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Neues Gerüst für die Kita Josephinenstraße
Die AWO Kita Josephinenstraße hat ein neues Highlight in ihrem Außenbereich: Zusammen mit der finanziellen Förderung der Stadtwerke Bochum konnte sich die Einrichtung Ende letzten Jahres ein neues Klettergerüst kaufen.
Eine lange Zeit leistete das alte Klettergerüst gute Dienste auf dem Gelände an der Josephinenstraße. Rund 15 Jahre hat es bei Wind und Wetter vielen Kindern große Freude bereitet. Jetzt wurde es Zeit für etwas Neues.
Deswegen hat sich das Familienzentrum zusammen mit dem Förderverein vergangenes Jahr bei der Aktion „Wofür schlägt dein Herz?“ der Stadtwerke Bochum beworben. Die Sponsoring-Aktion unterstützt Bochumer Vereine, Institutionen und Organisationen bei der Finanzierung ihrer Projekte. Dazu konnten die Bochumer*innen auf der Stadtwerke-Website für das neue Klettergerüst der AWO Kita abstimmen.
Fleißig Herzen gesammelt
Es wurden fleißig Herzen verteilt, sodass die Stadtwerke der Kindertagesstätte eine Summe von 9000 Euro zur Verfügung stellten. Der Rest des Kaufpreises wurde aus dem Etat des Familienzentrums und dem AWO-Unterbezirk bezahlt.
Mitte Oktober wurde das alte Gerüst abgebaut, dazu kamen einige Kita-Eltern nach der Arbeit, um zu helfen. Im Dezember stand dann endlich der neue Eyecatcher. Mit seinen bunten Farben erleuchtet es nun das Kita-Gelände.
Neben dem Design bietet es jede Menge Kletter- und Spielpotenzial für die Kinder. An Kletterwänden und Leitern, kleinen Brücken und einer Rutsche haben die Kinder genug Möglichkeiten, um sich auszutoben. Die Kinder, die bereits in der Kita sind, freuen sich sehr über ihr neues Gerüst und sind schon gespannt, es den anderen zu zeigen, sobald sie auch wieder in die Kindertagesstätte kommen. Einige Mädchen und Jungen bleiben derzeit aufgrund der Pandemie zu Hause.
Redaktion
Felix Knapp/ AWO Ruhr-Mitte
E-Mail: stadtbuero@awo-ruhr-mitte.de
AWO will letzten Wunsch möglich machen
Dr. Anna Frahnert (re.), Dr. Regina Mertens und Serdar Yüksel.
Aufruf zur Hilfe: Todkranker Flüchtling würde gerne noch einmal seine Familie sehen. Damit die Ehefrau und die zwei Söhne aus Guinea nach Deutschland kommen können, braucht es finanzielle Unterstützung.
Die nächsten Wochen bedeuten für Saikou Diallo ein ganzes Leben. Vor drei Jahren ist er nach Deutschland geflüchtet, hat Heimat und Familie in Guinea verlassen müssen. Dann der Schock, gerade angekommen in Bochum: „Über Tatjana Golinski von der medizinischen Flüchtlingshilfe wurde er krank in meiner Praxis vorstellig. Wie sich herausstellte, war sein ganzer Bauch voller Tumore“, blickt Hausärztin Dr. Regina Mertens zurück.
Palliative Behandlung ist angelaufen
Inzwischen hat sich sein Gesundheitszustand rapide verschlechtert. „Wir waren selbst überrascht, wie gut der Krankheitsverlauf zunächst war. Bis vor zwei Monaten sprachen wir sogar noch von einem stabilen Befund. Das hat sich geändert, als Herr Diallo bewusstlos ins Krankenhaus eingeliefert wurde“, schildert Dr. Mertens. Metastasen in Hirn und Lunge lassen für die kommenden Wochen, in vielleicht wenigen Monaten das Schlimmste befürchten. Er wird palliativ begleitet.
Dabei hat der 45-Jährige lange gekämpft. „Er nahm seine Erkrankung an, besuchte Deutschkurse und unterstützte andere Menschen in der Flüchtlingshilfe“, berichtet seine Hausärztin. Großes Ziel sei es gewesen, trotz der medizinischen Situation in seine Heimat Guinea zurückzukehren. Er lernte, den künstlichen Darm- und Harnausgang selbst zu wechseln. „Unsere Hoffnung war zwischenzeitlich, mit einer Operation ein Leben ohne Stoma zu ermöglichen. Nur so wäre es für ihn tatsächlich machbar gewesen, in Guinea weiter zu leben, da dort die nötige, medizinische Versorgung praktisch nicht geleistet wird“, sagt Dr. Anna Frahnert, Ärztin in der Praxis von Dr. Mertens.
Rückreise ist unmöglich
Trotzdem: Saikou Diallos letzter Wille ist und bleibt, seine Familie noch einmal wiederzusehen, bevor er stirbt. Da eine Rückreise für ihn nicht mehr infrage kam, würden die Ärztinnen seine Frau und seine beiden Söhne (sieben und sechs Jahre alt) gerne nach Deutschland holen, um den finalen Wunsch des Schwerkranken zu erfüllen.
Dafür brauchen sie Unterstützung – und haben sich im Rahmen einer Bürgersprechstunde an die Landtagsabgeordneten Carina Gödecke und Serdar Yüksel gewandt. Serdar Yüksel nahm daraufhin Kontakt zum Auswärtigen Amt auf, „das eine wohlmeinende Prüfung der Einreise in Aussicht gestellt hat“, erklärt er.
Wenn Herr Diallo am Ende auch nur noch eine einzige Sekunde seine Lieben wiedersehen, vielleicht sogar in die Arme schließen kann, hätte sich der Einsatz gelohnt.
Das Problem: Der Familie fehlt nicht nur das Geld für die Flugtickets, die Behörden wollen auch den Lebensunterhalt für die absehbare Zeit in Deutschland geregelt wissen. Die Wohnsituation wäre mit der Wattenscheider Mietwohnung von Saikou Diallo immerhin gesichert. Serdar Yüksel, gleichzeitig Vorsitzender der AWO Ruhr-Mitte, kündigt auch hier Hilfe an: „Wir rufen zusammen mit der Hausarztpraxis von Frau Dr. Mertens dazu auf, der Familie in dieser außergewöhnlichen Situation zu helfen und sammeln Spenden über die Arbeiterwohlfahrt. Diese werden der Familie eins-zu-eins zu Gute kommen. Wenn Herr Diallo am Ende auch nur noch eine einzige Sekunde seine Lieben wiedersehen, vielleicht sogar in die Arme schließen kann, hätte sich der Einsatz gelohnt.“
Wer helfen möchte:
Der AWO Kreisverband Bochum sammelt Spenden für Familie Diallo über die Kontoverbindung DE75 4305 0001 0001 2088 18. Bitte das Stichwort „Diallo“ angeben.
Die Ausstellung einer Spendenquittung ist möglich bei gleichzeitiger Nennung der Anschrift im Verwendungszweck.
Redaktion
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
E-Mail: c.becker@awo-ruhr-mitte.de
Großes Labor ist startklar für kleine Forscher
In der AWO Kita Breddestraße gibt es jetzt neue Forschungsmöglichkeiten für die Kinder. Durch die finanzielle Förderung der IKEA Stiftung konnte sich die Kindertagesstätte eine Forscherstation für die Kids anschaffen.
Das Familienzentrum bietet ein breites Spektrum an Bildungsbereichen. Von Bewegung über Sprache und Kommunikation bis hin zur Naturwissenschaft ist alles dabei.
Wie bunt ist das Schwarze?
Ganz besonders viel Freude haben die Kinder allerdings am Forschen. Sei es zu testen, wie viel Buntes in der Farbe Schwarz steckt oder zu gucken, welche Gegenstände am besten die Rutsche herunter gleiten.
Damit den Kindern das bestmögliche Forschererlebnis geboten werden kann, bemüht sich Kita-Leitung Maike Strothkamp seit einiger Zeit um eine Experimentierstation. Um eine solche Station finanzieren zu können, hat sie sich mit Mitarbeiterin Leonie Schab-Wach im ersten Lockdown bei der IKEA Stiftung beworben. Die IKEA Stiftung fördert Projekte im Bereich des Wohnens und der Wohnkultur, zudem legen sie besonderen Wert darauf, Kinder und Jugendliche mit ihren Finanzierungen zu unterstützen.
2500 Euro fürs neue Labor
Im September vergangenen Jahres gab es dann erfreulicherweise die Zusage der Stiftung, welche die Herner Kita und ihr Forscherlabor mit 2500 Euro unterstützen wird.
Die Forscherstation wurde im Dezember geliefert und daraufhin von den Mitarbeiter*innen aufgebaut und mit Materialien eingerichtet: Startklar für die Kids nach der Weihnachtspause.
Redaktion
Felix Knapp/ AWO Ruhr-Mitte
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Jugendwerk setzt sich ein für wohnungslose Jugendliche
Auch dieses Jahr sammelt das Jugendwerk der AWO Bochum zusammen mit den Jusos Spenden für wohnungslose Jugendliche in Bochum. Das Geld wird anschließend der Notschlafstelle „Schlaf am Zug“ übergeben.
Schon in den vergangenen Jahren organisierte das Jugendwerk zusammen mit den Jusos eine Spenden-Aktion, um wohnungslose junge Erwachsene in Bochum zu unterstützen. Leider muss dieses Jahr aufgrund der Corona-Pandemie umgedacht werden: Da eine persönliche Übergabe von Sachspenden momentan kaum möglich ist, sammelt das Jugendwerk im Jahr 2020 Geld für die Einrichtung.
Stark frequentiert
Die Unterkunft hat seit 2001 jeden Tag von 20 bis 9 Uhr geöffnet. Im Jahr 2016 nutzten 183 Jugendliche im Alter von 14 bis 21 Jahren dieses Angebot und die Tendenz der bedürftigen jungen Erwachsenen steigt. Die Schlafstelle bietet den Besucher*innen einen bedingungslosen Aufenthalt von bis zu zehn Tagen. Danach würden verpflichtende Gespräche mit den Sozialarbeitern beginnen. Neben der Übernachtung haben die Jugendlichen die Möglichkeit, dort zu Abend zu essen, zu frühstücken und zu duschen. Zusätzlich können sie dort kickern, fernsehen oder einfach mit anderen quatschen.
Bei Interesse die Aktion zu unterstützen, kann die Spende auf das Konto der AWO Bochum überwiesen werden: DE75 4305 0001 0001 2088 18. Bitte den Verwendungszweck "Spendenaktion Jugendwerk" angeben; für eine Spendenquittung den vollständigen Namen und Adresse in den Verwendungszweck schreiben.
Redaktion
Felix Knapp/ AWO Ruhr-Mitte
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"Offenes Ohr“ für Menschen mit Migrationshintergrund
Fachbereich Integration & Migration der AWO Ruhr-Mitte schaltet Sorgentelfon für Menschen mit Migrationshintergrund. Das bringt Entlastung in schwieriger Zeit.
Die Corona-Pandemie ist belastend. Sei es die Angst vor einer Erkrankung, seien es wirtschaftliche Sorgen, Doppelbelastungen in Familie und Beruf oder die Vereinsamung im Zuge der Kontaktbeschränkungen: Die aktuelle Krise schlägt heftig aufs Gemüt.
Studie belegt psychische Belastung
Das hat zuletzt auch noch einmal eine Studie der AXA-Versicherung bestätigt. Psychische Belastungen nehmen demnach in Krisen wie dieser messbar zu, Menschen mit entsprechenden Vorbelastungen sind noch einmal stärker betroffen als andere.
Niederschwellige Abhilfe möchte hier der Fachbereich Integration & Migration der AWO Ruhr-Mitte schaffen. „Die Beschränkungen wegen der Corona-Krise führen bei vielen Menschen zu Verunsicherung und zusätzliche Belastungen im Alltag“, weiß AWO-Mitarbeiterin Sinem Özdemir. „Um für eine Entlastung in der besonderen Zeit zu sorgen, richten wir ein Corona-Sorgentelefon für Menschen mit Migrationshintergrund und psychosozialen Problemen ein.“
Ansprechpartner sein für Dinge, die auf der Seele liegen.
Das Telefon ist unter der Rufnummer 02323/9937990-16 zunächst bis zum 28. Februar geschaltet und montags von 8.30 bis 12 Uhr und donnerstags von 12 bis 15.30 Uhr erreichbar. „Das Sorgentelefon soll den Menschen als ein Offenes Ohr dienen. Sie sollen einen Ansprechpartner für die Dinge, die ihnen auf der Seele liegen, finden“, betont Sinem Özdemir.
Alle Gespräche sind natürlich vertraulich und möglich auf deutsch und türkisch. So erreicht die AWO Ruhr-Mitte eine spezielle Zielgruppe, die aufgrund der sprachlich-kulturellen Barriere andere Hilfsangebote auf diesem Weg wahrscheinlich nicht wahrnehmen würde. Gefördert wird das Projekt durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW.
Redaktion
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
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Kita Eulenbaumstraße: Kinder spenden für Kinder
Die Kita Eulenbaumstraße hat eine ganz besondere St. Martins Tradition: Mit der Spendenaktion „Juli tut Gutes“ sammeln die Jungen und Mädchen der Eulenbaumstraße Jahr für Jahr Spielzeuge und Kleidung für bedürftige Kinder.
Leider mussten in diesem Jahr an St. Martin die Züge im großen Rahmen ausfallen. Trotzdem hat die Kita einen kleinen Laternenumzug mit den Kindern auf dem Gelände gemacht. Dazu gab es noch leckere Brezel. Zusätzlich nahmen die Kinder auch dieses Jahr, wie seit rund 15 Jahren üblich, an der Spendenaktion „Juli tut Gutes” teil. Nach Vorbild des heiligen Martin brachte jedes Kind am 9. November ein Spielzeug von Zuhause mit. In den vier Gruppen wurde den Kindern aus dem Buch „Juli tut Gutes“ vorgelesen und der Inhalt wurde gemeinsam mit den Erzieher*innen erarbeitet. Darauf hin hatte jeder die Möglichkeit, seine Spende vorzustellen. Anschließend wurden sie in einer Kiste gesammelt.
„Die Kinder freuen sich darüber, auf diesem Weg helfen zu können.“, schildert Kita-Leiterin Dana Imiolczyk: „Manche können es kaum erwarten und zeigen mir schon vorher, was sie spenden werden und sind richtig stolz auf sich.“ Insgesamt kam ein ganzer Bollerwagen und zusätzlich ein Korb voller Spiele, Bücher und Kleider zusammen.
Spenden gehen an die Aktion „Initiative Kinderaugen“
In diesem Jahr unterstützen die Spenden die Aktion „Initiative Kinderaugen“ aus Bochum. Die Initiative wurde 2017 von Yvonne Schröders ins Leben gerufen. Sie sorgt dafür, den Kindern aus ärmeren Verhältnissen ebenfalls die Möglichkeit zu bieten, ein Weihnachtsgeschenk zu bekommen. „Ich will der krank machenden Entwicklung von Kinderarmut entgegenwirken und habe schon weitere Projekte im Blick“, erläutert Yvonne Schröders: „Tagesausflüge anbieten, sicherstellen, dass die Kinder Geburtstagsgeschenke bekommen, dass sie einen vernünftigen Schultornister besitzen, dass sie Mitglied in Vereinen sein können.“ Mit der Unterstützung der Kita Eulenbaumstraße und anderen Einrichtungen kann die Aktion „Initiative Kinderaugen“ ihrem Ziel einen Schritt näher kommen.
Redaktion
Felix Knapp/ AWO Ruhr-Mitte
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WDR drehte für Lokalzeit in der Kita Am Schamberge
Im Rahmen der Wunschbaum-Aktion des Grillo Theaters in Essen stattete der WDR den Kindern der Kita Am Schamberge einen kleinen Besuch ab, um zu erfahren, was für Wüsche die Kinder eigentlich haben.
Auch dieses Jahr hat das Grillo Theater in Essen einen Wunschbaum aufgestellt. Kinder aus den lernHÄUSERN des Kinderschutzbundes Essen bekamen im Vorfeld die Möglichkeit, ihre Wünsche auf einen Zettel zu schreiben und diesen an den Tannenbaum zu hängen.
Seit dem 5. November können Besucher des Theaters sich einen Zettel aussuchen und somit einem Kind seinen Wunsch erfüllen. Einige Kinder kommen aus ärmeren Verhältnissen und können deshalb nicht unbedingt die Geschenke bekommen, die sie sich wünschen. Umso wichtiger ist die Wunschbaum-Aktion, um den Kindern eine gleichermaßen schöne Bescherung zu ermöglichen.
Für die Berichterstattung wollte der WDR noch einige weitere Kinder nach ihren Wüschen fragen und diese aufnehmen. Aufgrund der guten Zusammenarbeit in der Vergangenheit, stellte sich die AWO-Kita Am Schamberge zur Verfügung, um das Theater in Essen zu unterstützen.
Wann kommen wir ins Fernsehen?
Für die Kinder war es ein wahres Highlight, von einem Kamerateam gefilmt zu werden und in die "Lokalzeit" zu kommen. Schon vor den Dreharbeiten kam die erste Frage „wann sie denn ins Fernsehen kommen würden“.
Das Team des WDR filmte die Kinder zuerst beim Spielen und interviewte sie danach bezüglich ihrer Wünsche. Von einer Rennautobahn mit Looping bis hin zu Puppen war ganz viel Spielzeug dabei, aber auch ein Geschwisterchen stand bei einem Kind auf der Wunschliste. Die Kinder aus den lernHÄUSERN Essen waren hingegen mehr an Dingen wie einer Leinwand und einer Staffelei interessiert. Weitere Informationen zu der Aktion sind unter www.theater-essen.de/spielplan/a-z/wunschbaum-2020/ zu finden.
Redaktion
Felix Knapp/ AWO Ruhr-Mitte
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Jugendwerk: Stolperstein-Aktion am 9. November
Das Jugendwerk der AWO Bochum setzte ein Zeichen für Demokratie, Weltoffenheit und vor allem gegen das Vergessen: Am Gedenktag an die Reichspogromnacht haben Rebekka Grießmann und Jan-Eric Wolf aus dem AWO-Jugendwerk in Wattenscheid Stolpersteine gereinigt.
Das Projekt Stolpersteine wurde im Jahr 1992 durch die Initiative des Künstlers Gunter Demnig ins Leben gerufen und wird bis heute fortgesetzt. Dabei handelt es sich um kleine Gedenktafeln, die an die Opfer der NS-Verbrechen erinnern sollen. Sie werden meist unmittelbar vor dem letzten frei gewählten Wohnort der Betroffenen im Boden platziert. Auf den Stolpersteinen steht der Name, das Geburtsdatum und der Ort und das Datum des Todes. Mittlerweile gibt es über 75 000 Stolpersteine, die dafür sorgen, dass die Schicksale dieser Menschen nicht in Vergessenheit geraten.
Auch das Jugendwerk der AWO Bochum unterstützt diese Aktion traditionell und suchte sich dieses Jahr Stolpersteine in Wattenscheid aus, um diese zu putzen. Dazu zählte auch die Gedenktafel von Alfred Hess in der Wattenscheider Fußgängerzone.
Das Schicksal des Alfred Hess
Er wurde 1908 geboren und 1933 aufgrund einer psychischen Erkrankung in eine jüdische „Heil- und Pflegeanstalt“ eingewiesen. Dort lebte er bis er 1942 zusammen mit den anderen Patienten durch die Staatspolizei nach Izbica deportiert wurde, wo er im selben Jahr starb.
„Eine schreckliche Vorstellung“, betonten Rebekka Grießmann und Jan-Eric Wolf. „Wir können wirklich froh sein, in einer anderen Zeit zu leben. Aber umso wichtiger ist es, durch solche Aktionen auf die Vergangenheit aufmerksam zu machen, damit sich solche Verbrechen niemals wiederholen.“
Während der Putz-Aktion wurden einige Passanten auf die Stolpersteine aufmerksam. So auch ein Jugendlicher, der direkt mehr über sie wissen wollte – und ihre Geschichte und die Schicksale, die sich dahinter verbergen, jetzt kennt.
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Felix Knapp/ AWO Ruhr-Mitte
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AWO - aktuell (Ausgabe 2/2020)
Unsere Themen:
- NS-Vergangenheit zum Thema machen:
Arbeitsgruppe des Fanprojekts gestaltet Ausstellung im Bochumer Stadtarchiv
Weitere Themen
- AWO setzt auf Nachhaltigkeit
- Gemüsebeete für Kids angelegt
- Migrationsberatungen informierten über ihre Arbeit
- Menschen wieder an den Arbeitsmarkt heranführen
AWO Westliches Westfalen:
- Neuer Vorstand gewählt
Aktiver AWO-Mitgliederverband:
- Die Kreisvorsitzenden im großen Interview
- Päckchen packen für Wohnungslose
- Ausbildung zum/zur Schlaganfall-Helfer*in
Herne: Neue Kita soll im August 2021 starten
Die AWO Ruhr-Mitte freut sich auf eine weitere Kita in Herne. An der Castroper Straße entsteht eine neue Einrichtung für über 100 Kinder. Wenn alles gut geht, sollen die Arbeiten im August 2021 abgeschlossen sein.
„Mit dann 30 Kindertagesstätten in Herne und Bochum gehören wir zu den größten Trägern im mittleren Ruhrgebiet“, schildert Serdar Yüksel, Vorsitzender der AWO Ruhr-Mitte. „Aber wichtig ist uns nicht die Quantität, sondern die Qualität. In unseren Einrichtungen werden Kinder betreut, unser Ziel ist es jedoch gleichzeitig auch, die Lebensbedingungen und Entwicklungschancen von Kindern und ihren Familien zu unterstützen und zu verbessern. Wir bereiten Kinder ganzheitlich und wertebewusst auf das Leben vor.“
Wir bereiten Kinder ganzheitlich und wertebewusst auf das Leben vor.
Dazu braucht es engagierte Mitarbeiter*innen genauso wie die passenden Räume, die zur Entfaltung junger Menschen und Persönlichkeiten beitragen. Solche Möglichkeiten wird auch die neue Einrichtung an der Castroper Straße schaffen. Auf dem rund 4000 Quadratmeter großen Grundstück baut die „Staffel Group“ für die AWO Ruhr-Mitte ein Gebäude mit über 1000 Quadratmetern. Die Bodenplatte ist gelegt, auch die ersten Wände wachsen bereits in die Höhe. Das Besondere: Die Kita wird ausschließlich ebenerdig angelegt sein, ist somit durch und durch barrierefrei.
Inhaltlich wird die Einrichtung ein spezielles Profil entwickeln und sich den Themen Natur und Umwelt widmen. „Wir haben mit der tiergestützten Pädagogik bislang schon sehr gute Erfahrungen gemacht. Das wollen wir in der neuen Kita noch stärker herausarbeiten“, betont Marc Schaaf, Geschäftsführer der AWO Ruhr-Mitte.
Zukunftsweisende Themen wie Ökologie und Nachhaltigkeit vermitteln.
Damit ist gemeint, dass die Mädchen und Jungen möglichst früh mit Tieren und tierischen Produkten in Berührung kommen. In den Kitas der AWO Ruhr-Mitte gab es schon Schafe, Bienen oder Hühner, die jeweils auf dem Außengelände untergebracht waren - oder noch sind. „So lernen die Kinder einerseits frühzeitig Verantwortung zu übernehmen, wenn sie sich um die Tiere kümmern müssen. Andererseits bekommen sie einen besonderen Zugang zu den Bereichen Natur und Umwelt, wir vermitteln ihnen spielerisch ein Bewusstsein für zukunftsweisende Themen wie Ökologie und Nachhaltigkeit“, sagt Marc Schaaf.
Gerne hätte die AWO Ruhr-Mitte einen „Grundstein gelegt“ oder der Öffentlichkeit das Bau-Projekt vor Ort vorgestellt. Die Corona-Situation macht Veranstaltungen dieser Art jedoch zurzeit unmöglich. Der Wohlfahrtsverband setzt daher ganz stark auf eine Eröffnungsfeier im Spätsommer 2021 mit dann rund 100 Kindern im Alter zwischen null und sechs Jahren, die in sechs Kita-Gruppen untergebracht sein werden. „Ein Fest, das zu diesem Zeitpunkt hoffentlich wieder in entspannter Atmosphäre ohne Auflagen über die Bühne gehen kann“, kündigen Serdar Yüksel und Marc Schaaf an.
Auf www.staffel-group.de findet sich der Baufortschritt der Kita als Foto-Dokumentation.
Redaktion
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
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Kinder werden zu Umweltschützern
Die AWO Kita Waldring gewann eine Umweltprämie im Rahmen des Projektes „Klimaschutz: So machen WIR´s!“. Mit vielen Aktivitäten rund um die Bereiche Umwelt, Mülltrennung und Nachhaltigkeit haben die Erzieher*innen den Kindern die Themen altersgerecht nähergebracht.
Teilgenommen haben Kitas von verschiedenen Trägern. Ziel des Projektes, welches 2019 und 2020 jahresübergreifend stattgefunden hat, war es, die Kinder für den Umweltschutz zu sensibilisieren und die Einrichtungen umweltfreundlicher zu machen. Bewerben konnten sich die Kindertagesstätten, indem sie die Aktivitäten, die sie im Rahmen der Kampagne durchgeführt haben, in schriftlicher Form einreichten. Belohnt wurden sie anschließend mit einer Prämie von 600 bis 700 Euro, die den Einrichtungen frei zur Verfügung stehen.
In der AWO Kita Waldring übernahm die langjährige Erzieherin Atika Bouyhouyach die Projektleitung. Mit verschiedenen Projekten zu den Themen Mülltrennung und Wasseraufbereitung durften die Kinder aktiv an den Ausflügen und Experimenten teilnehmen, um so einen besseren Einblick in die Bereiche zu bekommen. In Gruppen von je 15 bis 45 Kindern konnten sie an den verschiedenen Aktivitäten Teil haben.
Die verschiedenen Projekte
Zu Beginn wurden die kleinen Forscher*innen interviewt um herauszufinden, welche Vorstellung sie davon haben, was mit dem Müll nach der Entsorgung in der Abfalltonne passiert. Von „Der Müll wird auf einen Müllberg gekippt und dann braun“, bis zu „Der Müll wird verbrannt und vergraben“, waren jede Menge interessanter Antworten dabei. Nach der Fragerunde wurde der Müll aus der Gruppe von den Kindern sortiert und analysiert. Dabei unterschieden sie zwischen Biomüll, Papier und Plastik. Um feststellen zu können, welcher Abfall sich in welcher Form zersetzt, wurde jeweils ein Apfel, ein Joghurtbecher, ein Stück Alufolie und ein Blatt Papier im Beet auf dem Kita-Gelände vergraben. Alle zwei Tage haben die Kinder die Gegenstände wieder ausgebuddelt, um zu überprüfen, in wie weit sie sich verändert haben. Dabei konnten sie feststellen, dass der Apfel nach einer Woche leicht von Würmern angefressen wurde und das Papier durchweichte. Die Folie und der Joghurtbecher blieben hingegen unverändert.
Desweiteren beschäftigten die Kinder sich mit dem Thema Wasserreinigung. Dafür haben die Erzieher*innen zusammen mit den Kids eine kleine „Kläranlage“ gebaut. Das Wasser musste mehrfach gefiltert werden, bis es halbwegs sauber wurde. So sahen die Kinder, welch ein Aufwand hinter der Reinigung des Wassers steckt und erkannten so, dass es umso wichtiger ist Wasser einzusparen.
Die 700 Euro Prämie für die AWO Kita Waldring wird dem Förderverein zur Verfügung gestellt, um damit zukünftige Projekte zu finanzieren.
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Felix Knapp/ AWO Ruhr-Mitte
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#Einheitsbuddeln: Kita bekommt einen Birnbaum
Auch dieses Jahr beteiligte sich die AWO Ruhr-Mitte am bundesweiten Projekt #Einheitsbuddeln. In der AWO Kita Hermannstraße wurde zusammen mit Eltern und Kindern ein neuer Birnbaum auf dem Gelände gepflanzt.
Ein weiterer wichtiger Schritt, die Einrichtungen der AWO nachhaltiger zu gestalten. Rund zehn Kinder der Kita Hermannstraße sind zusammen mit ihren Eltern am Tag der deutschen Einheit zu ihrer Kindertagesstätte gekommen, um unter dem Motto #Einheitsbuddeln einen Birnbaum zu pflanzen. Für die Kids war es ein großer Spaß, das Loch zu buddeln und das frisch eingepflanzte Bäumchen zu gießen. Mit anschließendem Kaffee und Kuchen wurde es für alle zu einem schönen Vormittag.
Begonnen wurde die Aktion mit einer kurzen Begrüßung von Marc Schaaf (Geschäftsführer der AWO Ruhr-Mitte): „Es ist ein schönes Projekt, um das ökologische Profil der AWO zu stärken und ich freue mich darauf, viele weitere Obstbäume in unseren Einrichtungen zu pflanzen, um so einen Beitrag zur Nachhaltigkeit zu leisten.“ Des Weiteren erwähnte er, dass bereits mit anderen Aktionen erste Schritte in diese Richtung getätigt wurden, sei es mit Bienenvölkern oder kleinen Hühnerställen in Kindertagesstätten.
Auf zum Buddeln
Daraufhin leitete Gaby Drees (Leitung der Kita Hermannstraße) das Buddeln ein. Mit bunten Schüppen machten sich die Kinder an die Arbeit, ein passendes Loch für den neuen Obstbaum zu schaufeln. Nachdem das Bäumchen erfolgreich eingebuddelt wurde, konnten die Kids fleißig gießen, damit er zu einem großen Baum heranwachsen kann.
Abschließend gab es noch Kaffee und Kuchen. Während die Eltern und Erzieher*innen sich unterhielten, konnten die Kinder auf dem Gelände spielen und den Vormittag mit ihren Freunden verbringen.
Redaktion
Felix Knapp/ AWO Ruhr-Mitte
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Migrationsberatungen informierten über ihre Arbeit
MBE-Aktionstag in Herne: Zusammen mit der Jüdischen Gemeinde, Plan B und dem Roten Kreuz lud der Fachbereich Integration und Migration der AWO Ruhr-Mitte in die hauseigenen Räume am Bahnhofsplatz ein.
Vorrangiges Ziel der Beteiligten war es, einem breiten Publikum darzustellen, wie wichtig die Arbeit der Migrationsberatungsstellen für erwachsene Zuwanderer (MBE) ist.
So gehören vor allem die sozialpädagogische Beratung und die Begleitung von Menschen mit Einwanderungsgeschichte zu den inhaltlichen Schwerpunkten der bundesweit 1493 Einrichtungen, die offiziell Beratungsstellen sind. Das Portfolio wird durch Netzwerkarbeit im örtlichen Gemeinwesen ergänzt. Die Hauptamtlichen sind zudem Schnittstelle zu ehrenamtlichen Gruppen, in denen niederschwellige Integrationsarbeit stattfindet.
Allein 2019 kamen die Träger bundesweit auf 316.616 Beratungsfälle. Zählt man die 242.955 Angehörigen hinzu, die mitberaten worden sind, erreichten die Mitarbeiter*innen 559.571 Personen. Die Ratsuchenden stammen vor allem aus Syrien, aber auch aus Afghanistan oder dem Irak. In Herne zählt die AWO-Beratungsstelle aktuell 450 Fälle.
Wir mussten kreative Lösungen finden, um unser Angebot aufrecht zu halten und den Menschen zu helfen.
Zu den Mitarbeiter*innen vor Ort gehört Türkan Bektas. Sie sprach beim Aktionstag auch über die letzten Monate, insbesondere wie sich die Corona-Krise auf die Arbeit ausgewirkt hat. „Die Ängste, Sorgen und Nöte der Menschen, die sich an uns wenden, verschwinden ja nicht einfach so mit einem Lockdown. Im Gegenteil: Die psychologische Belastung ist noch größer geworden. Wir mussten also ganz schnell kreative Lösungen finden, um unser Angebot aufrecht zu halten und den Menschen weiter zu helfen.“
Ob mit Distanz am Fenster, per Telefon oder über digitale Medien: Auf verschiedenen Wegen fanden Ratsuchende und Berater*innen in den vergangenen Wochen zusammen. Auch die Online-Beratung (www.mbeon.de) und die dazu passende App ist in dieser Phase häufiger genutzt und beim MBE-Aktionstag noch einmal vorgestellt worden. „Die Corona-Krise hat erneut gezeigt, wie wichtig und systemrelevant unsere Arbeit ist. Deshalb ist es uns ein Anliegen, noch mehr über unser Netzwerk zu informieren und unsere Arbeit noch bekannter zu machen. Dazu dient auch Jahr für Jahr der MBE-Aktionstag, an dem wir uns deswegen gerne regelmäßig beteiligen", schilderte Türkan Bektas.
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Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
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Ausstellung "Unsere Heimat, unsere Liebe" im Stadtarchiv
Florian Kovatsch (li.) und Tobias Mayatepek
beim Aufbau der Ausstellung.
Unter Koordination des Fanprojekt Bochum konzipierte die Arbeitsgruppe „1938 nur damit es jeder weiß“ die Ausstellung „Unsere Heimat, unsere Liebe“. Die Ausstellung ist ab 6. Oktober im Stadtarchiv Bochum zu sehen.
Thematisiert wird die NS-Vergangenheit der Stadt Bochum, die Gründung des VfL Bochum 1848 sowie die Geschichte des letzten Fußballmeisters im jüdischen Verbund, Schild Bochum.
„Unsere Heimat, unsere Liebe“ wurde u. a. mit Mitteln des Bundesprogramms „Farbe bekennen - Demokratie leben“ finanziert. Über 20 Fans des VfL Bochum 1848 wirkten bei der inhaltlichen und grafischen Gestaltung der Ausstellung mit. Sie besteht aus 20 Ausstellungstafeln, drei doppelseitig bedruckten Messewänden, Wahlplakat-Exponaten sowie zwei Videobeiträgen.
Ab dem 6. Oktober 2020 wird die Ausstellung im Stadtarchiv Bochum präsentiert. Im kommenden Bochumer Jubiläumsjahr 2021 soll „Unsere Heimat, unsere Liebe“ ab dem Februar als Wanderausstellung an möglichst zahlreichen gut frequentierten Orten und Lokalitäten in Bochum präsentiert werden. Die Ausstellung adressiert insbesondere junge Bochumer*innen.
Über die Ausstellung
Das Konzept der Erinnerungsorte aufgreifend, werden geschichtsträchtige Orte in Bochum unter anderem via Verwendung von QR-Codes vorgestellt. Der Fußballsport wird als Aufhänger für historisch-politische Bildung genutzt. „Unsere Heimat, unsere Liebe“ erläutert, warum es sich beim Ruhrstadion um einen Erinnerungsort handelt, wann und wie der VfL gegründet wurde und wer der letzte Fußballmeister im jüdischen Verband wurde - und welches Schicksal die Mitglieder der Meistermannschaft kurz darauf bereits erleiden mussten.
Es wird die Bedeutung der Gauhauptstadt Bochum für das NS-Regime skizziert sowie über den alltäglichen Antisemitismus in unserer Stadt von 1933 bis 1945 informiert. Das Herzstück der Ausstellung, drei Messewände in Form des VfL-Logos angeordnet, transferiert die Thematik in die Gegenwart und fordert zur kritischen Auseinandersetzung mit Antisemitismus und Rassismus in der heutigen Gesellschaft auf. Hier wird insbesondere der Aspekt der Verbreitung von „Hate Speech“ und „Fake News“ über das Internet fokussiert.
Partizipation als Bestandteil
Die Konzeption der Ausstellung ist Teil der Erinnerungsarbeit des Fanprojekt Bochum. Die Partizipation von jungen und erwachsenen Fans des VfL Bochum 1848 ist elementarer Bestandteil der Etablierung einer aktiven Erinnerungskultur in Bochum. Diese Form der Erinnerungsarbeit soll junge Menschen zum Nachdenken anregen und dazu befähigen, Narrative der Geschichtsschreibung kritisch zu reflektieren.
So kann Erinnerung auch zur Verwandlung in positive Werte - aus einem negativen Ursprungsereignis heraus - genutzt werden. Der VfL Bochum 1848 wird zwar unter Mitwirkung der NSDAP gegründet. Seine Fans setzen sich jedoch heute für demokratische Prozesse und die Vermittlung von Geschichtsbewusstsein ein.