Möglichkeit, fairen Kaffee und weitere, fair gehandelte Produkte zu probieren.
Lebensumstände nachhaltig verbessern
Teils stammen diese Artikel direkt aus dem Angebot von AWO International. Neben dem Einsatz für den Fairen Handel macht sich AWO International seit 1998 aber auch dafür stark, die Lebensumstände benachteiligter Menschen nachhaltig zu verbessern. Im Falle von Katastrophen engagiert sich AWO International in der humanitären Nothilfe und im Wiederaufbau.
Im Inland nimmt AWO International im Rahmen von entwicklungspolitischer Bildungs- und Informationsarbeit die Herausforderungen und Chancen der Globalisierung in den Blick und gibt Impulse für ein werteorientiertes, nachhaltiges Handeln. Serdar Yüksel wird am 22. September skizzieren, wie diese Hilfen von Südamerika bis Asien organisiert und umgesetzt werden.
Die Faire Woche findet in diesem Jahr bereits zum 20. Mal statt. Begonnen hat sie 2001 als erster Versuch der großen Fair-Handels-Organisationen, mit einer gemeinsam veranstalteten Aktionswoche eine breite Öffentlichkeit zu erreichen. Längst hat sie sich als fester Termin in den Kalendern zahlreicher Akteure des Fairen Handels (und darüber hinaus) etabliert – und dazu zählt natürlich auch die AWO.
Redaktion
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
E-Mail: c.becker@awo-ruhr-mitte.de
AWO - aktuell (Ausgabe 3/2021)
Unsere Themen:
- AWO hilft nach dem Hochwasser:
Starker Spendeneingang für Geschädigte in Bochum-Dahlhausen
Weitere Themen
- Im Interview: AWO-Mitglieder Michelle Müntefering und Axel Schäfer vor der Wahl
- Familiengrundschulzentren starten in Herne
- Bundeskonferenz hat neuen AWO-Vorstand gewählt
- Neues aus der AWO Ruhr-Mitte
AWO Westliches Westfalen:
- Im Interview: Michael Scheffler (Vorsitzender) und Uwe Hildebrandt (Geschäftsführer)
Aktiver AWO-Mitgliederverband:
- Arbeitskreis gegen rechts in Herne gestartet
- Schlaganfall-Helfer werden online geschult
- Kooperation mit dem Fritz-Bauer-Forum wächst
Jetzt Rahmenbedingungen für OGS-Rechtsanspruch schaffen
Der Ausbau der Ganztagsbetreuung in den Grundschulen geht voran. Bis 2029 soll es für jedes Grundschulkind nach und nach einen entsprechenden Rechtsanspruch geben. Der Bundestag stimmte bereits zu, nun muss der Bundesrat noch grünes Licht geben.
„Das ist ein wichtiger und richtiger Schritt nach vorne. Doch der Weg ist noch weit. Vor allem braucht es jetzt die passenden Rahmenbedingungen, um den Rechtsanspruch auch realistisch erfüllen zu können“, kommentiert Marc Schaaf, Geschäftsführer der AWO Ruhr-Mitte, die politischen Entwicklungen.
Das Problem: Derzeit gibt es keine verbindlichen Standards für die Offenen Ganztagsschulen (OGS). So gehört die AWO Ruhr-Mitte zu den wenigen OGS-Trägern, die bereits eigene Erzieher*innen speziell für diesen Bereich ausbilden. Fachkräfte bleiben aber Mangelware, der Job muss insgesamt attraktiver werden – etwa durch unbefristete Arbeitsverträge. „Leider wird die Betreuung an den Schulen viel zu oft neu ausgeschrieben“, schildert Marc Schaaf. „Und wenn wir als Träger keine Planungssicherheit haben, können wir diese Sicherheit auch nicht an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weitergeben.“
Gute Arbeit muss gut bezahlt werden.
Die regelmäßigen Ausschreibungen führen außerdem dazu, dass oftmals billige Anbieter den Vorzug erhalten, die keine Tariflöhne bezahlen, sondern nur den Mindestlohn. „Das schlägt sich natürlich auf die Arbeit und damit auf unsere Kinder nieder“, betont Marc Schaaf. „Gute Arbeit muss dagegen gut bezahlt werden.“
Neben dem Personal- sieht die AWO Ruhr-Mitte aber auch ein Platzproblem auf die Träger zukommen, sollten hier bis zum Inkrafttreten des Rechtsanspruchs keine Investitionen getätigt werden. „Der Offene Ganztag hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt. Teils findet die Betreuung aber noch in Räumen statt, in denen wir vor fast 20 Jahren damit angefangen haben“, sagt Marc Schaaf. Inzwischen nehmen rund 50 Prozent aller Grundschulkinder an dem freiwilligen Angebot teil. Über 90 Prozent aller Grundschulen in NRW sind Offene Ganztagsschulen. „Diese Zahlen müssten sich eigentlich auch in der Infrastruktur der Schulen widerspiegeln. Tun sie aber häufig nicht.“
Hand in Hand zusammenarbeiten
Die AWO Ruhr-Mitte muss es wissen, sie betreut neun Grundschulen in Bochum und neun in Herne. Damit der Rechtsanspruch bis 2029 auch praktisch umgesetzt werden kann, müssten Kommune und Schule, Land und OGS-Träger konzeptionell ganz eng zusammenarbeiten, erklärt Marc Schaaf. „Die gemeinsame Entwicklung neuer Ideen und die Fortschreibung bestehender Konzepte wie der rhythmisierte Ganztag, sind der Schlüssel zu einer erfolgreichen Etablierung des Offenen Ganztags für alle.“
Besonders die Stadt Herne, betont die AWO Ruhr-Mitte, gehe hier voran. „Stadtverwaltung, Schulaufsicht, Schulleitungen und Trägervertreter haben sich zusammen bereits alle Schulstandorte angesehen und eine Bestandsaufnahme gemacht. Teils liegen schon notwendige Investitionssummen vor. Wie hier alle Beteiligten Hand in Hand zusammenarbeiten, ist für uns ein gutes Beispiel, wie der Rechtsanspruch zum großen Wurf werden kann – und nicht zum Bumerang.“
Redaktion
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
E-Mail: c.becker@awo-ruhr-mitte.de
AWO blickt auf 60 Jahre Anwerbeabkommen
60 Jahre Anwerbeabkommen mit der Türkei, 60 Jahre Migrationsberatungen „Türk Danış“ bei der AWO: Doppelter Anlass für den Bezirksverband Westliches Westfalen und den Unterbezirk Ruhr-Mitte der Arbeiterwohlfahrt, zu einem kleinen Festakt in den Bochumer RuhrCongress einzuladen.
„Als AWO blicken wir auf eine umfangreiche Geschichte unserer Migrationsberatungen zurück. Allein in Bochum haben wir in den letzten Jahrzehnten Geflüchtete aus der DDR, aus Jugoslawien und ganz aktuell aus Ländern wie Afghanistan oder Irak versorgt und betreut. Aber mit den türkischen Gastarbeitern fing 1961 alles an“, schildert AWO-Unterbezirksvorsitzender Serdar Yüksel. „Daher wollen wir das Jubiläum feiern, zurückblicken und auch schauen, wie sich die Migrationsberatungen in all den Jahren im gesellschaftspolitischen Kontext weiterentwickelt haben.“
Den Menschen dabei zu helfen, in Deutschland eine neue Heimat zu finden, zählt zu unseren wichtigsten gesellschaftlichen Aufgaben.
„Integration ist das Kernthema unseres Verbandes. Die AWO gehört deutschlandweit zu den größten Trägern von Beratungsstellen für Zuwandererinnen und Zuwanderer. Den Menschen dabei zu helfen, in Deutschland eine neue Heimat zu finden, zählt zu unseren wichtigsten gesellschaftlichen Aufgaben“, so der Vorsitzende des AWO-Bezirksverbandes Michael Scheffler.
All das und mehr soll Thema des Festakts am Sonntag, 12. September, sein. Los geht‘s um 11 Uhr. AWO-Bezirksvorsitzender Michael Scheffler und Bürgermeisterin Gaby Schäfer übernehmen die Begrüßung. Es folgt eine kurze Rede von Carina Gödecke, die nicht nur erste Landtagsvizepräsidentin ist, sondern auch Vorsitzende der Parlamentariergruppe Türkei. Prof. Dr. Jürgen Mittag, Serdar Yüksel und AWO-Migrationsberater Mustafa Calikoglu blicken dann auf die Historie von „Türk Danış“ zurück.
Migrationsberatungen damals und heute
Michael Groß, MdB und Vorsitzender des Präsidiums der AWO, Ibrahim Yetim, Sprecher der SPD-Landtagsfraktion im Integrationsausschuss, und AWO-Migrationsberaterin Anke Peters beschäftigen sich in einer weiteren Talk-Runde mit der Frage, wie gelungene Migrationspolitik heute und in Zukunft aussieht. Dazwischen gibt es Filmeinspielungen, einen kurzen Einblick in das Theaterprojekt „Migrant*innen mischen mit“ der AWO Hochsauerland/Soest sowie Musik von „Sevgi und Merhaba“. Moderation: Tom Hegermann, bekannt aus dem Radioprogramm des WDR.
An der Veranstaltung persönlich teilnehmen kann, bedingt durch die Corona-Pandemie, nur eine begrenzte Zahl von Personen, die über die AWO eine personalisierte Einladung erhalten und sich vorher registriert haben. Über den YouTube-Kanal der AWO Westliches Westfalen https://youtu.be/Tz0bXMD1EKI wird die Veranstaltung jedoch für ein breites Publikum live gestreamt.
Redaktion
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
E-Mail: c.becker@awo-ruhr-mitte.de
AWO betreut in Herne fünf Familiengrundschulzentren
Zum Schuljahr 2021/2022 sind an sieben Grundschulen Familiengrundschulzentren in Herne gestartet. Fünf davon betreut die AWO Ruhr-Mitte im Offenen Ganztag.
An den folgenden Schulen sind diese neuen Einrichtungen geschaffen worden: Josefschule, Michaelschule, Claudiusschule, Freiherr-vom-Stein Schule, Grundschule Kunterbunt, Max-Wiethoff Schule, Grundschule Pantrings Hof.
Die Finanzierung der Familiengrundschulzentren erfolgt mit einer Förderung aus dem Landesprogramm „kinderstark – NRW schafft Chancen“. Bereits Anfang Mai haben an allen sieben Standorten die Koordinierenden vor Ort ihre Arbeit aufgenommen, um den Start zum Schuljahresbeginn vorzubereiten.
Ein weiterer Baustein der kommunalen Präventionskette.
"Die Familiengrundschulzentren sind ein weiterer Baustein der kommunalen Präventionskette", erklärte Stephanie Jordan, Leiterin des Fachbereichs Kinder, Jugend, Familie bei einem Pressetermin an der Josefschule im Stadtbezirk Wanne.
"Ziel der Familiengrundschulzentren ist es, den Familien niederschwellige, wohnortsnahe, alltagsnahe und bedürfnisorientierte Unterstützung zu bieten und somit zum gelingenden Aufwachsen und zur Verbesserung der Teilhabechancen der Kinder beizutragen", so Stadtrat Andreas Merkendorf. Die Familiengrundschulzentrumsarbeit soll mit dazu beitragen, herkunftsbedingte Bildungsungerechtigkeit zu reduzieren. Sie sollen Orte der Begegnung, Beratung und Bildung für Kinder und ihre Familien sein.
Aufgabenschwerpunkt ist es, niederschwellige Zugangsangebote zu schaffen sowie Informations-, Beratungs- und Unterstützungsangebote vorzuhalten. Weiter geht es darum, Schulübergänge zu gestalten.
Ziel ist, dass Schule und OGS noch mehr eins werden.
"Familiengrundschulzentren dienen als Vernetzungsorte", sagte Andrea Christoph-Martini als für die Grundschulen in Herne zuständige Schulamtsdirektorin. "Die Familiengrundschulzentren sind eine wirklich gute Einrichtung, die uns vor Ort sehr helfen können", so die Einschätzung von Robert Faber, der die Josefschule leitet. Neben den sieben ausgewählten Standorten hatten fast alle Herner Grundschulen ihr Interesse an einer solchen Einrichtung bekundet. Ausgewählt wurden zunächst diejenigen Schulen, die aufgrund des Sozialraums den höchsten Bedarf für eine solche Einrichtung vorhalten.
"Bereits vor drei Jahren haben wir damit begonnen, Konzepte für Familiengrundschulzentren zu erarbeiten. Umso mehr freuen wir uns, uns jetzt direkt mit fünf Offenen Ganztagsschulen in Herne auf den Weg zu machen", betonte AWO-Fachbereichsleiterin Tina Diebel. "Ziel ist, dass Schule und OGS noch mehr eins werden. Eltern sollen ein positives Bild von Schule und Bildung bekommen und ebenfalls ein Teil des Ganzen sein. Je mehr Eltern an den Bildungswegen ihrer Kinder aktiv beteiligt werden, umso größer werden am Ende die pädagogischen Erfolge ausfallen", sagte Tina Diebel.
Redaktion
Pressebüro Stadt Herne &
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
E-Mail: c.becker@awo-ruhr-mitte.de
Schnelle Hilfe für afghanische Flüchtlinge
Susanne Berke.
Die Bochumer AWO fordert eine schnelle Hilfe für afghanische Flüchtlinge, die sich jetzt vor den Taliban in Sicherheit bringen müssen.
„Bochum hat sich bereits vor einiger Zeit zum sicheren Hafen erklärt. Nun müssen den Worten auch Taten folgen, in Zusammenspiel mit Bund und Land. Als einer der größten Wohlfahrtsverbände der Stadt stehen wir bereit, unsere Unterstützung zu leisten und damit Menschenleben zu retten“, betont Bochums AWO-Vorsitzende Susanne Berke.
Diese Frauen und Männer nicht im Stich zu lassen, ist unsere moralische Pflicht.
Das gelte zunächst einmal vor allem für die Ortskräfte, die für NGOs und Bundeswehr tätig waren. „Diese Frauen und Männer nicht im Stich zu lassen, ist unsere moralische Pflicht“, sagt Susanne Berke. „Und diese Pflicht gilt selbstverständlich auch für ihre Familien und weitere Personen, die durch diese Tätigkeit jetzt akut in Gefahr geraten sind.“
Wichtig seien aber auch Konzeptionen direkt in der Region, denn die Fluchtbewegungen werden auf absehbare Zeit nicht abnehmen. „Akut gilt es, die Nachbarländer Afghanistans damit nicht allein zu lassen, indem Aufnahmeprogramme für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge geschaffen und finanziell abgesichert werden. Parallel muss Deutschland Programme ins Leben rufen, die die dauerhafte Neuansiedlung der langfristig gefährdeten Menschen in sicheren Gebieten außerhalb Afghanistans ermöglichen“, erklärt der Vorstandsvorsitzende des AWO Bundesverbandes, Jens M. Schubert.
„Angesichts der deutschen Aktivitäten der letzten zwei Jahrzehnte in Afghanistan stehen wir hier in einer Verantwortung, der wir uns nicht entziehen dürfen.“
Redaktion
AWO Bundesverband &
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
E-Mail: c.becker@awo-ruhr-mitte.de
Wasser für Geflüchtete und Wohnungslose gespendet
Mineralwasserspenden sind Teil des neuen Hitzeschutzkonzeptes für wohnungslose Menschen, das die Stadt Bochum vor kurzem erarbeitet und vorgestellt hat.
Jetzt sind die Landtagsabgeordneten Carina Gödecke und Serdar Yüksel mit gutem Beispiel vorangegangen – und haben der Unterkunft Am Nordbad 30 Kisten Wasser gespendet.
Dort können sich jetzt sowohl die geflüchteten als auch die wohnungslosen Menschen, die in der Einrichtung untergebracht sind, damit versorgen. Im Rahmen eines Besuchs kamen die beiden Abgeordneten außerdem mit Einrichtungsleitern Christina Pell ins Gespräch. Sie skizzierte, wie sich die ersten Wochen Am Nordbad gestalteten, nachdem die AWO Ruhr-Mitte die Betreuung der Unterkunft zum 1. Juli wieder übernommen hatte.
Ehrenamt läuft wieder an
„Auch wenn es aktuell nicht ganz so heiß ist wie in den vergangenen Jahren, kommt das Wasser den Menschen in der Unterkunft besonders zugute. Denn auch geringere, sommerliche Temperaturen sorgen oft für Wärme in den Modulwohneinheiten. Das Wasser ist wichtig“, schildern Carina Gödecke und Serdar Yüksel.
In der Unterkunft leben derzeit 180 Bewohner*innen, darunter 40 Wohnungslose. Bis Herbst 2018 war die AWO bereits für die Betreuung vor Ort zuständig. Einige ehrenamtliche Angebote, die seinerzeit noch von der AWO initiiert worden sind, laufen bis heute weiter und sollen, wenn Corona es zulässt, bald intensiviert werden. Hierzu gehört die Gründung eines „Kost-nix-Ladens“ oder ein gemeinsames Repair-Café von Nachbar*innen und Bewohner*innen.
Redaktion
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
E-Mail: c.becker@awo-ruhr-mitte.de
Dennis Radtke (MdEP) besuchte AWO-Projekt wir.horsthausen.
Auf seiner Sommer-Tour besuchte der EU-Abgeordnete Dennis Radtke das Ende April gestartete Quartiersprojekt wir.horsthausen. der AWO Ruhr-Mitte, das durch die ESF-Mittel des MAGS gefördert wird.
In einer lebendigen Präsentation zeigte Projektleiterin Nadine Albrecht die Herausforderung des Stadtteils im Herner Norden auf, die sich insbesondere durch infrastrukturelle Grenzen, wie die Trennung durch die A42 und den Rhein-Herne-Kanal, ergeben. Die Bewohner*innen der einzelnen Viertel Elpeshof, Feldherrenviertel und Pantringshof verstehen sich sehr wohl als „Elpes-„ oder „Pantringshofer“, weniger jedoch als Horsthauser. So war der Projektleiterin schnell klar, dass hier sehr deutlich ein Gemeinschaftsgefühl fehle, was auch durch die von Mai bis Juni durchgeführte Online-Umfrage bestätigt wurde.
Hier setzt die psychosoziale Beraterin einen ihrer drei Schwerpunkte: Förderung des Quartiersaustauschs und Vernetzung der aktiven Akteure innerhalb des Quartiers.
Fokus auf bestimmte Zielgruppen
Ein besonderer Fokus hierbei gilt der Zielgruppe der Familien, Alleinerziehenden, Kindern und Jugendlichen, die in Horsthausen ihren Lebensmittelpunkt verorten. Soziale Benachteiligung, kinderreiche Familie, soziale Spannungen in der Nachbarschaft und nicht zuletzt die Corona-Krise, die wie ein Brennglas wirkte, bestimmen die Lebensumstände der Menschen. Hier sei dringender Handlungsbedarf, um psychosoziale Folgen so gut es geht abzumildern, erläuterte die 29-Jährige. Somit sei eine weitere Säule die hybriden, psychosozialen Beratungsangebote, die nach und nach immer häufiger in Anspruch genommen werden.
„Ein neues Projekt benötigt immer etwas Vorlaufzeit. Die Angebote müssen sich durch Mund-zu-Mund-Propaganda erst einmal herumsprechen“, erläuterte Albrecht. „Daher biete ich – besonders für jüngere Personen – auch Online- oder Telefon-Beratung an, damit die Hemmschwelle geringer ist."
Angebote werden angenommen
Der letzte Fokus besteht aus der Etablierung sozialpädagogischer Angebote, von denen bereits ein großer Teil gut angenommen wurde. So wurden zum Tag der Nachbar*innen am 28. Mai Aktionen auf dem umliegenden Edeka-Parkplatz veranstaltet und das vom Stadtsportbund Herne organisierte Angebot „Sport im Park“ konnte erfolgreich ins Feldherrenviertel geholt werden. „Es ist schön zu sehen, dass die Horsthauser die Angebote annehmen und positive Rückmeldungen geben“, sagte Albrecht.
Neben den Ressourcen des Stadtteils ging es auch um konkrete weitere Handlungsbedarfe, wie das Thema Sicherheit und Ordnung und die Koordination eines friedlichen Zusammenlebens verschiedener Kulturen, das Gisbert Schlotzhauer, der Sprecher der Bürgerinitative „Zukunft Feldherrenviertel“ und Matthias Bluhm, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Pantringshof ausführten. „Das Thema Problemimmobilien wirft auch in anderen Städten immer wieder Fragen auf“, sagte Dennis Radtke. Besonders in dieser Hinsicht möchte sich auch die Stadt Herne in Zukunft noch intensiver beteiligen.
Der Besuch endete mit einer angeregten Diskussion über die Lebenssituation im Stadtteil, in der weitere mögliche Ansätze erörtert wurden.
Redaktion
Nadine Albrecht/ AWO Ruhr-Mitte
E-Mail: n.albrecht@awo-ruhr-mitte.de
AWO - aktuell (Ausgabe 2/2021)
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Wattenscheider Kulturnacht geht in diesem Jahr ins Netz
Laden ein zur digitalen Kulturnacht: AWO-Mitarbeiter Samir Achundsada, Yan Ugodnikov,
Mustafa Calikoglu und Marion Drewski.
Die Wattenscheider Kulturnacht wird digital. Nachdem die Veranstaltung in der Vergangenheit ausfallen musste, wählen die Organisatoren 2021 den Weg ins Netz.
Die dazugehörige, neu gestaltete Website wattenscheider-kulturnacht.de ist bereits online. „Die Kulturnacht ist in Wattenscheid eine Institution. Wir sind daher froh, mit Mitteln aus dem Stadtteilmanagement ein digitales Format anbieten zu können“, sagt Citymanagerin Marion Drewski.
Ein kulturelles Angebot schaffen, Akteure vernetzen und in der Stadtgesellschaft zusammenkommen.
Mustafa Calikoglu ist nicht nur Leiter des CentrumCultur der AWO am August-Bebel-Platz. Er gehört seit vielen Jahren zum Organisationsteam der Wattenscheider Kulturnacht, weiß daher auch, wie wichtig die Veranstaltung für die Alte Freiheit ist. „Es geht um drei Aspekte: Wir wollen ein kulturelles Angebot schaffen, Akteure vernetzen und in der Stadtgesellschaft zusammenkommen.“ Digital sei das zwar schwieriger, aber bei weitem nicht ausgeschlossen.
Denn es bleibt nicht bei der statischen Website. Derzeit drehen die Kulturschaffenden, die sich auch sonst in den vergangenen Jahren an dem analogen Format beteiligt haben, ein Video mit Beiträgen zur Wattenscheider Kulturnacht. Premiere ist am 21. August um 18 Uhr, zur traditionellen Uhrzeit also steht das Video zum Angucken im Internet bereit. „Es wird zehn Beiträge aus ganz unterschiedlichen kulturellen Bereichen geben. Dazu zählen Musik, Geschichte, eine Lesung, Akrobatik und Malerei, auch digital übernimmt Bezirksbürgermeister Hans Peter Herzog die Eröffnung“, kündigt Yan Ugodnikov vom Gemi-Forum an. Der Verein aus der Otto-Brenner-Straße gehört, verwurzelt in der Hellwegstadt, mit zum Organisationsteam.
Die Wattenscheider Kulturnacht behält auch digital ihren verbindenden Charakter.
Insgesamt mehr als eine Stunde Videometarial wird am Ende zu sehen sein. Einige Akteure, wie X-Vision, drehen selbst, andere bekommen Hilfe. Dazu ist gerade ein professionelles Kamerateam in der Hellwegstadt unterwegs. Damit auch vor dem Bildschirm niemand allein bleibt, kann sich die AWO vorstellen, zur Premiere ein kleines „Rudelgucken“ im CentrumCultur zu gestalten – je nach Corona-Lage. „Wir hoffen natürlich auch online, möglichst viele Menschen erreichen zu können. Wer sich mit dem Internet vielleicht nicht so gut auskennt, kann ja eventuell auch mit Verwandten und Bekannten gucken. Dadurch behält die Wattenscheider Kulturnacht auch digital ihren verbindenden Charakter“, findet Mustafa Calikoglu.
Diese Akteure gehören zu den Veranstaltern der digitalen Wattenscheider Kulturnacht:
Centrum Cultur der AWO, Forum Gemeinsam für Integration e.V. Gemi, Stadtarchiv/Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, Watt’n Zirkus, Kath. Familienbildungsstätte, Soziokultureller Verein Ronak, VHS, Märkische Schule, Stadtbücherei Bochum/Wattenscheid und Förderverein LiesWAT!, X-Vision, Heimat- und Bürgerverein, Kulturbüro, Maria Sibylla Merian-Gesamtschule, Evangelische Kirche, Musikschule, Künstlertreff WAT, die Kunstwerkstatt am Hellweg und WatWerk.
Zu den Unterstützern gehören:
Soziale Stadt – WAT bewegen, die Sparkasse Bochum, die Bezirksvertretung Wattenscheid und die Wattenscheider Werbegemeinschaft.