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Kompromiss: OGS in Bochum bis 2026 abgesichert

Ein Junge rechnet mit einem Zahlenbogen

Bochums Eltern können aufatmen: In der Diskussion um die Finanzierung der Angebote in der Offenen Ganztagsbetreuung haben Stadt und Freie Wohlfahrtspflege eine Einigung erzielt, die dem Rat der Stadt Bochum am Donnerstag, 27. Juni, vorgelegt wird.

Stimmen die Ratsmitglieder zu, wären die Offenen Ganztagsschulen auch für die nächsten zwei Jahre abgesichert.

„Das Land NRW nimmt seine Verantwortung für die Finanzierung der OGS nicht wahr und setzt darauf, dass am Ende die Kommunen einspringen. Die Kommunen können nicht dauernd Ausfallbürge für das Land sein. Gleichzeitig wollen wir diesen Konflikt nicht auf dem Rücken der Kinder und ihrer Bildungschancen austragen. Deshalb gewährleisten wir, dass die OGS-Träger ihre Arbeit machen können“, so Schuldezernent Dietmar Dieckmann. Insgesamt rund 3,7 Millionen Euro für drei Jahre – also das zurückliegende und die beiden folgenden Schuljahre - werde die Stadt dafür zusätzlich in die Hand nehmen.

Mit dem Rechtsanspruch braucht es einen rechtlichen Rahmen auf Landesebene sowie eine auskömmliche Finanzierung.

Das verbesserte Angebot der Stadt Bochum an die Träger der Freien Wohlfahrtspflege macht nun die Fortführung möglich. „Die Stadt hat von Anfang an signalisiert, wie wichtig die Angebote in der Offenen Ganztagsschule sind. Durch die erzielte Einigung sind wir in der Lage, die jetzigen Angebote bis 2026 auch aufrecht zu halten“, berichtet Marc Schaaf, Sprecher der Freien Wohlfahrtspflege in Bochum, aus den Verhandlungen mit der Verwaltung.

Dann komme jedoch der Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz, zunächst ab der ersten Klasse, der dann sukzessive bis 2030 ausgebaut wird. „Bis dahin muss sich das Land definitiv bewegt haben. Es kann nicht sein, dass nur kommunale Lösungen dafür sorgen, den OGS-Betrieb zumindest aufrecht zu halten. Von einer Erweiterung des Angebots reden wir da erst gar nicht. Mit dem Rechtsanspruch braucht es einen rechtlichen Rahmen auf Landesebene sowie eine auskömmliche Finanzierung, die durch das Land dauerhaft sichergestellt wird“, appelliert Marc Schaaf an die Landesregierung, sich des Themas endlich anzunehmen.

Redaktion
Presseamt Stadt Bochum &
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
E-Mail: c.becker@awo-ruhr-mitte.de

Offener Ganztag unter Druck: Demo vorm Rathaus

Marc Schaaf.

„Das Land tut nix, die Stadt reagiert nicht ausreichend und die Eltern in Bochum stehen vor einem Desaster.“ So drastisch beschreibt Marc Schaaf, Sprecher der Freien Wohlfahrtspflege Bochum, die Situation rund um die Offenen Ganztagsschulen (OGS) in der Stadt.

„Seit vielen Jahren schon appellieren wir an die unterschiedlichen Landesregierungen in NRW, endlich ein Gesetzespaket zu schnüren, um die Offenen Ganztagsschulen konzeptionell in die Zukunft zu führen. Dazu gehören gesetzliche Mindeststandards für die Ausgestaltung des Angebots genauso wie eine auskömmliche Finanzierung“, schildert Marc Schaaf

„Mit der jetzigen schwarz-grünen Landesregierung ist der Austausch jedoch besonders schwierig. Sprich: Es gibt keinen. Der Ministerpräsident Hendrik Wüst stellt sich taub, hat die Worte ,Offene Ganztagsschule‘ gefühlt noch nie selbst in den Mund genommen.“

Damit können wir weder leben, noch überleben.

Das heißt konkret, dass den Trägern der Offenen Ganztagsschulen in Bochum allein in diesem Schuljahr rund 1,6 Millionen Euro im laufenden Betrieb fehlen. Fürs kommende Jahr prognostiziert die Freie Wohlfahrtspflege ein Defizit von rund 14 Prozent gerechnet auf die aktuell gezahlten Pauschalen pro Kind. „Damit können wir weder leben, noch überleben“, klagt Marc Schaaf, stellvertretend für fast alle Offenen Ganztagsschulen in Bochum. Neben den Trägern aus der Freien Wohlfahrtspflege schließt sich auch das Schulreferat der evangelischen Kirche den Ausführungen an.

Während andere Kommunen den Ausfall der Landesregierung ausgleichen, stocken in Bochum die Verhandlungen mit der Stadt. Verständlich in Zeiten klammer Kommunen, aber nicht zumutbar für die Träger. Denn was das am Ende fürs neue Schuljahr bedeutet, skizziert die Freie Wohlfahrtspflege so: „Frühbetreuungen stehen auf der Kippe, genauso die verlässliche Grundschule und es kann keine Angebote von externen Partnern mehr geben, die aktuell viele AGs stemmen. Spätestens um 15 Uhr müssten wir Betreuungen einstellen. Im schlimmsten Fall kommt es auch zu vollständigen Schließungen“, kündigt Marc Schaaf an.

Wir hoffen, dieses Signal wird gehört.

Um zu zeigen, wie dramatisch die Lage werden könnte, haben sich die Träger der Freien Wohlfahrtspflege in Kooperation mit dem Schulreferat der evangelischen Kirche dazu entschlossen, am Donnerstag, 13. Juni, keine Betreuungen in den Offenen Ganztagsschulen anzubieten. Der Termin fällt in die „Blackweek“, in der die Freie Wohlfahrtspflege in ganz NRW auf die miserable Ausstattung der sozialen Arbeit aufmerksam macht.

Vor dem Bochumer Rathaus werden die Mitarbeitenden, hoffentlich unterstützt von vielen Kindern und Eltern, außerdem um 14 Uhr eine Kundgebung organisieren. In diesem Rahmen werden Vertreter*innen der Träger noch einmal die Problematik genauer erläutern. Angefragt sind außerdem Politik und Stadtverwaltung, dazu Stellung zu nehmen. Für ein möglichst lautstarkes Warnsignal sorgt Musiker „Suppi Huhn mit den Kinderkönigen“. „Wir schlagen am Donnerstag Alarm, um zu zeigen, wie schlimm es wirklich werden kann. Wir hoffen, dieses Signal wird gehört und bitten auch alle Eltern um Unterstützung. Es geht uns darum, für die Kinder auch künftig bestmögliche Betreuungssituationen zu schaffen“, erklärt Marc Schaaf.

Redaktion
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
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AWO informiert: Alkohol? Weniger ist besser!

Aktionswoche Alkohol startet am 8. Juni. Auch die AWO Ruhr-Mitte informiert über Risiken und Unterstützungsmöglichkeiten für Betroffene und Angehörige.

Alkohol ist in Deutschland fast allgegenwärtig: In Restaurants, Kneipen, Gaststätten und Clubs, bei Sportveranstaltungen, auf Festivals, Stadtfesten, Empfängen, in der Werbung ... Und auch bei privaten Anlässen wie Familienfeiern und Treffen im Freundeskreis wird häufig Alkohol getrunken. Die damit verbundenen Risiken werden jedoch meist verdrängt oder nicht wahrgenommen. Auch die sozialen Folgen bleiben oft unbeachtet.

Prävention rückt in den Fokus

Mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen richtet sich die Aktionswoche Alkohol an eine breite Öffentlichkeit in ganz Deutschland. Sie zielt darauf ab, alle Menschen, die Alkohol trinken, über die damit verbundenen Risiken sowie mögliche Folgen zu informieren. Und sie regt an, über den eigenen Alkoholkonsum nachzudenken. In der Regel findet die Aktionswoche Alkohol unter dem Motto „Alkohol? Weniger ist besser!“ alle zwei Jahre statt. Dabei rückt die bundesweite Präventionskampagne jeweils einen wechselnden thematischen Schwerpunkt ins Blickfeld.

Unter der zentralen Fragestellung „Wem schadet dein Drink?“ stellt die Aktionswoche Alkohol vom 8. bis 16. Juni 2024 die Auswirkungen des Alkoholkonsums auf Dritte in den Fokus. Denn: Alkohol schädigt nicht nur die, die ihn trinken. Alkoholkonsum wirkt sich auch auf das soziale Umfeld und die Gesellschaft insgesamt aus. Betroffene finden sich in nahezu allen Lebensbereichen, beispielsweise in der Familie, am Arbeitsplatz, im Straßenverkehr oder bei Freizeitaktivitäten.

Offene Angebote bei der AWO Ruhr-Mitte

Auch die Suchtberatung der AWO Ruhr-Mitte ist in der Aktionswoche aktiv: Vor dem Seniorenbüro Südwest, Hattinger Straße 811, steht Mitarbeiter Jürgen Rupietta am Donnerstag, 13. Juni, von 14 bis 16 Uhr ganz unverbindlich als Ansprechpartner zur Verfügung. Außerdem gibt es bei ihm am Dienstag, 11. Juni, von 14 bis 18 Uhr und am Mittwoch, 12. Juni, von 12 bis 15 Uhr die Möglichkeit, eine offene Sprechstunde in der AWO-Geschäftsstelle an der Herzogstraße 36 zu besuchen. Anmeldungen sind nicht erforderlich.

Redaktion
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
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Tagespflege beim Tag der offenen Tür kennenlernen

Die Tagespflege der AWO Ruhr-Mitte an der Schulstraße lädt am 25. Mai ein zum „Tag der offenen Tür“.

Wer möchte, kann sich zwischen 12 und 16 Uhr ganz unverbindlich ein Bild von der Einrichtung machen, die 2023 vollständig saniert und auf den modernsten Stand gebracht worden ist – ganz im Sinne der Gäste.

„Am Tag der offenen Tür wollen wir ins Gespräch kommen: mit interessierten neuen Gästen und mit ihren Angehörigen. Denn oft ist das Angebot der Tagespflege gar nicht bekannt, obwohl es neben dem Pflegegeld noch ein eigenes Budget für die Tagespflege gibt. Wir bieten unseren Gästen Abwechslung in ihrem Alltag und den Angehörigen eine spürbare Entlastung in der Pflege ihrer Mütter oder Väter, ihren Großeltern oder ihrer Partnerinnen und Partner“, lädt Leiterin Michaela Niederstadt zum lockeren Kennenlernen ein.

Die Tagespflege steht auch für neue Lebensfreude.

Zur Beratung gibt es gerne auch ein Stück Kuchen und eine Tasse Kaffee, um den Tag der offenen Tür abzurunden. „Tagsüber versorgt, abends zu Hause: In der Tagespflege geben wir den Menschen die Möglichkeit, bis ins hohe Alter in der eigenen Häuslichkeit zu verbleiben, aktivieren und leisten Hilfe zur Selbsthilfe. Gäste treffen bei uns bekannte Gesichter, können sich austauschen. Sie werden versorgt, essen gemeinsam, verbringen Zeit zusammen, es entstehen neue Freundschaften. So steht die Tagespflege auch für neue Lebensfreude“, betont Michaela Niederstadt.

Termin & Kontakt:

Tag der offenen Tür in der AWO-Tagespflege im Berta-Odenthal-Haus

Samstag, 25. Mai 2024, von 12 bis 16 Uhr

Schulstraße 16

44866 Bochum

Tel. 02327/9293-11

E-Mail: tagespflege.bochum@awo-ruhr-mitte.de

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Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
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VfL-Fans gestalten Straßenbahnauffahrt

Graffiti-Projekt startet mit Info-Abend. 140 Meter Betonwand auf zwei Seiten am Stadion sollen künstlerisch gestaltet werden.

„Castroper Straße 145, das ist da, wo die Straßenbahn fast bis zum Strafraum fährt und wo der Grönemeyer singt. Das Bochumer Stadion, die vielleicht letzte Kultstätte der Bundesliga.“

Klaus Veltmann, Sky-Kommentator am 6. November 2021

Der VfL Bochum 1848 verfügt mit der Kultstätte Vonovia Ruhrstadion über eines der urbansten Stadien der Bundesliga. An Heimspieltagen können VfL-Fans ohne großen Aufwand über die Linien 308, 316 und 318 den bekanntesten Sehnsuchtsort der Stadt erreichen. Stadtauswärts vom Hauptbahnhof fahrend blicken Bochumer*innen kurz vor Erreichen des Stadions rechts und links auf zwei spitz zulaufende, knapp 140 Meter lange Betonwände. Mit dem Projekt „Der VfL und wir“ ermöglicht das Fanprojekt Bochum VfL-Fans diese Wände künstlerisch-kreativ zu gestalten – aus betongrau wird ein blau-weißes Kunstwerk.

Bochums blau-weiß löst betongrau ab

Graffiti ist eine kreative Ausdrucksform, die insbesondere auf Jugendliche und Fußballfans eine besondere Faszination ausübt. Mit den Wänden der Straßenbahnauffahrt, unmittelbar vor den Einlasstoren zur Ostkurve und zum Block A des Vonovia Ruhrstadions, ist es dabei in enger Kooperation mit dem Tiefbauamt der Stadt Bochum sowie der BOGESTRA gelungen, eine für VfL-Fans attraktive Fläche bereitzustellen.

VfL-Fans werden aktiv - planen, zeichnen und gestalten

Die VfL-Fans entscheiden selbst, wie die Straßenbahnauffahrt künstlerisch gestaltet wird: Indem sie Entwürfe beim Fanprojekt Bochum einreichen. Im Rahmen einer Infoveranstaltung am 25.04.2024 ab 19:00 Uhr in den Quartiershallen der KoFabrik wird die Projektidee präsentiert, ein Einblick in das Phänomen „Streetart und Fankultur“ gewährt sowie Zeichenvorlagen für Interessierte verteilt. Diese Zeichenvorlagen können von den Fans selbstständig bemalt werden und stehen Interessierten über die Internetseite www.fanprojekt-bochum.de als Download zur Verfügung. Aus den eingebrachten Entwürfen wählt im Spätsommer eine Jury bestehend aus VfL-Fans, Vertreter*innen des VfL Bochum 1848 sowie der Kooperationspartner*innen und Zuwendungsgeber*innen, einen Gestaltungsentwurf aus. Dieser wird als Grundlage für die Gestaltung dienen.

Die Mitwirkung der Fans geht weit über die Planungsphase hinaus. Unter Anleitung von zwei Kunstpädagogen legen die VfL-Fans selbst Hand an. Gemeinsam mit anderen VfL-Fans wird ihnen die Graffitikunst von Experten vermittelt, auf den großflächigen Betonwänden erhalten sie die Chance, ihre Skills zu verbessern.

„Der VfL und wir“ erfreut sich hoher Akzeptanz im Netzwerk Fußball

Bei dem Projekt steht die Netzwerkorientierung im Vordergrund. Es wird das Ziel verfolgt, dem Netzwerk zwischen VfL-Fans, dem VfL Bochum 1848, der Stadtgesellschaft und kommunalen Behörden neue Impulse zu geben und die Zusammenarbeit zu intensivieren. Das von den VfL-Fans erdachte und gestaltete Kunstwerk wird im Rahmen einer Vernissagefahrt mit der Straßenbahn eröffnet. Dazu werden wir alle Mitwirkenden einladen. Das Projekt beginnt am 25.04.2024 mit der Durchführung des Informationsabends, zu der das Fanprojekt Bochum alle am Projekt Interessierten und VfL-Fans herzlich einlädt.

Das Projekt „Der VfL und wir“ wird finanziert aus Mitteln des „Bochum-Fonds“, mit dem die Stadt Bochum gemeinnützige Quartiersprojekte und Aktionen in Bochum unterstützt, des „Pool zur Förderung innovativer Fußball- und Fankultur“ (PFiFF), ein Instrument der Deutschen Fußball Liga (DFL) e.V., das ausgewählte Projekte im Bereich Prävention & Sicherheit von und mit Fans ermöglichen soll, sowie des VfL Bochum 1848.

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Florian Kovatsch/ Fanprojekt Bochum &
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
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Jugendwerk der AWO Herne: Spannende Agenda für die nächsten Monate

Nach den Neuwahlen Ende 2023 hat sich das Jugendwerk der AWO Herne für dieses Jahr noch viel vorgenommen:

„Wir wollen sozialpolitische Forderungen mit lockeren Freizeitangeboten verknüpfen – und haben dafür eine spannende Agenda vorbereitet“, schildern die frisch gewählten Vorsitzenden, Berzan Gök und Arras Majeed, ihre Ambitionen für die kommenden Monate.

Konkret heißt das: Kinobesuche, Spielabende oder Kurse, etwa zur Selbstverteidigung, treffen auf thematische Diskussionen. Besonders mit dem Kampf gegen Kinderarmut will sich das Jugendwerk auseinandersetzen, auch die Europawahl im Juni rückt verstärkt in den Fokus – denn erstmals dürfen bereits 16-Jährige mit abstimmen. Ziel fürs Kreisjugendwerk (KJW) sei, das Prinzip Demokratie näherzubringen und Partizipationsmöglichkeiten auf unterschiedlichen Ebenen aufzuzeigen.

Ein offener Dialog, der die Gemeinschaft stärkt und kreative Impulse fördert – das ist unser Weg.

Nicht nur die Mitglieder sind dabei angesprochen, an den Aktionen des Jugendwerks teilzunehmen: „Zusätzlich zu den monatlichen Aktivitäten laden wir interessierte junge Menschen in Herne dazu ein, an den öffentlichen Vorstandssitzungen teilzunehmen und eigene Ideen zur Umsetzung einzubringen. Ein offener Dialog, der die Gemeinschaft stärkt und kreative Impulse fördert – das ist unser Weg, junge Menschen fürs Ehrenamt in der Stadtgesellschaft zu begeistern“, betonen Berzan Gök und Arras Majeed.

Seit vielen Jahren ist damit nun wieder ein Jugendwerk der AWO in Herne aktiv. Zum neu gewählten Vorstand zählen neben Arras Majeed und Berzan Gök Payman Al Hessen (stellv. Vorsitzender), Leander Alt, Keiwan Babakhani, Fatima Kubat und Mafas Ahmed Newsath (Beisitzer*innen) sowie Benedikt Leiße, Lilli Knop und Amelie Menges (Revision).

Interessen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen vertreten

Das Jugendwerk vertritt die Interessen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in- und außerhalb der AWO, macht auf ihre Rechte aufmerksam und bringt sich in politische Diskussionen und Entscheidungen ein. Mitglied werden können Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis zum 30. Lebensjahr.

Wer die Arbeit des KJW in Herne verfolgen und mehr über die regelmäßigen Angebote rechtzeitig erfahren möchte, folgt der Gruppe in den sozialen Medien auf Instagram und Facebook. Außerdem besteht die Möglichkeit, über jugendwerk@awo-herne.de per E-Mail Kontakt aufzunehmen.

Nächster Termin: Gründungsfeier des Jugendwerks unter dem Motto: "COME & MEET US" - am Freitag, 15. März, ab 18 Uhr im Karl-Hölkeskamp-Haus an der Breddestraße 14.

Redaktion
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Seite an Seite solidarisch von Bochum bis Herne

Über 5000 Menschen Seite an Seite für Demokratie und Menschlichkeit: Die Menschenkette zwischen den Rathäusern von Bochum und Herne war ein eindrucksvolles Zeichen gegen Hass und Hetze.

„Auch wenn die Kette hier und da nicht ganz geschlossen war, gab es anderswo Stellen, an denen sich die Menschen in größeren Gruppen trafen. Insofern freuen wir uns, dass sich so viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserem Aufruf angeschlossen, sich solidarisch gezeigt haben, den menschenverachtenden Plänen der Rechtsextremen entgegenzutreten“, blickt Marc Schaaf, Sprecher der AG Wohlfahrt Bochum, zurück.

Bei uns haben rechtsextreme Tendenzen keinen Platz.

So waren zunächst einmal die Mitarbeitenden der Freien Wohlfahrtspflege mit Migrationshintergrund angesprochen, die Kette zwischen Bochum und Herne zu schließen. „Wir wollten so zeigen, wie viele Menschen eigentlich betroffen wären und uns fehlen würden, könnte sich durchsetzen, was die Rechte in Potsdam artikuliert hat“, betont Marc Schaaf. Neben vielen Bürgerinnen und Bürgern, die sich solidarisch in die Kette einreihten, waren es die Oberbürgermeister von Bochum und Herne, Thomas Eiskirch und Dr. Frank Dudda, die sich auf der Stadtgrenze die Hand reichten.

„Natürlich nehmen wir auch an der Menschenkette teil, denn bei uns haben rechtsextreme Tendenzen keinen Platz. Bochum gehört allen Menschen, die hier leben. Wir akzeptieren nicht, dass Bürgerinnen und Bürger, dass Familien, dass sogar Kinder Angst davor haben müssen, von hier vertrieben zu werden“, sagte Thomas Eiskirch.

Wir stehen im Ruhrgebiet für Solidarität, Offenheit und Toleranz.

Dr. Frank Dudda ergänzte: „Wir stehen im Ruhrgebiet für Solidarität, Offenheit und Toleranz. Ich freue mich, dass so viele Menschen mit ihrer Teilnahme an der Menschenkette ein klares Zeichen für eine starke und wehrhafte Demokratie setzen."

In dem Aufruf der Wohlfahrtsverbände zur Menschenkette hieß es zuvor: „Die menschverachtenden Pläne von AfD und weiteren rechtsradikalen Kreisen, Millionen von in Deutschland lebenden Menschen zu vertreiben, haben uns gesellschaftlich tief bewegt – und wären obendrein eine Katastrophe für die Träger der Freien Wohlfahrtspflege. So viele unserer Kolleginnen und Kollegen, die tagtäglich für Menschen in Notsituationen da sind, haben einen Migrationshintergrund. Sie alle wären betroffen, könnte sich durchsetzen, was die politisch extreme Rechte plant. Das können wir nicht stehen lassen – und stehen auf für Demokratie, Menschlichkeit und die Menschen, die an unserer Seite stehen und Menschen zur Seite stehen, die auf ihre Hilfe angewiesen sind – ob in der Kita oder im Seniorenzentrum.“

Nie wieder ist jetzt!

Bochums OB Thomas Eiskirch fasste daher zusammen: „Mich sorgen die aktuellen Entwicklungen sehr. Sie beschädigen die Grundfesten der demokratischen Ordnung, sie gefährden die soziale und die wirtschaftliche Substanz in Deutschland – sie erschüttern unsere Demokratie und bedrohen unsere Freiheit. Wir haben wieder deutlich gemacht: Alle Menschen, die aktuell gemeinsam auf die Straßen gehen, um Farbe zu bekennen für Demokratie und Menschenwürde, senden ein klares Signal der Solidarität – und gegen die Spaltung. Sie senden ein klares ‚Nein‘ gegen diese rechtsextremen Umtriebe. Nie wieder ist jetzt!“

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AG Wohlfahrt Bochum
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Für Demokratie und Menschlichkeit: Seite an Seite

„Seite an Seite für Demokratie und Menschlichkeit“ heißt es am 3. März in Bochum und Herne.

Dann nämlich planen die Träger der Freien Wohlfahrtspflege eine Menschenkette, die die Rathäuser beider Städte miteinander verbinden soll.

„Die verbalisierten Vorhaben des rechten Spektrums, millionenfach in Deutschland lebende Menschen vertreiben zu wollen, haben uns schockiert. Wir reden über Menschen, über Freundinnen und Freunde, über Kolleginnen und Kollegen, die davon betroffen wären“, betont Marc Schaaf, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Bochum (AGW), die den Termin am 3. März organisiert. Unterstützt wird sie dabei von der Freien Wohlfahrtspflege in Herne.

Wir wollen zeigen, wie viele Betroffene tagtäglich für andere Menschen da sind, sie betreuen, versorgen und begleiten.

So sind vor allem die Mitarbeitenden der Freien Wohlfahrtspflege mit Migrationshintergrund aufgerufen, sich in die Menschenkette einzureihen. „Auf diesem Weg wollen wir einmal zeigen, wie viele Menschen tagtäglich für andere Menschen da sind, sie betreuen, versorgen und begleiten in unseren Einrichtungen von der Kita bis zum Seniorenzentrum – und auf einmal nicht mehr da wären, wenn die menschverachtenden Pläne zur Umsetzung kämen“, schildert Marc Schaaf.

Natürlich sind auch alle anderen Kolleginnen und Kollegen, alle Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, sich solidarisch zu zeigen und die Menschenkette um 15 Uhr gemeinsam zu schließen. Die Strecke führt vom Rathaus Bochum (Glocke) aus gesehen über die Hans-Böckler-, Herner-, Bochumer-, Bahnhof- und Behrensstraße bis zum Rathaus in Herne. Die Träger der Freien Wohlfahrtspflege betreuen auf der Strecke unterschiedliche Abschnitte mit Orderinnen und Ordnern.

Wir stehen ein für Demokratie, Menschlichkeit und die Menschen, die an unserer Seite stehen.

„Wir stehen ein für Demokratie, Menschlichkeit und die Menschen, die an unserer Seite stehen und Menschen zur Seite stehen, die auf ihre Hilfe angewiesen sind. Und setzen damit ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft“, kündigt Marc Schaaf an.

Treffpunkte:

Die Menschenkette schließt sich um 15 Uhr. Die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege übernehmen die Koordination in unterschiedlichen Abschnitten auf der Strecke. Jeder Abschnitt hat einen individuellen Treffpunkt, wo Ordner dann den Zusammenschluss koordinieren. Teilnehmende sind bestenfalls bereits jeweils um 14.30 Uhr am Treffpunkt.

Abschnitte sind:

  • Rathaus BO – Bergbaumuseum über Hans-Böckler-/Brück- und Herner Straße
    Treffpunkt: Bergbaumuseum; Verband: Der Paritätische Bochum, Jüdische Gemeinde

  • Bergbaumuseum – Restaurant Kazahana (Herner Straße 219)
    Treffpunkt: Videothek, Herner Str. 150, Verband: Diakonie

  • Restaurant Kazahana – Lutherhaus Herner Straße
    Treffpunkt: Riemke Markt, Verband: Diakonie

  • Lutherhaus – Shell Tankstelle Herner Straße
    Treffpunkt: Riemke Markt, Verband: Caritas Bochum

  • Shell Tankstelle – Haltestelle Hölkeskampring
    Treffpunkt: Lidl und FITX Herner Straße, Verband: AWO

  • Haltestelle Hölkeskampring – Kreuzkirche
    Treffpunkt: Kreuzkirche, Verband: Caritas Herne

  • Kreuzkirche – Rathaus Herne über Bahnhof- und Behrensstraße
    Treffpunkt: Rathaus, Verband: Der Paritätische Herne

Über die AG Wohlfahrt in Bochum:

Zur AG Wohlfahrt gehören: die AWO (Unterbezirk Ruhr-Mitte), die Caritas Ruhr-Mitte, das Deutsche Rote Kreuz (Kreisverband Bochum), Der Paritätische (Kreisgruppe Bochum), die Innere Mission - Diakonisches Werk, das Diakoniewerk Gelsenkirchen und Wattenscheid und die Jüdische Gemeinde (Bochum, Herne, Hattingen). Damit ist die AG Wohlfahrt eine starke Stimme von rund 8.780 hauptamtlich Mitarbeitenden, die in den unterschiedlichsten sozialen Bereichen vor Ort tätig sind. Hinzu kommen rund 2.840 ehrenamtlich Helfende, die die Verbände zusätzlich unterstützen.

Redaktion
AG Wohlfahrt Bochum
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
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Neuer Stall sorgt für sorgenfreies Hühnerhalten

Freuen sich mit den Kindern: Jascha Dröge
(Stadtwerke Bchum) und Leonhard Winkel (AWO).

Da lachen ja die Hühner… endlich wieder. Denn nachdem die AWO Kita Am Schamberge zwischenzeitlich ihre Hühner ausquartieren musste, freuen sich Mensch und Tier jetzt über den Wiedereinzug. Möglich macht’s der neue Stall, der als Bürgerprojekt der Stadtwerke Bochum auf dem Außengelände angelegt werden konnte.

Das Besondere: Schon einmal lebten auf dem Kita-Außengelände Am Schamberge Hühner mit den Kindern zusammen, waren vor natürlichen Feinden in Waldrandlage jedoch nicht immer absolut sicher. Das ist jetzt anders, der Auslauf ist ratten-, marder- und mäusefest installiert mit einem geschlossenen Dach.

Die Kinder leben richtig auf im Umgang mit den Tieren.

Und zufriedene Hühner bedeuten glückliche Kinder, weiß AWO-Mitarbeiter Leonhard Winkel. „Die Kinder leben richtig auf im Umgang mit den Tieren“, schildert er aus dem Alltag der Lindener Kita, die sich außerdem noch Schafe, Bienen und Fische hält. „Die Arbeit mit Tieren ist pädagogisch unheimlich wertvoll. Unsere Mädchen und Jungen lernen ganz viel, übernehmen schon einmal ein bisschen Verantwortung und bekommen einen ersten Eindruck von Themen wie Umwelt und Nachhaltigkeit vermittelt.“

Das Team der Kita Am Schamberge setzt hier ein wirklich schönes Projekt um.

Genau dieses Profil weiß auch die Stadtwerke Bochum zu schätzen. „Den Hühnerhof der AWO Kita Am Schamberge unterstützen wir als eines unserer Bürgerprojekte. Seit inzwischen zehn Jahren stellen wir rund 1 Million Euro pro Jahr im Rahmen unseres Sponsorings für Bürger- und Zukunftsprojekte zur Verfügung. Das Team der Kita Am Schamberge setzt hier ein wirklich schönes Projekt mit viel Kreativität und Engagement um“, betont Jascha Dröge, Leiter der Unternehmenskommunikation.

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Konferenz-Bilanz: AWO Ruhr-Mitte wächst auch in der Krise

Serdar Yüksel bleibt Vorsitzender der AWO Ruhr-Mitte. Im Rahmen der Unterbezirkskonferenz im Veranstaltungszentrum Gysenberg wurde er von den Delegierten aus Bochum und Herne mit einer Zustimmung von 96 Prozent im Amt bestätigt.

Zuvor berichtete Serdar Yüksel über die Aktivitäten des Verbands in den vergangenen vier Jahren. Vor allem die vielen Krisen hätten die AWO Ruhr-Mitte beschäftigt – waren jedoch gleichzeitig auch Herausforderungen, die der Verband angenommen habe. „Keine vier Wochen nach Beginn des Krieges brachten wir einen LKW mit 40 Tonnen Hilfsgütern auf den Weg in die Ukraine. Zudem waren wir der erste Verband, der in Bochum eine Unterkunft für Geflüchtete aus dem Kriegsgebiet öffnete.“

Wir waren der erste Verband, der in Bochum eine Unterkunft für Geflüchtete aus dem Kriegsgebiet öffnete.

Er erinnerte auch an die Hochwasserhilfen der AWO für Ruhr-Anwohner*innen in Dahlhausen im Jahr 2021, zudem konnten 2023 zahlreiche Menschen im türkischen Erdbebengebiet unterstützt werden. „In einem ersten Schritt organisierten wir elf Tonnen Lebensmittel sowie 1,5 Tonnen Babyartikel. Danach konnten wir den betroffenen Kindern noch einmal 300 Pakete Schulmaterialien zur Verfügung und 550 Lebensmittelpakete für Familien zusammenstellen“, schilderte Serdar Yüksel.

Marc Schaaf, Geschäftsführer des AWO Unterbezirks Ruhr-Mitte, skizzierte, wie sich die hauptamtliche Arbeit seit 2020 entwickelt hat. So sind in den 76 Einrichtungen in Bochum und Herne inzwischen 1410 Mitarbeitende beschäftigt. 2023 stellte die AWO Ruhr-Mitte zudem 121 genutzte Ausbildungsplätze zur Verfügung. Dazu zählten Auszubildende in der Praxisintegrierten Ausbildung (PIA) in einer Kita oder einer Offenen Ganztagsschule (OGS) genauso wie in der IT-Abteilung. Der Umsatz des Non-Profit-Unternehmens ist um gut 20 Prozent gestiegen.

Brandmauer gegen rechts

In Grußworten betonten Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda und der Landtagsabgeordnete Alexander Vogt, wie wichtig das soziale Engagement der AWO ist – nicht zuletzt ganz aktuell als Teil der „Brandmauer gegen rechts“.

Michael Groß, Vorsitzender des AWO-Bundespräsidiums, betonte, dass sich der gesellschaftliche Einsatz der AWO und der gesamten Freien Wohlfahrtspflege auch in politischen Entscheidungen widerspiegeln müsse. Nicht hinnehmbar seien in diesem Zusammenhang fehlende Zusagen über Refinanzierungen von dringend notwendigen Tarifsteigerungen und Inflationsprämien für die Mitarbeitenden. „In Berlin gingen dafür 4.000 Menschen auf die Straße, in Düsseldorf waren es sogar 25.000 Teilnehmende, die vor dem Landtag für eine auskömmliche Finanzierung der sozialen Arbeit demonstriert haben. Ein starkes Zeichen, das hoffentlich Gehör findet in der politischen Auseinandersetzung“, sagte Michael Groß.

Die weiteren Vorstandswahlen rundeten die Delegiertenkonferenz ab. Karl-Heinz Meier ist neuer stellvertretender Vorsitzender des AWO Unterbezirks Ruhr-Mitte, Beisitzer*innen sind Ulrich Klonki und Marietta Gawron aus Herne sowie Heinz-Martin Dirks, Michaela Schröder und Sabine Figger aus Bochum.

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Drei Vereine laden Bedürftige zum Dreikönigsessen ein

Das Essen findet auf Höhe der Bleichstraße am AWO-Stadtbüro statt.

“Ihr Pfand hilft Obdachlosene.V.”, “Niederwenigern hilft” und der AWO Kreisverband Bochum laden wohnungslose Menschen ein. Treffpunkt ist am 7. Januar an der Bleichstraße.

Rund um die Weihnachtszeit finden immer zahlreiche Aktionen für wohnungslose und bedürftige Meschen statt. “Und das ist auch gut so. Wir beteiligen uns sehr gerne daran”, schildert Matthias Kersting vom Verein “Ihr Pfand hilft Obdachlosen”. “Doch auch am Jahresanfang ist die Situation dieser Menschen nicht besser. Daher wollen wir direkt ein Zeichen setzen und laden ein zum ,Dreikönigsessen für Bedürftige’”.

“Wir”, das sind in diesem Fall “Ihr Pfand hilft Obdachlosene.V.”, “Niederwenigern hilft” und der AWO Kreisverband Bochum, die das Essen gemeinsam organisieren. Treffpunkt ist am Sonntag, 7. Januar, von 12 bis 16 Uhr auf Höhe der Bleichstraße 8 in Nähe der AWO. Klaus-Georg Rump von “Blömeke Druck” wirft dazu den Pizza-Ofen an, es gibt außerdem Waffeln mit heißen Kirschen sowie kalte und warme Getränke. Die Abgabe erfolgt selbstverständlich kostenfrei für Bedürftige, Handzettel werden gerade verteilt – etwa in der Innenstadt und in den Wohnungslosenunterkünften der AWO.

Wichtig, die Situation bedürftiger Menschen nicht ausden Augen zu verlieren.

“Für uns ist wichtig, dass wir die Situation bedürftiger Menschen nicht aus den Augen verlieren, ihre Anliegen vertreten und ihnen ein paar schöne Stunden bereiten. Außerdem freuen wir uns darüber, das ,Dreikönigsessen’ Hand in Hand mit anderen Vereinen und Verbänden, die sich in der Wohnungslosenhilfe vor Ort engagieren, gestalten zu können. Denn zusammen können wir vielmehr bewegen, als wenn jeder für sich arbeitet”, betont Matthias Kersting.

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Besonderes Trikot wird für guten Zweck versteigert

Wissen, wo das Herz noch zählt: Burkart Jentsch (li.), Gudrun Kliemchen und Jörg Laftsidis.

SPD-Ratsfraktion stellt unterschriebenes Unikat im künstlerischen Rahmen zur Verfügung - Auktion läuft ab sofort über die AWO. Erlöse fließen in ehrenamtliches Engagement im Sport und kommen der AWO Kita Schulstraße zugute.

175 Jahre VfL Bochum – dazu hat der Verein im Jahr 2023 ein Sondertrikot aufgelegt, mit dem Stadtplan auf der Vorderseite und dem darauf verewigten Herz am richtigen Fleck, am Standort Castroper Straße. Die SPD-Ratsfraktion Bochum stellt der AWO jetzt ein ganz besonderes Exemplar zur Versteigerung für den guten Zweck zur Verfügung: mit zahlreichen Autogrammen aus der VfL-Vergangenheit und Gegenwart, mit ganz vielen Unterschriften aus der Stadt-Gesellschaft.

Aus dem Herzen der Stadt

Dazu zählen etwa Signaturen von Oberbürgermeister Thomas Eiskirch und Ex-Landtagspräsidentin Carina Gödecke genauso wie die von den VfL-Legenden Ata Lameck, Harry Fechner oder Ralf Zumdick. Aus dem aktuellen Kader haben sich Manuel Riemann und Christian Gamboa verewigt, hinzu kommen aus dem Team hinter dem Team Volker Goldmann, Uwe Tigges, Hans-Peter Villis, Jupp Tenhagen und Dr. Christina Reinhardt. Promis wie Esther Münch oder Günther Pohl sind genauso dabei wie Marc Schaaf als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege in Bochum.

„Das Trikot symbolisiert den VfL bereits als ein Herzstück unserer Stadt. Zusammen mit all den Menschen, die nun darauf unterschrieben haben, bekommt das Trikot noch einmal eine ganz besondere Bedeutung: Egal, ob es die Bereiche Sport, Kultur, Wirtschaft und Politik oder soziale Einrichtungen sind: Alle zusammen gestalten und sind wir Bochum, gemeinsam sind wir als Gesellschaft das, was Bochum ausmacht“, betonen Burkart Jentsch und Jörg Laftsidis aus der SPD-Ratsfraktion.

Alle zusammen gestalten und sind wir Bochum.

Den passenden Rahmen dazu gibt es durch die Airbrush-Künstlerin Gudrun Kliemchen aus dem Atelier „airfräulich“ in Weitmar. Sie hat verschiedene Reminiszenzen an Stadt und Verein auf dem Holzrahmen künstlerisch festgehalten, die Motive machen das gerahmte Trikot noch einmal zu einem absoluten Unikat.

Nun schon zum dritten Mal kann die SPD-Ratsfraktion der AWO in der Vorweihnachtszeit eine Versteigerung dieser Art für den guten Zweck ermöglichen. Fast 5000 Euro sind dabei bislang zusammengekommen, die in soziale Projekte und Einrichtungen geflossen sind. Auch jetzt setzen Burkart Jentsch und Jörg Laftsidis auf möglichst große Beteiligung – profitieren sollen diesmal die AWO Kita Schulstraße in Leithe und die DJK TuS Hordel.

Gebote möglich bis zum 20. Dezember

„Die Kita feiert 2024 ihr 50-jähriges Bestehen, macht seit so vielen Jahren eine tolle Arbeit. Ich freue mich daher, das Familienzentrum und die Kinder auch auf diesem Weg unterstützen zu können“, schildert Burkart Jentsch. „Die DJK TuS Hordel steht für Fußball und Soziales, das Engagement des Vereins geht weit über 90 Minuten, den Fußball und den Stadtteil hinaus. Ich erinnere allein an den Benefiz-Abend zugunsten der Erdbeben-Opfer in der Türkei und in Syrien oder an die Ferien-Freizeiten für geflüchtete Kinder und Kinder aus wirtschaftlich schwachen Familien im Jahr 2023. Aktionen und Angebote wie diese trägt der Verein ganz oft ehrenamtlich, dieses ehrenamtliche Engagement wollen wir weiter fördern“, erklärt Jörg Laftsidis.

Wer das Trikot im künstlerischen Rahmen ersteigern möchte, schreibt bis zum 20. Dezember 2023 um 12 Uhr eine E-Mail an ehrenamt@awo-ruhr-mitte.de und gibt sein Gebot mit Adresse und Rufnummer ab. Auf anderen Wegen werden keine Gebote angenommen. Bis dahin veröffentlicht die AWO regelmäßig einen Zwischenstand auf ihrer Website und den Social-Media-Kanälen. Im Anschluss erfolgt die Benachrichtigung des/der Höchstbietenden. Der Erlös kommt zu 100 Prozent der genannten Zwecke zugute.

Redaktion
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
E-Mail: c.becker@awo-ruhr-mitte.de

AWO Bochum hat neuen Vorstand gewählt

Die Bochumer AWO hat einen neuen Vorstand gewählt. Karl-Heinz Meier ist neuer Kreisvorsitzender, er wird vertreten von Beate Franz und Markus Knapp.

Damit lösen die drei Susanne Berke als Vorsitzende sowie Sibylle Meier und Elisabeth Löwentat als Stellvertreterinnen ab, die sich für die Funktionen nicht mehr zur Wahl stellten. Außerdem gehören dem Vorstand an: Christina Pottmeyer (Schriftführerin), Hanan Schatz (stellv. Schriftführerin), Anne Atzert (Kassiererin), Gerda Büscher (stellv. Kassiererin) und die Beisitzer*innen Serdar Yüksel, Sabine Figger, Elisabeth Löwentat, Michaela Schröder, Sibylle Meier, Heinz-Martin Dirks, Heike Schäfer, Jörg Laftsidis, Christian Kalisch, Horst Atzert, Gerhard Strelow sowie Thilo Elsner.

Die Versammlung fand statt in der Stadthalle Wattenscheid, über 100 Mitglieder kamen dabei zusammen, erarbeiteten neben den Vorstandwahlen außerdem eine Resolution zur aktuellen Situation im Nahen Osten und den damit verbundenen Ereignissen auch in Deutschland, die einstimmig verabschiedet wurde. Darin heißt es unter der Überschrift „Solidarität mit den Opfern des antisemitischen Massakers. Gegen rassistische Gewalttaten und Reflexe, für einen friedlichen und respektvollen Umgang aller Menschen miteinander:

Wir stehen fest an der Seite Israels und der Jüdinnen und Juden in Deutschland. Wir verurteilen die Gewalt der Hamas und des Islamischen Dschihad gegen den Staat Israel und seine Bevölkerung aufs Schärfste. Israel hat das Recht, sich gegen den islamistischen Terror zu wehren und seine Bevölkerung zu schützen. Für alle Konfliktparteien gilt die Achtung und Wahrung des humanitären Völkerrechts gleichermaßen.

Wir fühlen mit allen Menschen, die in Israel und in Gaza unter dem schrecklichen Terror und seinen Folgen leiden müssen. Wir setzen uns dafür ein, dass die Zivilisten in Gaza mit humanitären Hilfen versorgt werden. Wir hoffen auf Verhandlungen, die Freilassung der israelischen Geiseln und darauf, dass eine dauerhafte friedliche Lösung für die Region gefunden wird. Die Zivilbevölkerung in Gaza und in Israel hat das Recht auf ein Leben in Freiheit und Frieden.

Wir verurteilen, dass der Konflikt in Deutschland als Vorwand missbraucht wird, um zu Gewalt gegen Juden aufzurufen und antisemitische Hetze zu verbreiten. Wir dulden keinen Antisemitismus, keine Relativierung des Holocaust und keine Verherrlichung von Terroranschlägen und terroristischen Organisationen. Niemand hat das Recht, zur Vernichtung des Staates Israel aufzurufen.

Wir wenden uns gleichwohl gegen den Missbrauch des Konflikts, um antimuslimische Ressentiments zu schüren. Wir engagieren uns gegen jede Form des Rassismus und wünschen uns einen friedlichen und respektvollen Umgang aller Menschen miteinander, ungeachtet ihrer Herkunft, Ethnie und religiösen Zugehörigkeit.“

Redaktion
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
E-Mail: c.becker@awo-ruhr-mitte.de

Päckchen packen und spenden für wohnungslose Menschen

Am 6. Dezember wieder am Kaffeestand:
die Bochumer AWO.

Gemeinsam mit dem Verein „Bochum hilft" und anderen Organisationen ruft die AWO dazu auf, zur Adventszeit für wohnungslose Menschen zu spenden. Interessierte können ein Päckchen packen oder eine finanzielle Spende leisten. Übergabe der Sachspenden am 6. Dezember.

Mehrere hundert Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder leben in Bochum ohne eigene Wohnung. Jede*r hat eine eigene Geschichte. Was sie gemeinsam haben, ist der Ausschluss aus vielen Bereichen des gesellschaftlichen Zusammenlebens, der Wunsch nach Respekt und die Angst vor Kälte.

Abgabestellen

Deshalb rufen die AWO, Bochum hilft e.V. und andere Vereine dazu auf, denjenigen, die in Bochum derzeit auf der Straße leben, eine Weihnachtsfreude zu bereiten. Dazu werden - schon fast traditionell - selbst zusammengestellte Weihnachtspäckchen in Schuhkartongröße gesammelt. Diese können bei den aufgeführten Sammelstellen im Stadtgebiet abgeben werden:

  • Bochumer Symphoniker, Marienplatz 1, Di-Fr 11:00-16:00, Sa 11:00-14:00
  • Café Zwei Säulen, Hattinger Str. 796, Mi-So 09:00-18:00
  • Gastronomie Freibeuter, Kortumstr. 2-4 , täglich 17:00-23:00
  • LBS Bank, Massenbergstr. 17, Mo-Do 9:00-18:00, Fr 9:00-16:00
  • Gemeinschaftsunterkunft Höntroper Str. 99, Mo-So 00:00-24:00
  • AWO-Stadtbüro, Bleichstr. 8, nur 4. bis 6.12.2023, 9:30-17:30
  • 785 Linden Essbar - Weinbar - Eisbar, Hattinger Str. 785, Di-So 15:00-21:00
  • Sold Out Gallery, Königsallee 16, Mo-Fr 14:00-19:00, Sa 12:00-16:00
  • Kulturzentrum Bahnhof Langendreer e.V., Wallbaumweg 8, nur am 4.12.23, 17:00-19:00
  • Gemeinschaftsunterkunft Am Nordbad 7, Mo-So, 00:00-24:00
  • Schauspielhaus Bochum (Kassenfoyer), Königsallee 15, nur 4. bis 6.12.2023, 14:00-18:00

Was einpacken?

Für Menschen mit dem Lebensmittelpunkt Straße sind folgende Dinge wertvoll: medizinische Schutzmasken, Handdesinfektionsmittel, Hygieneartikel (Duschgel, Einwegrasierer, Creme, Deo, Papiertaschentücher, Feuchttücher), Kaffeesticks (löslicher Kaffee), Teebeutel, Tütensuppen, Kekse, Süßigkeiten, Schokolade und Tabak.

Wer keine Zeit hat oder kein Päckchen packen möchte, kann auch gerne Gutscheine (etwa Drogeriemarkt, Supermarkt etc.) oder Geld spenden.

Spendenkonto der AWO:

Konto-Inhaber: AWO Bochum
IBAN: DE75 4305 0001 0001 2088 18
Stichwort: Wohnungslosenhilfe

Verteilung

Die AWO, Bochum hilft e.V. und weitere Akteure laden wohnungslose Menschen dann am 6. Dezember ab 18 Uhr in die Rotunde am Konrad-Adenauer-Platz ein. Neben der Ausgabe von Geschenken gibt es eine Feldküche mit kostenlosem Erbsen- und Gulascheintopf, ein kleines Kulturprogramm, Weihnachtsplätzchen, belegte Brötchen sowie verschiedene kalte und heiße Getränke. Die AWO wird einmal mehr u.a. den Kaffeestand organisieren. Hilfsgüter, die dabei nicht abgegeben werden, kommen nach der Veranstaltung verschiedenen Trägern in der Bochumer Wohnungslosenhilfe zugute.

Redaktion
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
E-Mail: c.becker@awo-ruhr-mitte.de

Die „ToleranzRäume“ machen Halt in Bochum

Popup Ausstellung „ToleranzRäume“ ist bis zum 2. November auf dem Europaplatz vor dem Deutschen Bergbau-Museum zu sehen. AWO lädt ein zum Pub-Quiz im Begleitprogramm.

Bochum setzt sich gemeinsam für ein tolerantes und verständnisvolles Miteinander ein. Wo fängt Toleranz an? Wo hört sie auf? Und wie wird Toleranz im Alltag gelebt? Diese aktuellen Fragen werden erlebbar mit der Popup Ausstellung „ToleranzRäume“, die bis zum 2. November auf dem Europaplatz vor dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum Halt macht. Die Toleranz-Container sind täglich von 8 bis 19 Uhr geöffnet. Der Besuch ist kostenlos. Die Ausstellung wird durch ein umfassendes Begleitprogramm flankiert, zu dem Bochumer Kultur- und Wissenschaftsinstitutionen einladen.

Oberbürgermeister Thomas Eiskirch gab gemeinsam mit Prof. Dr. Sunhild Kleingärtner, Wissenschaftliche Direktorin des Deutschen Bergbau-Museums Bochum, zur Eröffnung Einblicke in die Wanderausstellung und tauschten sich über ihr Toleranzverständnis aus.

Wir müssen Toleranz neu lernen. Uns gegenseitig respektieren und füreinander interessieren.

Thomas Eiskirch: „Wie wichtig Toleranz ist, kann man an fast allen Themen der aktuellen Nachrichtenlage festmachen. Ob der Umgang mit Flüchtlingen oder mit den Krisenherden dieser Welt, das Gendern, die Klimadebatte, Diskussionen auf den Social Media Kanälen oder bei religiösen Themen – alles wird zu einem Kulturkampf. Ohne Gelassenheit, immer sofort mit Schaum vor dem Mund. Das zeigt: Wir müssen Toleranz neu lernen. Uns gegenseitig respektieren und füreinander interessieren. Doch genauso müssen wir auch die Grenzen der Toleranz definieren! Wo endet die Toleranz gegenüber denen, die mit ihrer Intoleranz unsere Gesellschaft zum Einsturz bringen wollen? Komplizierte Fragen, mit denen man sich auseinandersetzen und Haltung zeigen muss. Individuell aber auch als Gesellschaft - nur durch die Auseinandersetzung damit kann man Haltung dazu entwickeln.“

In den Containern wird anhand von spannenden Beispielen gezeigt, wo Toleranz wichtig ist und wie alle sich für mehr Respekt im gegenseitigen Umgang miteinander einsetzen können. Durch einen Besuch der „ToleranzRäume“ sollen die Menschen Impulse erhalten, wie sie sich im Kleinen und Großen für das Thema einsetzen und ihren Beitrag für eine tolerantere Gesellschaft leisten können.

Prof. Dr. Sunhild Kleingärtner begeistert vor allem der Alltagsbezug der Ausstellung. „Ob Schulkind, Studentin oder Rentner – die Kernfragen der ToleranzRäume betreffen uns alle. Um die Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen, brauchen wir Verständnis füreinander und Toleranz für unser Gegenüber. Ich freue mich daher sehr, dass wir diesem Erfahrungsraum hier bei uns vor dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum einen Standort bieten können.“

Menschen abholen, wo sie stehen, um ihnen zu zeigen, wie wichtig das Thema für jeden einzelnen im Alltag ist.

Begleitend zur Ausstellung findet im Deutschen Bergbau-Museum Bochum und an unterschiedlichen Orten in Bochum ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm statt. So bei der AWO Bochum, die am 26. Oktober ab 18 Uhr an der Bleichstraße 8 zum Pub-Quiz rund ums Thema Toleranz einlädt. „Wir wollen das Thema gezielt niederschwellig vermitteln, Menschen da abholen, wo sie stehen, um ihnen zu zeigen, wie wichtig es für jeden einzelnen im Alltag ist", schildert AWO-Sprecher Christopher Becker. Dazu sind das Projekt „Zukunft mit Herz gestalten!" der AWO genauso wie das Theater Löwenherz mit dabei, um den Abend zu gestalten.

Die Ausstellung am Bergbau-Museum bietet auch Kindern und Jugendlichen eine inspirierende Fläche zur Auseinandersetzung mit dem Thema Toleranz. Schulklassen können die „ToleranzRäume“ nach vorheriger Anmeldung besuchen. Zusätzlich stehen umfangreiche Bildungsmaterialien zur Verfügung.

Anmeldungen zum Pub-Quiz nimmt die AWO über c.becker@awo-ruhr-mitte.de per E-Mail oder per Telefon unter 0234/96477-0 entgegen.

Bei der Ausstellung handelt es sich um ein Projekt des „Toleranz-Tunnel e.V.“. Die „ToleranzRäume“ werden vom Bundesministerium des Innern und für Heimat auf Grund eines Beschlusses des deutschen Bundestages gefördert.

Hier gibt's den Programm-Flyer.

Redaktion
Presseamt Stadt Bochum &
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
E-Mail: c.becker@awo-ruhr-mitte.de