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Kita feiert Sommerfest und späte Eröffnung

Die AWO Kita FaBiO ist jetzt auch offiziell am neuen Standort angekommen: Vor zwei Jahren fand schon der erste Betreuungstag an der Mont-Cenis-Straße statt, nun konnte auch die lang geplante Eröffnungsfeier stattfinden.

Dabei präsentierte die Einrichtung vor allem ihr besonderes Profil. „Rohkost to go“ stand an den Ständen genauso wie Bio-Saftschorlen angeboten wurden. Natürlich gab es den Kaffee aus fairem Handel, seit 2016 ist die Kita fair zertifiziert. Dosenwerfen, Glitzertattoos, ein Clown, das Angelspiel und weitere kreative Angebote rundeten das Programm für Kinder ab.

Die Kita trägt nicht nur den Namen FaBiO, also fabelhafter Bildungsort, sie ist auch einer.

Nach der Begrüßung durch Einrichtungsleiterin Maren Gläsert überbrachte Bürgermeisterin Andrea Oehler die Grüße der Stadt Herne. Serdar Yüksel, Vorsitzender der AWO Ruhr-Mitte, betonte: „Die Kita trägt nicht nur den Namen FaBiO, also fabelhafter Bildungsort, sie ist auch einer. Als Familienzentrum bietet sie seit 13 Jahren zusätzliche Unterstützung für Kinder und Familien in ihrer Entwicklung und in der Bewältigung ihrer Lebenslagen. Den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort möchte ich nicht nur dafür außerordentlich danken. Sie haben die ersten zwei Jahre an diesem Standort hervorragend gemeistert, trotz aller Herausforderungen wie der Pandemie, und ich bin mir sicher, genauso großartig werden sie auch künftig in den neuen tollen Räumlichkeiten und dem schönen, großen Außenbereich für die Kinder und Eltern da sein.“

Die Kita FaBiO war zuvor an der Düngelstraße heimisch. Seit 2015 ist die AWO Ruhr-Mitte Träger der Einrichtung. Am Standort Mont-Cenis-Straße werden nun 70 Kinder im Alter von null bis sechs Jahren betreut.

Redaktion
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
E-Mail: c.becker@awo-ruhr-mitte.de

AWO mit offenem Brief zum Erhalt der Sprach-Kitas

Die Bundestagsabgeordneten aus Bochum und Herne haben Post von der AWO Ruhr-Mitte bekommen. In einem offenen Brief appelliert der Verband, sich für den Erhalt des Bundesprogramms der Sprach-Kitas stark zu machen. Darin heißt es:

Sehr geehrte Damen und Herren,

„Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ – So lautet der vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend selbst benannte Untertitel des Bundesprogramms Sprach-Kitas. Umso mehr hat uns im Sommer die Nachricht überrascht, dass im Haushaltsentwurf für 2023 keine Mittel für das erfolgreiche Förderprogramm mehr vorgesehen sind. Denn dadurch stellt sich für uns die Frage: Warum will die Bundesregierung diesen Schlüssel zur Welt einfach verschwinden lassen und schließt damit viele Türen dauerhaft für Kinder mit einem besonderen Förderbedarf? Das darf nicht sein!

Zu erfolgreich war das Programm doch in den vergangenen Jahren. Es sorgte tagtäglich durch zusätzliche Mittel und Fachpersonal für eine bessere Qualität der Sprachbildung, Integration und Inklusion von Kindern. Sieben Kitas der AWO Ruhr-Mitte profitierten direkt durch finanzielle Mittel, Fachtagungen und -Kräfte, speziell geschult, sorgten flächendeckend für eine Umsetzung des Sprach-Kita-Programms. In der aktuellen Situation, in der sich Einrichtungen der frühkindlichen Bildung mit Fachkräftemangel, Corona-Pandemie und der zusätzlichen Betreuung von Kindern und Familien aus der Ukraine auseinandersetzen müssen, wäre der Wegfall der Sprach-Kitas daher ein enormer Verlust mit langfristigen, nicht absehbaren Folgen.

Uns hat die Nachricht vom „Aus“ der Sprach-Kitas aber nicht nur wegen des beschriebenen Erfolges schockiert. Auch im Koalitionsvertrag hieß es, dass eine Weiterentwicklung und Verstetigung des Programms angedacht sei. Wenn nun aus der Verstetigung eine Abschaffung werden sollte, halten wir dies für ein erschreckendes Beispiel politischer Fehlentwicklungen und -entscheidungen.

So richten wir unseren letzten Appell nun an Sie, unsere Abgeordneten im Deutschen Bundestag: Helfen Sie uns dabei, den vielen Kindern, die auf diese besondere Unterstützung angewiesen sind, weiter zu helfen. Machen Sie sich stark für eine Fortsetzungen des Förderprogramms. Kürzen Sie nicht bei den Kurzen. Halten Sie Wort!

Gerne stehen wir und unsere Fachkräfte aus den Sprach-Kitas für nähere Informationen über die Arbeit resultierend aus dem Förderprogramm zur Verfügung.

Redaktion
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
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Frieden jetzt! Veranstaltung am Unabhängigkeitstag

24. August: Unabhängigkeitstag der Ukraine. Die AWO und weitere Projektpartner nehmen das Datum zum Anlass, um mit Geflüchteten aus der Ukraine ins Gespräch zu kommen und mehr über das Land zu erfahren, das nunmehr seit sechs Monaten den Angriffen Russlands ausgesetzt ist.

Dazu haben die Quartiershalle in der KoFabrik, das Theater Löwenherz und die ukrainische Initiativgruppe Bochum mit Unterstützung des AWO Kreisverbands ein vielfältiges Programm auf die Beine gestellt. So begrüßt zunächst AWO-Unterbezirksvorsitzender Serdar Yüksel die Gäste. Es folgt eine Tanzperformance „Der Beginn des Krieges“, bevor die „unbekannte Ukraine“ vorgestellt wird.

Gesang und Musik aus der Ukraine runden das kulturelle Programm ab. Es moderieren Hendrik Becker vom Theater Löwenherz sowie Übersetzerin Natalya Lubenska.

Offene Bühne und ganz viele Infos

Ukrainisches Essen, eine offene Bühne, ein Flohmarkt und Info-Stände rund um unterschiedliche Hilfsinitiativen für ukrainische Menschen sind ebenso geplant. Beginn ist um 17 Uhr an der KoFabrik, Stühmeyerstraße 33, Ende gegen 19 Uhr. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Das Programm findet zweisprachig statt.

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Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
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Ticket-Paten machen Bedürftige weiter mobil

Halbzeit für das 9-Euro-Ticket – Zeit für Bufdi Lukas Drees, ein kleines Zwischenfazit zu ziehen.

„Wir haben 140 Tickets an die Menschen in unseren Gemeinschaftsunterkünften ausgegeben. Damit konnten wir 140 Personen zusätzlich mobil machen“, blickt er auf die vergangenen gut sechs Wochen zurück.

Im Mai rief die AWO in Bochum dazu auf, „Ticket-Pate“ zu werden. Die Idee: Interessierte spenden einen Betrag zwischen 9 und 27 Euro oder höher, finanzieren damit einem wohnungslosen oder geflüchteten Menschen aus den Bochumer Gemeinschaftsunterkünften der AWO das 9-Euro-Ticket für bis zu drei Monate.

Mobilität ist Grundlage für gesellschaftliche Teilhabe.

„Wir waren beeindruckt von der Solidarität, konnten uns über zahlreiche Spendeneingänge freuen“, berichtet Lukas Drees, der als Bundesfreiwilligendienstleistender (Bufdi) im AWO-Stadtbüro die Projekt-Koordination übernommen hat. „27 Euro sind für die Zielgruppe immer noch viel Geld. Dabei ist Mobilität Grundlage für gesellschaftliche Teilhabe. Wir freuen uns daher, dass die Ticket-Aktion bisher so gut angekommen ist, wir die Menschen unterstützen konnten.“

Auch für August sind wieder rund 70 Tickets für die Unterkünfte Höntroper Straße, Am Nordbad und Herzogstraße vorgesehen. Weitere Spenden sind daher mehr als willkommen auf das Konto der AWO Bochum, IBAN: DE75 4305 0001 0001 2088 18, BIC: WELADED1BOC, Stichwort: Wohnungslosenhilfe.

Zur Ausstellung einer Spendenquittung ist die Angabe der Adresse im Verwendungszweck notwendig.

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Wohnstätte heißt jetzt Christel-Mannke-Haus

Einrichtung der AWO Ruhr-Mitte nach früherer Vorsitzenden und Bürgermeisterin benannt. Feierliche Namensgebung war verbunden mit kleinem Fest im Garten.

Für Christel Mannke war die Wohnstätte Am Mühlenbach Herzensangelegenheit. Noch heute erinnern sich Bewohner*innen und Mitarbeitende aus der Einrichtung gerne an die Zeit mit der einstigen Bürgermeisterin und AWO-Vorsitzenden zurück. Kein Wunder also, dass die Wohnstätte jetzt ihren Namen trägt: Christel-Mannke-Haus.

Sie warb nicht nur für unsere Werte Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit, sie lebte sie auch vor.

„Christel Mannke engagierte sich in der Politik, sie stand für ihre Überzeugungen ein, sie warb nicht nur für unsere Werte Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit, sie lebte sie auch vor – so hier in der Wohnstätte Am Mühlenbach“, sagte Serdar Yüksel, Vorsitzender der AWO Ruhr-Mitte, bei der feierlichen Namensgebung. „Die Anliegen der Bewohnerinnen und Bewohner lagen ihr ganz besonders am Herzen, hier setzte Christel ein starkes Zeichen für gesellschaftliche Teilhabe. Unser Auftrag ist es daher, ihr Andenken nicht nur zu bewahren, sondern es als Motivation zu begreifen, Menschen mit Behinderung einen Platz in der gesellschaftlichen Mitte zu verschaffen.“

Sichtbare Erinnerung an Christel Mannke ist nun auch ein neues Schild im Eingangsbereich der Wohnstätte. Es zeigt nicht nur ein Foto von ihr, sondern beinhaltet außerdem eine kurze Vita. Geboren 1940 in Herne, gehörte sie von 1975 bis 1989 der Bezirksvertretung Herne-Mitte an. Danach war sie Stadtverordnete im Rat der Stadt Herne, Bürgermeisterin von 1991 bis 1999. 1989 bekam Christel Mannke den Ehrenring der Stadt Herne verliehen. Über 45 Jahre war sie Mitglied von SPD und AWO, darunter sieben Jahre als Kreisvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt in Herne. Sie starb 2017.

Gelato und Italo-Hits

Verbunden war die Namensgebung mit einem kleinen Fest für Bewohner*innen und Angehörige im Garten Am Mühlenbach. Vor der Rede von Serdar Yüksel begrüßte Einrichtungsleiterin Anna Plambeck die Gäste. Grüße der Stadt Herne richtete Bezirksbürgermeister Uwe Purwin aus. Kaffee, Kuchen und der Eiswagen sorgten für kulinarische Highlights. Richtig gute Stimmung gab es mit dem Gesangsduo Domenico DeAngel und Andrea TiAmo – von Italo-Pop bis deutsche Schlager.

Mit Bettina Saborowski und Kai Mannke nahmen auch die Kinder von Christel Mannke an der Veranstaltung teil. Sohn Kai setzt als Vorsitzender des AWO Ortsvereins Herne-Mitte gar die Tradition des Engagements in der Arbeiterwohlfahrt fort.

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Im Einsatz für Menschen aus Südosteuropa

Ilter Altunbas (li.) und Alexandru Dan Balan helfen bei der Integration in den Arbeitsmarkt.

Deutschland ist Einwanderungsland. 2021 sind rund 329 000 Personen mehr nach Deutschland zu- als fortgezogen. Zu den größten Gruppen in der Zuwanderung zählen Menschen aus Bulgarien, Rumänien und der Türkei.

Grund genug für die AWO Ruhr-Mitte und ihre Tochtergesellschaft bobeq, spezielle Beratungsformen für diese Zielgruppen anzubieten.

So ist Ilter Altunbas in Bochum und Wattenscheid unterwegs, um Zuwanderer*innen aus Südosteuropa bei ihrer Integration in den Arbeitsmarkt zu unterstützen – denn oft kommt hier eine Vielzahl von Problemen zusammen, die genau das erschweren. „Vor allem die Sprachbarriere stellt eine große Herausforderung dar“, berichtet er aus der Erfahrung.

Vor allem die Sprachbarriere stellt eine große Herausforderung dar.

Probleme wie fehlender Versicherungsschutz oder ausbeuterische Arbeits- und Wohnverhältnisse kommen hinzu bzw. resultieren daraus. „Oftmals werden leider viel zu viele Migranten auf zu kleinem Raum zusammen untergebracht. Diese Konzentration macht einen Integrationsprozess fast unmöglich – und es kommt zu den bekannten Problemen mit der Nachbarschaft.“

Auch Alexandru Dan Balan kennt das. Er ist für die bobeq in Herne am Start, kam selbst erst vergangenes Jahr aus Rumänien nach Deutschland. Versorgungssituationen sicherstellen, Teilhabe etwa in Kitas, Schulen und Vereinen ermöglichen, soziale Absicherungen schaffen, Hilfen in unterschiedlichen Lebenslagen vermitteln – seine tagtäglichen Aufgaben, um Menschen in Arbeit zu integrieren. „Anfangs bin ich aktiv auf die Zielgruppen zugegangen, inzwischen kommen sie fast selbstverständlich zu mir ins Büro. Viele Probleme können wir nicht ad hoc lösen. Aber es ist für die Menschen wichtig zu wissen, dass es uns gibt, dass sie Möglichkeiten haben, etwas an ihren Lebensverhältnissen zu verbessern.“

Es ist für die Menschen wichtig zu wissen, dass es uns gibt.

Dabei sind es nicht selten nur kleine Hindernisse, die dem im Weg stehen. Dazu zählen zum Beispiel unflexible Sprachkursangebote. „Wer tagsüber, und dass an mehreren Tagen in der Woche, zum Integrationskurs gehen muss, kann nicht arbeiten. Das reißt ein Loch in den Geldbeutel, daher verzichten viele darauf. Hier muss es individuellere Angebote geben“, schildern beide Sozialarbeiter unisono.

Bis März 2023 ist ihr Projekt angelegt. Inzwischen ist die Beratung ukrainischer Menschen hinzugekommen – eine neue Herausforderung, die Ilter Altunbas und Alexandru Dan Balan auch noch angehen werden.

Das Projekt wird unterstützt durch das Land Nordrhein-Westfalen und den Europäischen Sozialfonds/REACT-EU als Teil der Reaktion der Union auf die COVID-19-Pandemie.

Kontakt:

Ilter Altunbas / Bochum
Schulstr. 16
44866 Bochum
Tel. 0234 54290423 / 0151 58369985
E-Mail i.altunbas@bobeq.de

Alexandru Dan Balan / Herne
Horsthauser Str. 166
44628 Herne
Tel. 0151 61092256
E-Mail a.danbalan@bobeq.de

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Ukraine-Krise: Buch soll beim Ankommen helfen

Dr. Thorsten Zisowski, Natalia Lubenska, Ethem Yilmaz und Serdar Yüksel stellen das Buch vor.

„Sprache öffnet Türen“, weiß Ethem Yilmaz. Und das ist gerade jetzt besonders nötig, in einer Zeit, in der erneut viele Geflüchtete in Deutschland und Bochum ankommen, hier Fuß fassen wollen. Daher hat der Verleger einen neuen Sprach- und Integrationsbegleiter in ukrainischer und deutscher Sprache herausgegeben.

Unterstützt und gefördert wird das Projekt von der USB Bochum GmbH und der AWO Ruhr-Mitte, so dass die Ausgabe Interessierten kostenlos zur Verfügung gestellt werden kann.

Ethem Yilmaz kennt sich aus: seit vielen Jahren schon setzt er sich für die Migrationsgesellschaft ein. 1952 in Ankara geboren, zog er als junger Erwachsener nach Deutschland, wo sein Vater bereits arbeitete. Er kennt die Probleme von Einwanderer*innen also auch aus eigener Erfahrung. Sein Schaffen seitdem klingt wie eine Zeitreise durch die Migrationsgeschichte der Bundesrepublik: zuerst legte er türkisch-deutsche Bücher auf, dann folgten Arbeiten mit persischen, polnischen, serbischen, arabischen und englischen Vokabeln – jetzt also das erste Buch ukrainisch.

Ich komme aus einer Bergbau-Region, lebe jetzt im Ruhrgebiet. Das passt.

Für die Übersetzung waren diesmal Julia Schmidt, Olena Zyma und Natalia Lubenska verantwortlich. Ähnlich wie Ethem Yilmaz vor 50 Jahren, brachte vor allem Natalia Lubenska ihre eigene Vita mit ins Projekt. Sie selbst ist erst vor drei Monaten nach Deutschland geflüchtet, wurde zur „Aussiedlung gezwungen“, wie sie es in ihren eigenen Worten sagt. Doch brachte sie die nötige Expertise mit. In Donezk studierte sie Germanistik, arbeitete viele Jahre mit Unternehmen aus dem Ruhrgebiet zusammen. „Ich komme aus einer Bergbau-Region, lebe jetzt im Ruhrgebiet. Das passt also“, schildert sie.

Ihr Sohn konnte mir ihr nach Bochum kommen, auch ihre Nichte lebt jetzt hier. Viele Verwandte sind in Donezk geblieben, können nicht mehr flüchten. „Eine schlimme Situation“, betont Natalia Lubenska, die sich in die Arbeit stürzte – ein Buch-Projekt, das ihr am Herzen lag.

Das Buch macht das Leben leichter.

„Das Buch macht das Leben leichter“, erklärt Ethem Yilmaz, was es aus- und besonders macht, von Standard-Übersetzungen abweichen lässt. „Man lernt im Gebrauch natürlich die Sprache an sich, hat jedoch auch immer situative Ausdrucksformen zur Hand: Was sage ich beim Arzt? Was sage ich bei einer Behörde? Welche Redewendungen gibt es in Deutschland, an die ich mich vielleicht erst noch gewöhnen muss? Wir haben das alles einfach und für den täglichen Bedarf zusammengefasst.“ Hinzu kommen Daten, Fakten und Tipps über Leben und Kultur in Deutschland, historische und politische Zusammenhänge.

Das alles wissen auch die Projektpartner zu schätzen. Die AWO Ruhr-Mitte betreut drei Einrichtungen für Geflüchtete in Bochum, davon eine allein für Menschen aus der Ukraine. „Die Erfahrung zeigt, dass Menschen in erzwungener Flucht nicht schnell zurückkehren können. In Bochum leben inzwischen rund 3000 Menschen aus der Ukraine, nicht wenige werden sich eine zweite Heimat aufbauen. Ein literarischer Alltagshelfer ist daher umso wichtiger, wenn es darum geht, nicht nur Fuß zu fassen, sondern tatsächlich anzukommen und wohlmöglich zu bleiben“, sagt Serdar Yüksel, Vorsitzender der AWO Ruhr-Mitte.

Auch für die USB Bochum GmbH lag die Unterstützung nah. Das Unternehmen konnte etwa das Thema Umwelt mit erarbeiten, hatte vorab Erfahrung gesammelt über das hauseigene Bildungsprogramm zu Abfallberatung und Umweltschutz in vielen Sprachen. USB-Geschäftsführer Dr. Thorsten Zisowski ist beeindruckt davon, wie schnell das Team um Ethem Yilmaz das Buch vorlegen konnte: „Etwas so Durchdachtes und Umfassendes in so kurzer Zeit zur Verfügung zu stellen, ist bemerkenswert – und es wird hoffentlich genauso schnell dabei helfen, Türen zu öffnen.“

Ausgelegt und abzuholen

Das Buch wird an zahlreichen öffentlichen Stellen ausgelegt, kann dort mitgenommen werden. Es ist außerdem erhältlich im AWO-Stadtbüro, Bleichstraße 8: werktags zwischen 9.30 und 17 Uhr.

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Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
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Armut im Ruhrgebiet: AWO fordert Unterstützung

„Die Armutszunahme in NRW ist besorgniserregend“, betont Serdar Yüksel, Vorsitzender der AWO Ruhr-Mitte. „Besonders im Ruhrgebiet steigen die Zahlen immer weiter, es gehört bundesweit zu den absoluten Problemzonen. Das Ausmaß ist so nicht länger tragbar.“

Serdar Yüksel bezieht sich bei seinen Ausführungen auf aktuelle Zahlen, die jetzt auf Grundlage des Statistischen Bundesamts erschienen sind. Mit 18,7 Prozent ist die Armutsgefährdungsquote in NRW demnach im Vorjahresvergleich (17,6) nochmals angestiegen. Bundesweit liegt die Quote bei 16,6 Prozent, im Ruhrgebiet sogar bei 21,1 Prozent.

Es braucht seitens der Politik nun dringend Instrumente, die diese Abwärtsspirale stoppen.

„Schon vor Corona hatte die steigende Armut im Ruhrgebiet eine besondere Dynamik angenommen. Durch die Pandemie ist diese Entwicklung jetzt noch einmal verstärkt worden“, schildert der AWO-Vorsitzende. „Hinzu kommt noch die Ukraine-Krise mit steigenden Preisen in vielen Bereichen, die das alltägliche Leben der Menschen betreffen. Es braucht seitens der Politik nun dringend Instrumente, die diese Abwärtsspirale stoppen“, fordert Serdar Yüksel.

Damit meint die AWO Ruhr-Mitte etwa kurzfristig helfende Instrumente wie eine Deckelung der Energiepreise und weitere Unterstützungen in diesem Bereich für Menschen, die auf Hilfsleistungen angewiesen sind. Dazu gehören nicht zuletzt Rentnerinnen und Rentner mit Anspruch auf Grundsicherung sowie Studentinnen und Studenten, die zusätzlich zum Bafög Leistungen brauchen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern.

Armut nachhaltig bekämpfen

„Wir fordern vor allem von der neuen Landesregierung aber auch, die Armut im Ruhrgebiet endlich nachhaltig anzugehen - mit Maßnahmen zur Schaffung existenzsichernder Arbeitsplätze und Investitionen in soziale Angebote vor Ort“, sagt Serdar Yüksel.

„Armut wird inzwischen ganz oft vererbt. Wir müssen also bereits bei den Kindern ansetzen und Kita-Gebühren abschaffen, Offene Ganztagsschulen auskömmlich finanzieren sowie niederschwellige Anlaufstellen für Kinder, Jugendliche und Familien schaffen oder ausbauen, um sie gezielt zu fördern und zu beraten. Schwarz-Grün ist jetzt in der Pflicht, dem Armutsbericht nicht erneut ein politisches Armutszeugnis folgen zu lassen.“

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Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
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Kita-Kinder kennen sich jetzt aus im und mit dem Wald

Die Kids der AWO Kita Hermannstraße sind jetzt „Waldkönner“ – weil sie ganz viel kennen rund um den Wald, Flora und Fauna, und wie man ihn schützen kann. Dafür gab es jetzt auch das offizielle Zertifikat durch die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald in NRW.

Das Bochumer Familienzentrum gehört damit zu den ersten Einrichtungen landesweit, die diese Auszeichnung erhalten haben.

„Wir haben ein großes Außengelände, uns viel mit Themen wie Natur und Umwelt beschäftigt. Als wir dann erstmals in den Wald gegangen sind, bekamen die Kinder noch einmal einen ganz neuen Input“, berichtet Erzieherin Jennifer Paul, die das Projekt der Waldkönner in der AWO Kita betreut.

Mit jedem Besuch mehr Spaß daran gefunden, das Unbekannte kennenzulernen.

„Der Wald war vielen Kindern anfangs ziemlich unbekannt“, schildert Jennifer Paul weiter. „Mit jedem Besuch haben sie jedoch mehr Spaß daran gefunden, das Unbekannte kennenzulernen und zu erforschen.“

So fährt sie seit März zweimal im Monat mit einer Gruppe von Kindern entweder nach Querenburg oder in den Weitmarer Holz. Was den Mädchen und Jungen dabei besonders aufgefallen ist? „Dass der Wald teilweise ganz schön dreckig ist“, sagt die Pädagogin.

Auch darum geht es den Waldkönnern – einen Bezug zur Natur entwickeln, um sie zu schützen. „Nur zu dem, was man kennt, entwickelt man auch eine Bindung und damit die Motivation, sich dafür einzusetzen“, weiß Gerhard Naendrup, Geschäftsführer der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, der das Zertifikat der Waldkönner in der Kita übergab.

Nur zu dem, was man kennt, entwickelt man auch eine Bindung.

Für zwei Jahre ist die Auszeichnung nun gültig. Bis dahin gehen die Kinder weiter fleißig in die Natur, bekommen einen spielerischen Bezug zum „Grün“ im Stadtgebiet. Damit das nachhaltig gelingt, werden die begleitenden Pädagoginnen speziell geschult, auch das gehört zur Zertifizierung dazu.

Fürs kommende Jahr plant die Kita Hermannstraße sogar noch ein besonderes Projekt. „Wir beteiligen uns seit vielen Jahren am Stadtputz. Diesmal machen wir daraus einen Waldputz“, kündigt Jennifer Paul an, das von den Kindern festgestellte Problem auch direkt praktisch anzugehen.

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Arbeitslosenreport: Deutsche Männer bevorzugt?

Die Bochumer AG Wohlfahrt sagt: Geförderte Beschäftigung muss allen Menschen gleiche Chancen bieten.

Der aktuelle Arbeitslosenreport der Freien Wohlfahrtspflege NRW zeigt, dass die geförderte Beschäftigung nach § 16i SGB II aktuell nur einen Bruchteil der arbeitslosen Langzeitleistungsbeziehenden erreicht. Laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit sind dies nur vier Prozent. Aus Sicht von Marc Schaaf, Sprecher der Freien Wohlfahrtspflege in Bochum, ist das deutlich zu wenig. Vor allem bei Frauen und Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit besteht Luft nach oben. Die Freie Wohlfahrtspflege in Bochum fordert zudem eine Verkürzung der im Gesetz verankerten zeitlichen Zugangsvoraussetzungen: Warum muss sich Arbeitslosigkeit erst verfestigen, bevor Fördermaßnahmen greifen?

Es hakt in der Umsetzung.

Wer vom Jobcenter zugewiesene Langzeitarbeitslose in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis einstellt, kann über den § 16i SGB II Förderung erhalten. „Eigentlich ein gutes Instrument, von dem beide Seiten profitieren. Aber es hakt in der Umsetzung“, schildert Marc Schaaf.

Ohnehin werden nur sechs Prozent (Stand Dez. 21) der Langzeitleistungsbeziehenden in Bochum überhaupt erreicht. In NRW sind das vier Prozent. Und wer ist das? Die Statistik der Bundesagentur für Arbeit belegt, dass deutsche Männer am meisten von dem Förderinstrument § 16 i SGB II profitieren. Mehr als die Hälfte der Langzeitleistungsbeziehenden in NRW sind jedoch Frauen (52,4 %). In der Gruppe der Geförderten wird deutlich, dass es hier im Jahr 2021 NRW-weit lediglich 36,7% waren, also nur rund ein Drittel. „Woran liegt das? Warum bekommen überwiegend deutsche Männer eine Förderung, die auf Grund ihrer Voraussetzungen ohnehin eine bessere Chance auf dem Arbeitsmarkt haben?“, fragt Marc Schaaf. Denn der Blick in die Statistik zeigt: Bei Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit ist die Diskrepanz noch verheerender als bei den Frauen. Ihr Anteil unter den Leistungsbeziehenden liegt in NRW bei 42 %. Unter den vom Jobcenter den Unternehmen zugewiesenen Menschen in NRW, sind sie mit einem Anteil von 15,7 % in der Förderung deutlich unterrepräsentiert.

Ein Förderprogramm mit so viel Potenzial muss alle Menschen mitnehmen.

Teilzeit, Kinderbetreuung oder Sprachförderung müssen mitgedacht und Teil des Programms werden, so die Forderung der Freien Wohlfahrtspflege in Bochum. „Es gibt Nachbesserungsbedarf! Ein Förderprogramm mit so viel Potenzial muss alle Menschen mitnehmen, unabhängig von Geschlecht oder Herkunft“, fordert Marc Schaaf für die AG Wohlfahrt.

Kritisch sieht der Sprecher der Freien Wohlfahrtspflege in Bochum auch die Dauer der Arbeitslosigkeit von mindestens sechs Jahren innerhalb der letzten sieben Jahre als Grundvoraussetzung. Dies müsse dringend deutlich verkürzt werden, zumal Zeiten wie Inhaftierung, Arbeitslosengeld I-Bezug oder Beschäftigung im Bundesfreiwilligendienst nicht einmal mitzählen.

Je länger Arbeitslosigkeit dauert, desto schwieriger ist es, den Weg herauszufinden.

„Je länger Arbeitslosigkeit dauert, desto schwieriger ist es, den Weg herauszufinden. Warum müssen Menschen erst sechs Jahre arbeitslos sein, damit sie eine Förderung erhalten können, die eine wirkliche Chance bietet, auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen“, so Marc Schaaf. „Es ist gesellschaftlich sinnvoller und volkswirtschaftlich auch günstiger, die Förderung viel früher einzusetzen, damit über Jahre verfestigte Arbeits- und Hoffnungslosigkeit erst gar nicht entsteht und im Umkehrschluss vorhandene berufliche Kenntnisse nicht gänzlich verloren gehen.“

Zum Arbeitslosenreport NRW: Regionale Zahlen online verfügbar

Der Arbeitslosenreport NRW ist ein Kooperationsprojekt der Freien Wohlfahrtspflege NRW mit dem Institut Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen. Er erscheint mehrmals jährlich. Basis sind Daten der offiziellen Arbeitsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit. Hinzu kommen Kennzahlen zu Unterbeschäftigung, Langzeitarbeitslosigkeit und zur Zahl der Personen in Bedarfsgemeinschaften, um längerfristige Entwicklungen sichtbar zu machen. Der Arbeitslosenreport NRW sowie Datenblätter mit regionalen Zahlen können im Internet heruntergeladen werden.

www.arbeitslosenreport-nrw.de

Zum Hintergrund:

Zur AG Wohlfahrt gehören: die AWO (Unterbezirk Ruhr-Mitte), der Caritasverband für Bochum und Wattenscheid, das Deutsche Rote Kreuz (Kreisverband Bochum), Der Paritätische (Kreisgruppe Bochum), die Innere Mission - Diakonisches Werk, das Diakoniewerk Gelsenkirchen und Wattenscheid und die Jüdische Gemeinde (Bochum, Herne, Hattingen). Damit ist die AG Wohlfahrt eine starke Stimme von rund 8.780 hauptamtlich Mitarbeitenden, die in den unterschiedlichsten sozialen Bereichen vor Ort tätig sind. Hinzu kommen rund 2.840 ehrenamtlich Helfende, die die Verbände zusätzlich unterstützen.

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Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
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Zusammen feiern beim Bochumer Stadtpicknick 2022

Foto: Bochum Marketing, Sascha Kreklau.

Bochum feiert beim Stadtpicknick 2022: Auch die AWO ist am Sonntag, 19. Juni, von 11 bis 18 Uhr mit vier Ständen dabei.

Auf einer Strecke von rund zwei Kilometern sorgen Vertreter von 100 lokalen und internationalen Vereinen für ein vielfältiges Programm aus Kultur und Kulinarik – so bunt wie Bochum selbst. Dazu werden Westring, Südring, Massenbergstraße, Bongardstraße und Willy-Brandt-Platz für Angebote und Besucher*innen gesperrt – die Bogestra bietet an diesem Tag eine kostenlose An- und Abreise. Auch der Einzelhandel und die Gastronomie in der Innenstadt feiern mit und starten ab 13 Uhr einen verkaufsoffenen Sonntag. Das spektakuläre Bild der Festmeile runden 700 eigens für das Stadtjubiläum hergestellte Bierzeltgarnituren ab.

Statement "setzen" für Vielfalt

Die AWO bietet in vier von 140 Festzelten auf dem Südring (Offizielle Veranstalterkarte: Sektor C/Bereich M) Infos und Angebote. So lädt die Offene Ganztagsbetreuung der Grundschule In der Vöde zum Kinderschminken ein. Die AWO Bochum informiert über ehrenamtliche Möglichkeiten und präsentiert sich unter dem Motto „Wir l(i)eben bunt“. Wer möchte, kann auf der Regenbogenbank ein Statement für Vielfalt „setzen“ und ein Erinnerungsfoto vom Stadtfest direkt mitnehmen.

Außerdem gestaltet die AWO zusammen mit den Kindern auf dem Fest ein digitales "WIRmelbild" mit Motiven der Stadt Bochum - gemalt wird vor Ort, die fertige Collage gibt es dann kurz darauf online.

Das Fanprojekt rundet die AWO-Aktionen ab: standesgemäß auf saftigem „Grün“ können sich Besucher*innen ein Bild machen vom Erich-Gottschalk-Platz, wie er erschlossen werden soll und wie das Fanprojekt daraus einen Lern- und Erinnerungsort gestalten möchte. Erich Gottschalk war Mannschaftskapitän von Hakoah Bochum, eine jüdische Fußballmannschaft, die 1938 Deutscher Meister der jüdischen Fußballliga wurde. Fast die gesamte Mannschaft wurde später von den Nationalsozialisten ermordet. Das Vereinsheim befand sich einst in der Nähe des Erich-Gottschalk-Platzes an der Castroper Straße.

Wir freuen uns auf einen ereignisreichen Tag mit vielen guten Gesprächen.

„Wir freuen uns auf einen ereignisreichen Tag mit vielen guten Gesprächen“, kündigt Bochums AWO-Vorsitzende Susanne Berke an. „Das Stadtpicknick sollte ja schon 2021 der Höhepunkt der Jubiläumsfeierlichkeiten zum 700-jährigen Bestehen der Stadt Bochum sein. Im gleichen Jahr wurde die AWO in Bochum 100. Umso schöner, dass wir das Doppel-Jubiläum jetzt zusammen nachfeiern können.“

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Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
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Wattenscheider Kulturnacht bietet buntes Programm

Endlich wieder Wattenscheider Kulturnacht: Nach einer corona-bedingten Pause und einer digitalen Auflage findet das Event am Freitag, 24. Juni, wieder in Präsenz statt.

Elf Akteure und die Stadt Bochum beteiligen sich in diesem Jahr an der 13. Auflage. Los geht’s um 17.45 Uhr mit Bezirksbürgermeister Hans-Peter Herzog vor der Alten Kirche. Das Programm zieht sich dann auf der historisch-kulturellen Achse über die Stadtbücherei im Gertrudiscenter bis zur Propsteikirche. Erstmalig bespielt wird das neu gestaltete Gelände der früheren Zeche Holland.

Kultur gemeinsam genießen

„Die Wattenscheider Kulturnacht ist inzwischen eine kleine Institution geworden. Nach der Corona-Zeit freuen wir uns daher jetzt besonders darauf, endlich wieder in diesem Rahmen zusammenzukommen. Ob Literatur, Malerei oder Musik: Kultur verbindet, und das wollen wir in diesem Jahr wieder gemeinsam genießen“, kündigt Mustafa Calikoglu an, der für das CentrumCultur der AWO zum Organisationsteam gehört.

Zum Programm: Um 18 Uhr gibt es Georges Bizets Oper „Carmen“ mit der VHS Bochum (Alte Kirche). Es folgen um 19 Uhr die Junge Chorgemeinschaft (Propsteikirche) und parallel eine Hommage an Heinz Ehrhardt (Stadtbücherei) bzw. Improvisationstheater „DelikatEssen“ (Alte Kirche). Zwischen Alter Markt und Zeche Holland gibt es ab 20 Uhr orientalische Musik, am Holland-Turm folgen Artistik mit dem Watt’n Zirkus, Rock mit „Unerhört“ und das Jugendkulturprojekt X-Vision. Die Geschichte der Zeche wird ab 20 Uhr in der Bücherei erläutert. „Karmakind“ vom Forum GemI, Gemeinsam für Integration, rundet den Abend ab.

Hier geht's zum Flyer.

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Gemeinsam das perfekte Ehrenamt finden

Die Seniorenbüros der Stadt Bochum laden ein zum Ehrenamtskompass für alle, die sich engagieren möchten, aber noch nicht wissen, welches Betätigungsfeld das richtige ist. Auch das Seniorenbüro Südwest beteiligt sich daran.

Ein dreitägiger Workshop unterstützt Interessierte dabei herauszufinden, welches Ehrenamt zu ihnen passt. Sie gewinnen dabei einen Überblick über ihre Stärken und Interessen, sie entdecken aktiv, was sie gerne machen, um das Engagement bewusst in den Ruhestand zu integrieren.

Ehrenamt soll Spaß machen.

„Mit abwechslungsreichen und kreativen Methoden werden wir die Teilnehmenden auf dem Weg zum perfekten Ehrenamt begleitet“, kündigt Ulrike Gaus, AWO-Mitarbeiterin im Seniorenbüro Südwest, an. „Im Laufe des Workshops erhalten alle das Rüstzeug, um gut in ein Ehrenamt zu starten, das ausfüllt und Freude bereitet. So wollen wir zusammen vermeiden, dass Einsatzgebiete mehrfach gewechselt werden müssen, was frustrierend sein kann. Ehrenamt soll schließlich Spaß machen und allen Beteiligten etwas bringen.“

Jetzt anmelden

Der Workshop findet am Freitag, 15. Juli, von 16 bis 20 Uhr und dann noch einmal am Samstag und Sonntag, 16. und 17. Juli, jeweils von 10 bis 17 Uhr im Seniorenbüro Südwest, Hattinger Straße 811, in Bochum-Linden statt. Anmeldungen nimmt das Seniorenbüro sehr gerne bis zum 24. Juni unter Tel. 0234 588 68 555 oder über u.gaus@awo-ruhr-mitte.de per E-Mail entgegen.

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Neue Geräte sorgen für große Augen bei den Kleinen

Erzieher Leonhard Winkel (li.), Marcel Müller (Stadtwerke Bochum) sowie Reiner Ziesch (Vorsitzender) und Sven Nowak (stellv. Vorsitzender) vom Förderverein der Kita freuen sich mit den Kindern über das neue U3-Klettergerüst.

„Wir wollen auch den Kleinen Großes bieten“, sagt Heike Blotenberg. Deswegen hat die AWO Kita Am Schamberge jetzt auch zum großen Wurf angesetzt und mit einer Förderung als Zukunftsprojekt der Stadtwerke Bochum das Außengelände neugestaltet.

Dazu zählen etwa ein Klettergerüst und Sitzmöglichkeiten für die U3-Kids, ein Indianer-Zelt, eine Matsch-Küche, eine Wetterstation und Holz-Ponys.

Wichtige Bausteine: Natur und Umwelt

„Natur und Umwelt sind sehr wichtige Bausteine unserer pädagogischen Arbeit. Unser Außengelände hat neben einem Schafstall, in dem drei Tiere leben, auch einen Bienenstock sowie Kräuter-, Beeren- und Gemüsegärtchen“, schildert Kita-Leiterin Heike Blotenberg. Die neuen Geräte sind daher nicht nur die perfekte Ergänzung für die 18 U3-Kinder, sondern auch für die Gesamtkonzeption rund um die tiergestützte, nachhaltige Pädagogik.

„Die Kinder hatten sich eigentlich echte Ponys gewünscht. Das ist leider nicht umsetzbar. Aber mit den Holzponys samt Balken zum Anleinen der Holztiere, steht dem Rollenspiel mit viel Kommunikation und Interaktion, mit fantasievollem Striegeln, Satteln und dem Ausritt nichts mehr im Wege“, sagt Heike Blotenberg.

Für Erfolgserlebnisse sorgen

Auch das neue U3-Klettergerüst ist pädagogisch wertvoll. „Die Spielgeräte für die älteren Kinder können die jüngeren leicht überfordern. Die Geräte zum Balancieren und Ausprobieren für die Kleinen sorgen jedoch für Erfolgserlebnisse, die sie in ihrer Entwicklung bestärken“, erklärt Erzieher Leonhard Winkel.

„Kinder sind unsere Zukunft“, lautet ein Motto der AWO Ruhr-Mitte. Das dachte sich auch der Förderverein der Kita und beantragte die Förderung zur Umgestaltung des Außengeländes als Zukunftsprojekt durch die Stadtwerke Bochum. Der Aufsichtsrat des Energieversorgers stimmte dem Antrag zu und machte so die Finanzierung möglich: rund 30.000 Euro flossen in die Neunanschaffungen – die Kleinen sagen ganz groß: „Dankeschön!“

Redaktion
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
E-Mail: c.becker@awo-ruhr-mitte.de

AWO Kita macht Theater zum Familienevent

„Es war einmal“ – unter diesem Motto lädt die AWO Kita Josephinenstraße am Samstag, 11. Juni, zum Familienevent rund um die Grundschule In der Vöde ein.

Der Förderverein der Kita aus Grumme und das Theater Traumbaum präsentieren dabei ab 15 Uhr „Die Himmelsleiter“, eine rasante Kinder- und Familienkomödie frei nach „Jack und die Bohnenranke“.

Dazu gibt es Popcorn, Kaffee und Kuchen sowie Gutes vom Grill. Der Eintritt kostet fünf Euro. Tickets gibt’s vorab bereits über foerderverein-josephinenstr@mailbox.org per E-Mail.

Darum geht’s in dem Familienstück: Eberhard und Mops haben ein Märchenbuch gefunden, „Jack und die Bohnenranke“. Darin wird erzählt, wie Jack eine Zauberbohne pflanzt, die bis in den Himmel wächst. Er klettert an ihr hoch und findet ein Huhn, das goldene Eier legt. Genau das Richtige für Eberhard uns Mops, bei denen das Taschengeld sowieso nie reicht. Sofort wird eine Bohne organisiert, eingepflanzt, gegossen, gehegt und gepflegt, aber nichts passiert. Also beschließen die beiden: „Wir kommen auch ohne Bohne in den Himmel zum Huhn, das goldene Eier legt.“ Die beiden lassen nichts unversucht, ob Flugzeug, Raumschiff oder Riesenkatapult, aber das Huhn bleibt in unerreichbarer Ferne. Bis Mops die „Himmelsleiter“ findet.

Was macht das Leben reicher?

„Die Himmelsleiter“ ist auf den ersten Blick ein sehr unterhaltsames und dynamisches Clownstheater für Kinder ab vier Jahren. In dem Stück geht es aber auch darum, ob nur Geld und Gold, also Konsum, glücklich machen, oder ob es nicht die kindlichen Fähigkeiten wie Fantasie und Kreativität sind, die das Leben bereichern. Das Stück läuft 50 Minuten.

Die Kita bedankt sich beim Autohaus Wicke, dem Kaffeeexpress Rhein Ruhr, der Bäckerei Lingemann, der Fleischerei Drees, bei Holzknecht und Krüger Gebäudedienste sowie bei Radio Bochum für die Unterstützung.

Redaktion
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
E-Mail: c.becker@awo-ruhr-mitte.de