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AWO-Einrichtungen bieten nur noch Notbetreuungen
Die „Notbremse“ der Bundesregierung zur Eindämmung der Corona-Pandemie zieht – und sorgt für Veränderungen in Kindertagesstätten und Offenen Ganztagsschulen der AWO Ruhr-Mitte.
So gibt es ab Montag, 26. April, ausschließlich eine bedarfsorientierte Betreuung. Grundlage dafür ist das Bundesinfektionsschutzgesetz, das auch für die Einrichtungen der AWO Ruhr-Mitte gilt. Die sogenannte „Notbremse“ besagt, dass in Kreisen und kreisfreien Städten bei einer 7-Tages-Inzidenz von über 165 an drei aufeinanderfolgenden Tagen ein Betreuungsverbot mit bedarfsorientierter Notbetreuung erfolgt. Dies wird Montag sowohl in Bochum als auch in Herne der Fall sein.
Anspruchsberechtigt für die bedarfsorientierte Notbetreuung sind folgende Kinder und Familien:
- Kinder, für die der Besuch eines Betreuungsangebotes aus Gründen des Kinderschutzes erforderlich ist. Das ist der Fall, wenn der Besuch der Kindertagesbetreuung als Folge einer familiengerichtlichen Entscheidung oder im Rahmen von Maßnahmen und Schutzplänen nach § 8a SGB VIII erforderlich ist sowie Kinder, die diese Angebote in Folge einer Entscheidung nach den §§ 27 ff. SGB VIII (Hilfen zur Erziehung) wahrnehmen.
- Besondere Härtefälle in Absprache mit dem zuständigen Jugendamt.
- Kinder aus belasteten Lebenslagen beziehungsweise deren Lebenssituation ggf. mit einem erhöhten Bedarf einhergeht und die einen besonderen individuellen Bedarf haben. Diese Familien werden von den Kindertagesbetreuungsangeboten aktiv angesprochen und eingeladen.
- Kinder mit Behinderungen und Kinder, die von wesentlichen Behinderungen bedroht sind und bei denen dies von einem Träger der Eingliederungshilfe festgestellt wurde.
- Kinder im letzten Jahr vor der Einschulung.
- Kinder, deren Eltern die Betreuung nicht auf andere Weise sicherstellen können, insbesondere, wenn sie ihrer Erwerbstätigkeit nachgehen müssen. Eltern sollen Kinderbetreuung nur dann in Anspruch nehmen, wenn eine Betreuung nicht anderweitig sichergestellt werden kann. Für den Fall, dass Betreuung in Anspruch genommen wird, muss eine Eigenerklärung vorgelegt werden, dass eine Notbetreuung erforderlich ist (Ein Muster kann hier heruntergeladen werden).
Eine Rückkehr von der bedarfsorientierten Notbetreuung in den eingeschränkten Regelbetrieb erfolgt, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinander folgenden Werktagen wieder unter 165 liegt.
Auch die Schulen wechseln Montag in den Distanzunterricht; auch hier wird es Notbetreuungen in den Schulen bzw. in den Offenen Ganztagsschulen geben. Die Notbetreuungen müssen angemeldet werden (Ein Muster kann hier heruntergeladen werden).
Diese gesetzlichen Regelungen gelten Stand heute bis zum 30. Juni 2021.
Redaktion
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
E-Mail: c.becker@awo-ruhr-mitte.de
„Waldhütte“ lässt keine Kinderwünsche offen
Turnen, Toben, Therapien: Ein Dreiklang, den der neue Bewegungsraum der AWO Kita Am Chursbusch spielerisch bildet. Rund 25 000 Euro sind dazu in die Sanierung und Ausstattung geflossen, Ende März konnten die Kids ihre „Waldhütte“ erstmals nutzen.
„Dieses Motiv haben die Kinder selbst ausgesucht. Und ich finde, das passt auch richtig gut zu uns und zur Lage ,Am Chursbusch‘“, sagt Kita-Leiterin Stefanie Riebeling.
Spiel- und Therapieplatz gleichzeitig
So kommt der Bewegungsraum mit chicen grünen Elementen daher, zudem natürlich mit viel Holz und einem kleinen Dachvorsprung. Am Spinnennetz können die Mädchen und Jungen hochklettern, genauso wie an der Sprossen- und an der Mini-Boulderwand. Inmitten des Raumes befindet sich eine Schaukel an einem Schienensystem. „Damit haben wir vor drei Jahren die Sanierung begonnen“, schildert Stefanie Riebeling. „Darauf schaukelt zwar jedes Kind gerne, sie dient aber vor allem dem Ergotherapeuten, der einmal in der Woche zu uns kommt, als Bewegungsinstrument für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf.“
Wir schaffen die Basis für einen gesunden und aktiven Lebensstil.
Demnach ist der neue Bewegungsraum Spiel- und gleichzeitig auch Therapieplatz. Stefanie Riebeling erklärt den pädagogischen Ansatz: „Wir wollten bei der Anschaffung möglichst viele Bewegungsmöglichkeiten berücksichtigen. Nur so bleibt der Raum interessant genug, die damit verbundene Gesundheitsförderung bei den Kindern auch nachhaltig zu gestalten. Wir schaffen auf diesem Weg die Basis für einen gesunden und aktiven Lebensstil.“
Und der beginnt „Am Chursbusch“ draußen, mit einem großen, grünen Außengelände. Nicht nur bei schlechtem Wetter ist die „Waldhütte“ jetzt die dazu perfekte Ergänzung.
Förderer machen Sanierung möglich
Möglich gemacht haben die Neugestaltung des Bewegungsraumes der Förderverein, das Familienzentrum selbst, die ETL-Kinderträume-Stiftung, die Kanzlei ETL Scholz & Partner in Bochum und die Pauly Fenster und Türen GmbH.
Die Kita Am Chursbusch gehört zu den traditionsreichen Standorten der AWO in Bochum, wurde im Juli 1977 mit zunächst drei Gruppen eröffnet. Im Dezember 2009 kam eine weitere Gruppe dazu. Seitdem besuchen insgesamt 75 Kinder im Alter von null Jahren bis zur Einschulung das zertifizierte Familienzentrum in Linden.
Redaktion
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
E-Mail: c.becker@awo-ruhr-mitte.de
Digitaler Stadtrundgang: in 90 Minuten zu 11 Stationen
Das Fanprojekt Bochum hat in Kooperation mit dem Projekt „Lernen durch Erinnern“ sowie der AG „1938 nur damit es jeder weiß“ einen digitalen Stadtrundgang durch Bochum erstellt.
An 11 Stationen können interessierte Bochumer*innen eigenständig und interaktiv ihre Stadt erkunden und so etwas über die Entstehungsgeschichte des VfL Bochum 1848 sowie die jüdischen Bochumer Fußballmeister des Vereins Schild erfahren.
In der kostenfreien App
Der digitale Stadtrundgang „Fußball und jüdisches Leben in Bochum in der NS-Zeit“ wird am 14. April 2021, dem 83. Jahrestag der Gründung des VfL Bochum 1848, veröffentlicht. Er ist unter der kostenfreien App „biparcours“ des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen verfügbar. Beginnend am Marathontor des Vonovia-Ruhrstadions führt der Parcours über den Stadtpark und die Neue Synagoge in die Bochumer Innenstadt. Er ist geeignet für Interessierte ab 14 Jahren. In der Dauer eines Fußballspiels können Teilnehmende Wissenswertes aus den Rubriken Sport, Politik und Geschichte in Bochum erfahren.
Die App kann unter folgendem Link heruntergeladen werden: https://www.biparcours.de/. In der angehängten pdf-Datei wird erläutert, wie der Parcours digital abrufbar ist. Auf den Websites www.fanprojekt-bochum.de sowie https://lernendurcherinnern.ruhr-uni-bochum.de/ kann der Rundgang auch als pdf-Datei heruntergeladen werden.
Redaktion
Florian Kovatsch/ Fanprojekt Bochum
E-Mail: f.kovatsch@fanprojekt-bochum.de
AWO - aktuell (Ausgabe 1/2021)
Unsere Themen:
- "Fenster auf!" am Emmi-Haus:
Konzert begeistert zur Corona-Zeit
Weitere Themen
- Neues Projekt soll Horsthausen beleben
- "Frauen*kampftag" 2021
- Tag gegen Rassismus 2021
- "Bochum zusammen" für Masken in Bochum
AWO Westliches Westfalen:
- Neue Projekte der AW Kur laufen an
Aktiver AWO-Mitgliederverband:
- "Zigeunerlager" ein Denkmal setzen
- Video bietet Zeitreise durch 100 Jahre AWO in Bochum
- AWO Herne an der Seite der Friedensbewegung
AWO Betreuungsverein lädt ein zum digitalen Vortrag
„Selbstbestimmung vs. Fürsorge - Betreuung unter ethischen Gesichtspunkten“ - unter diesem Motto lädt der AWO-Betreuungsverein am Mittwoch, 21. April, um 16 Uhr zu einem digitalen Vortrag ein.
„In diesem Vortrag wird auf das ethische Spannungsfeld zwischen Selbstbestimmung und professioneller Fürsorge in der Betreuung von Menschen mit psychischen Erkrankungen eingegangen. Wir stellen dazu ein praxisnahes Konzept von Selbstbestimmung und Selbstbestimmungsfähigkeit vor und besprechen Kriterien, die für die Anwendung von Zwang von Bedeutung sind“, kündigt AWO-Mitarbeiterin Sara Falkenstein an.
Anhand von konkreten Fallbeispielen aus der psychiatrischen Praxis rücken in der Diskussion mit den Teilnehmenden außerdem folgende Fragen in den Fokus: Wann ist die Anwendung von Zwang gerechtfertigt? Wie kann Zwang im Umgang mit Menschen mit psychischen Erkrankungen vermieden werden?
Diese Veranstaltung richtet sich an ehrenamtliche rechtliche Betreuer*innen sowie alle Interessierten. Als Experte und Gesprächspartner steht Dr. med. Jakov Gather vom LWL-Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum zur Verfügung.
Eine Anmeldung ist erforderlich über stadtbuero@awo-ruhr-mitte.de per E-Mail und möglich bis zum 14. April. Nach erfolgter Anmeldung erhalten die Teilnehmenden dann den Web-Link zur Zoom-Konferenz. Unter Tel. 0234/50758-73 steht Sara Falkenstein für Vorab-Informationen zur Verfügung.
Redaktion
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
E-Mail: c.becker@awo-ruhr-mitte.de
Senior*innen und Kids tauschen Osterhasen aus
Die Senior*innen aus der Auguste-Sindermann-Tagespflege und die Kinder der AWO Kita Breddestraße pflegen auch in Zeiten der Pandemie ihren generationsübergreifenden Austausch: jetzt mit einer besonderen Osteraktion.
So haben die Kinder des Familienzentrums mit ihrer Betreuerin Tanja Stais lustige Osterhasen für die Senior*innen gebastelt. Der Clou: Die langen Ohren bestehen aus Fußabdrücken der Kinder mit ihren jeweiligen Namen. Dadurch bekamen die Hasen eine ganz persönliche Note.
Proppere Osterbasteleien
Die Gäste der Tagespflege freuten sich so sehr über die Aufmerksamkeiten aus der Kita, dass auch sie sich mit einer kleinen Bastelei bedanken wollten. Zwei Mitarbeiterinnen der Tagespflege nähten dazu Stoffhasenhüllen, die anschließend von den Senior*innen mit Papierstreifen gefüllt wurden, sodass sie am Ende die für einen Osterhasen richtigen Proportionen bekamen. Nach dem „Ausstopfen“ wurden die Hasen zudem mit Knöpfen und Glitzerstickern verziert.
Das Ergebnis: Auch die Kids aus der Breddestraße freuten sich riesig über ihre Osterüberraschung – und auf weitere Projekte gemeinsam mit den Gästen aus der Tagespflege an der Poststraße.
Redaktion
Felix Knapp/ AWO Ruhr-Mitte
E-Mail: stadtbuero@awo-ruhr-mitte.de
Neues Projekt soll Stadtteil Horsthausen stärken
Horsthausen gilt als Stadtteil mit besonderen Herausforderungen: Dazu zählen etwa eine hohe Arbeitslosigkeit, grundsätzliche soziale Spannungen oder auch eine ausbaufähige Infrastruktur. Die AWO Ruhr-Mitte will diese Herausforderungen jetzt direkt angehen – mit dem Projekt „wir.horsthausen.“
„Die Corona-Krise hat auf die strukturellen Probleme des Stadtteils noch einmal wie ein Brennglas gewirkt. Vor allem in Familien, bei Kindern und Jugendlichen zeigen sich nach einem Jahr unter erschwerten Bedingungen erste psychosoziale Folgen und Auswirkungen. Da wollen wir gegensteuern“, schildert AWO-Projektleiterin Nadine Albrecht.
Das Projekt bietet ein umfassendes sozialpädagogisches und psychosoziales Angebot, das zugeschnitten ist auf Familien, Kinder und Jugendliche.
Erschwerte Bedingungen, das seien in erster Linie „anhaltende Ausgangsbeschränkungen, Kontaktverbote, Homeschooling – teils ohne digitale Ausstattung – sowie die Schließung von Begegnungsstätten“, sagt die 28-jährige psychosoziale Beraterin weiter. „Das führt noch einmal zu vielen kurz- und langfristigen Folgen im Stadtteil: Soziale Konflikte untereinander, der Zugang zu Bildung für Kinder und Jugendliche wird erschwert, das Risiko von Vernachlässigung von Kindern und häuslicher Gewalt steigt. Durch die fehlende psychische Entlastung kommt der Anstieg an Therapiebedarf hinzu, der aber bei weitem nicht gedeckt werden kann.“
Hier setzt die AWO-Mitarbeiterin als erstes an: „Das Projekt bietet ein umfassendes sozialpädagogisches und psychosoziales Angebot, das zugeschnitten ist auf Familien, Kinder und Jugendliche. Es ist gerade jetzt wichtig, die seelische Gesundheit der Leute zu unterstützen, um trotz allem gestärkt aus der Krise zu gehen. Und wo ginge das besser, als im direkten Umfeld, im Quartier. Dabei gilt es, sowohl bestehende und vertraute Angebote und Strukturen im Stadtteil zu nutzen bzw. an die Situation anzupassen sowie alternative Möglichkeiten der Unterstützung zu schaffen.“
Unterstützungen konkret an Bedarfe anpassen
Natürlich wirke sich Corona dabei auch direkt auf das Projekt aus. „Unser Anliegen ist, in den Stadtteil hineinzuhören, damit wir Unterstützungen konkret an Bedarfe anpassen können. Weil direkte Kontakte zurzeit einzuschränken sind, gibt es eine Online-Umfrage, an der sich die Menschen in Horsthausen hoffentlich zahlreich beteiligen.“
Außerdem öffnet im April noch eine direkte Anlaufstelle für interessierte Bürger*innen. An der Horsthauser Straße 166 finden sie dann – nach Terminabsprache – Rat, Hilfe und Nadine Albrecht, die gleichzeitig als soziale „Quartierskümmererin“ agiert. „Als soziale Quartierskümmererin bin ich Anlaufstelle für Ratsuchende sowie Initiatorin für sozialpädagogische Programme für Familien, Kinder und Jugendliche. Gleichzeitig koordiniere ich die Projektsteuerung sowie die Kooperation mit lokalen Trägern, Vereinen oder anderen Initiativen vor Ort. Damit unsere Hilfe nachhaltig und übergreifend stattfindet, brauchen wir die Vernetzung aller, die sich im Stadtteil engagieren oder engagieren wollen“, kündigt Nadine Albrecht an.
Kontakt & Info
Das Projekt „wir.horsthausen.“ ist telefonisch zu erreichen unter 0160/90360761 oder über n.albrecht@awo-ruhr-mitte.de per E-Mail. Auf wir.horsthausen.de ist auch der Link zur Umfrage zu finden.
Das Projekt ist Anfang März gestartet, befristet bis Jahresende und wird gefördert von der Europäischen Union und dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen.
Redaktion
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
E-Mail: c.becker@awo-ruhr-mitte.de
Initiative plant Gedenktafel für "Zigeunerlager"
Oliver Krudewig (Baugenossenschaft Bochum, li.),
Hans-Peter Herzog, Werner Schmitz und
Christian Seip (Baugenossenschaft Bochum).
Autor Werner Schmitz, AWO und Baugenossenschaft Bochum wollen ein sichtbares Zeichen der Erinnerung für Sinti in Eppendorf schaffen. Bezirksvertretung Wattenscheid entscheidet am 23. März über die Finanzierung.
Geschichte, die verdrängt und vergessen wurde, wieder sichtbar machen: Genau das ist das Ziel einer Initiative zur Errichtung einer Gedenktafel für das ehemalige, sogenannte „Zigeunerlager“ an der Ruhrstraße in Eppendorf. Am 23. März entscheidet die Bezirksvertretung Wattenscheid über die Finanzierung. Die dortige „Ampelkoalition“ setzt das Thema auf die Tagesordnung, bis zu 1500 Euro sollen bereitgestellt werden.
Recherchiert hat die Geschichte des Lagers der Schriftsteller und frühere „stern“-Reporter Werner Schmitz. Es existierte von 1938 bis 1943, bis zu 33 Sinti mussten dort zwangsweise leben. 751 Eppendorfer unterschrieben einen Protestbrief gegen das Lager – nicht, weil sie gegen das Lager waren, sondern gegen ein Lager in ihrer Nachbarschaft.
Jedes Opfer ist eines zu viel.
So heißt es auch im Antrag für die Sitzung der Bezirksvertretung über die Arbeit von Werner Schmitz: „Er zeigt die Gleichgültigkeit bis offene Ablehnung der Bevölkerung gegenüber den dort separierten Sinti. Diese Gleichgültigkeit und Ablehnung sieht Schmitz mit als einen Grund dafür, dass die Nationalsozialisten die Menschen aus dem Lager ohne Widerspruch in Konzentrationslager verschleppen und umbringen konnten. Nur zwei Bewohner des Lagers überlebten. In Eppendorf und Wattenscheid wurde das Lager vergessen oder verdrängt. Wir wollen erinnern an die Opfer des nationalsozialistischen Terrors und gleichzeitig dazu auffordern, wach zu bleiben, damit sich solche Gräueltaten nicht wiederholen. Angesichts rechtsextremistischer Gewalttaten in jüngster Zeit ist es notwendiger denn je, sich mit den Gräueltaten des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen und demokratischen Gemeinsinn zu stärken. Jedes Opfer dabei ist eines zu viel.“
Zur Initiative für die Gedenktafel gehören außerdem die AWO, die Baugenossenschaft Bochum eG, der das Grundstück heute gehört, und auch Wattenscheids Bezirksbürgermeister und AWO-Mitglied Hans-Peter Herzog (SPD) steht hinter dem Projekt. Bei einem Ortstermin machten sich die Initiatoren ein Bild von den aktuellen Begebenheiten an der Ruhrstraße/Ecke Dahlhauser Straße und wie dort die Gedenktafel integriert werden könnte.
Dass der Weg nach Auschwitz vor unserer Haustür begann, zeigt das Eppendorfer ‚Zigeunerlager‘.
„Alle kennen Auschwitz. Aber Auschwitz ist weit weg. Dass der Weg nach Auschwitz vor unserer Haustür begann, zeigt das Eppendorfer ‚Zigeunerlager‘“, betont Werner Schmitz, warum das Erinnern so wichtig ist – und einen entsprechenden Platz in Form einer Gedenktafel auch im Stadtbild bekommen sollte.
„Wir können Werner Schmitz für seine Recherchen nur dankbar sein. Die daraus resultierende Gedenktafel soll uns allen noch einmal ein eindrucksvolles Zeugnis darüber sein, dass die Verbrechen der Nationalsozialisten so viele Opfer forderten, die in unserem Bewusstsein nicht unmittelbar verankert sind. Das zu ändern, ist mit ein Ziel unseres gemeinsamen Engagements“, betont Hans-Peter Herzog.
Online-Veranstaltung
Zusammen mit der AWO lädt Werner Schmitz am Donnerstag, 18. März, um 19 Uhr zum digitalen Themenabend über das „Zigeunerlager“ ein. Anmeldungen sind möglich über stadtbuero@awo-ruhr-mitte.de per Mail. Per Rückantwort gibt es dann die Zugangsdaten für die Zoom-Konferenz.
Redaktion
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
E-Mail: c.becker@awo-ruhr-mitte.de
Digitaler Themenabend über "Zigeunerlager" Eppendorf
Werner Schmitz.
Werner Schmitz hat die Geschichte des damals so genannten "Zigeunerlagers" in Eppendorf recherchiert. Zusammen mit der AWO lädt er am 18. März ein zu einem digitalen Themenabend über das Schicksal der Sinti aus dem Bochumer Stadtteil - und hält der Gesellschaft heute den Spiegel vor.
„Plötzlich waren alle weg.“ So betitelt Werner Schmitz seine Recherchen über das ehemalige, sogenannte „Zigeunerlager“, das von 1938 bis 1943 in Eppendorf stand. 751 Eppendorfer unterschrieben damals einen Protestbrief gegen die Errichtung – nicht, weil sie gegen das Lager an sich waren, sondern weil sie etwas gegen ein Lager vor ihrer Haustür hatten. Dass am Ende alle Bewohner*innen in Konzentrationslager deportiert und bis auf wenige Ausnahmen ermordet wurden, interessierte die Nachbarschaft hingegen weniger. Sie waren halt „plötzlich weg“.
Dass der Weg nach Auschwitz vor unserer Haustür begann, zeigt das Eppendorfer ‚Zigeunerlager‘.
Gründe genug für Werner Schmitz, die Geschichte des „Zigeunerlagers“ aufzuarbeiten und das Schicksal der dort lebenden Menschen in Erinnerung zu rufen. Nachzulesen ist sein Bericht auf www.werner-schmitz.de im Netz, die „Woche gegen Rassismus“ nimmt der Autor und frühere „Stern“-Reporter“ zum Anlass, um über das Gewesene mit möglichst vielen Interessierten ins Gespräch zu kommen. Zusammen mit der AWO Bochum lädt er daher ein zu einem digitalen Themenabend am Donnerstag, 18. März, um 19 Uhr.
„Alle kennen Auschwitz. Aber Auschwitz ist weit weg. Dass der Weg nach Auschwitz vor unserer Haustür begann, zeigt das Eppendorfer ‚Zigeunerlager‘“, betont Werner Schmitz.
Tag gegen Rassismus ist zu einem großen Symbol unserer Arbeit als AWO geworden.
Die Bochumer AWO beteiligt sich traditionell mit unterschiedlichen Aktionen an der „Woche gegen Rassismus“, die seit den 1990er Jahren deutschlandweit stattfindet und den jährlichen „Internationalen Tag gegen Rassismus“ am 21. März in den Fokus rückt. „Das, was zwischen 1933 und 1945 in Deutschland passiert ist, basierte auf einer menschenverachtenden Ideologie, auf Hass und Rassismus. In den letzten Jahren haben sich fremdenfeindliche und rassistische Tendenzen in unserer Gesellschaft wieder verfestigen können. Für die Menschen, Erwachsene und Kinder, denen Rassismus entgegenschlägt, ist Rassismus eine massive existenzielle Bedrohung und erweckt Angst und Schrecken. Dem muss unsere gesamte Gesellschaft entgegentreten, deswegen ist der ,Tag gegen Rassismus‘ zu einem großen Symbol unserer Arbeit als AWO geworden“, schildert Vorstandsmitglied Markus Knapp.
Die Teilnahme am Themenabend ist möglich per „Zoom“. Anmeldungen können über stadtbuero@awo-ruhr-mitte.de per Mail erfolgen. In der Rückantwort sind dann die Zugangsdaten zu finden.
Redaktion
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
E-Mail: c.becker@awo-ruhr-mitte.de
Virtuelle Vernissage aus dem CentrumCultur
Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März lädt das CentrumCultur der AWO zu einer Online-Ausstellung ein.
Die virtuelle Vernissage findet um 18 Uhr statt, das Video mit den Exponaten der Künstlerin Dina Alizzi ist dann bis Ende März auf www.centrumcultur.de zu sehen.
Beeindruckende Werke
„Die Bilder hängen dann zwar auch räumlich noch bei uns. Leider ist jedoch derzeit aufgrund der Pandemie-Situation kein Besuch möglich. Daher freuen wir uns, die Bilder zumindest online zeigen zu können. Wir hoffen, dass die beeindruckenden Werke von Dina Alizzi, die im arabischen Raum zahlreiche Schauen bereichert hat, auf diesem Wege trotzdem die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdient haben“, betont Mustafa Calikoglu, Leiter des CentrumCultur in Wattenscheid.
Dina Alizzi verfolgt mehrere Kunstrichtungen und -stile, sie war auch schon als Dozentin für den Jugendmigrationdienst der AWO in Bochum kunstpädagogisch aktiv. Ihre Leidenschaft und Talente sind auf dem Gebiet der Kunst sehr vielfältig und reichen von Glasmalerei, Bildkunst, Porträt-Ölmalerei, großen Wandbildern bis hin zu abstrakten Kunstwerken.
Ausstellungen im arabischen Raum
Ihre Werke und Gemälde wurden auf verschiedenen Ausstellungen in Dubai, im Irak und in Ägypten präsentiert. Auf Modenschauen in Bagdad und Kairo wurden viele von ihr kunstvoll verzierte Textilen, Gewänder und vor allem Kaftans vorgeführt. Jetzt stellt sie zum Internationalen Frauentag in Wattenscheid aus.
Die Idee dieses Tages ist bereits über 100 Jahre alt und kommt aus den USA. Dort hatten Frauen der Sozialistischen Partei Amerikas 1908 ein Nationales Frauenkomitee gegründet, welches beschloss, einen besonderen nationalen Kampftag für das Frauenstimmrecht zu initiieren.
Wurzeln liegen über 100 Jahre zurück
Das Datum des Internationalen Frauentages ist eng mit der sozialistischen Bewegung verknüpft. Am 8. März 1917 streikten in Sankt Petersburg die Arbeiter- und Soldatenfrauen und erstmals auch Bauernfrauen der armen Stadtviertel. Sie lösten damit die Februarrevolution aus.
Zu Ehren der Rolle der Frauen in der Revolution wurde auf der Zweiten Internationalen Konferenz kommunistischer Frauen 1921 in Moskau auf Vorschlag der bulgarischen Delegation der 8. März als internationaler Gedenktag eingeführt.
Redaktion
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
E-Mail: c.becker@awo-ruhr-mitte.de
Serdar Yüksel fordert engagiertere Sozialpolitik
„Die Schere zwischen Arm und Reich wird in NRW immer größer“, sagt der Landtagsabgeordnete und AWO-Unterbezirksvorsitzende Serdar Yüksel mit Blick auf den Sozialbericht NRW 2020.
Der Bericht wurde am Mittwoch im Landtags-Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales, dem Serdar Yüksel als ordentliches Mitglied angehört, vorgestellt und diskutiert.
„Die vielen Statistiken aus den Bereichen Arbeit, Bildung, Gesundheit und Wohnen zeigen die erschreckenden sozialen Ungleichheiten in Nordrhein-Westfalen, die die schwarz-gelbe Landesregierung seit Jahren ignoriert“, betont Serdar Yüksel.
Es braucht eine deutlich engagiertere Sozialpolitik.
Insbesondere das Ruhrgebiet ist von einer steigenden Einkommensungleichheit stark betroffen, die sich auf alle Bereiche des Lebens auswirkt und generationenübergreifend verfestigt wird. Die Folgen der Pandemie werden erst in den nächsten Berichten sichtbar werden. „Deshalb braucht es schon jetzt eine deutlich engagiertere Sozialpolitik. Insbesondere Kinder müssen viel stärker in den Blick genommen werden, daher setze ich mich für eine echte, bedarfsorientierte Kindergrundsicherung ein.“
Der vor wenigen Tagen veröffentlichte Bericht zeigt, dass die soziale Ungleichheit in vielen gesellschaftlichen Bereichen in den letzten Jahren weiter zugenommen hat. Neben der Einkommensungleichheit ist auch die Zahl der Beschäftigten im Niedriglohnsektor weiter gestiegen. Hier sind besonders Minijobber von Armut gefährdet.
Ungleiches ungleich behandeln.
„Der Sozialbericht zeigt wieder einmal die großen regionalen Unterschiede in NRW“, bemerkt Serdar Yüksel. „Das verfügbare Durchschnittseinkommen im Sauerland ist mancherorts doppelt so hoch wie in vielen Ruhrgebietskommunen. Hier sind neue Ideen und Engagement nötig, um entschlossen entgegenzuwirken. Es braucht eine verzahnte Bekämpfung von Armut nach dem Motto: Ungleiches ungleich behandeln.“
Redaktion
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
E-Mail: c.becker@awo-ruhr-mitte.de
Modellprojekt „ProMinKa“ geht mit Fachtag zu Ende
Schon im Auftaktjahr 2018 gab es einen Fachtag.
Wenn Familien mit Migrationshintergrund ein Kind mit Behinderung bekommen, kann die Überforderung stärker werden, weil viele nicht wissen, an wen sie sich wenden können oder wo sie Hilfe bekommen.
Diese Erfahrungen hat auch eine Gruppe von Müttern machen müssen, die sich regelmäßig bei der AWO trifft.
Genau hier setzte das Modellprojekt „ProMinKa“ der AWO Ruhr-Mitte, Technischen Hochschule (TH) Köln und der Hochschule (HS) Niederrhein im Jahr 2018 an. Ziel war es, Kinder mit einer Behinderung und Migrationshintergrund in der Kita bestmöglich zu betreuen, um eine gleichberechtigte Teilhabe zu erreichen. Die Mitarbeiterinnen Lubna Iqbal und Nadine Albrecht arbeiteten dazu eng mit verschiedenen Projekt-Kitas in Bochum und Herne zusammen, begleiteten dabei Eltern und pädagogische Fachkräfte.
Nach drei Jahren erfolgreicher Arbeit endet das Projekt nun am kommenden Montag, 1. März, mit einem digitalen Fachtag.
Hier führen Lubna Iqbal und Nadine Albrecht ab 10 Uhr zunächst noch einmal ins Thema ein. Nach einem Grußwort des AWO-Unterbezirksvorsitzenden Serdar Yüksel blickt Ulrike Gaus als Abteilungsleiterin zurück auf die Anfänge des Projekts.
Inklusion an der Schnittstelle von Migration und Behinderung.
Prof. Dr. Gudrun Wansing von der Humboldt-Universität in Berlin startet nach einer Kaffeepause den zweiten Teil der Online-Veranstaltung mit einem Impulsvortrag zum Thema „Inklusion an der Schnittstelle von Migration und Behinderung“. Prof. Dr. Donja Amirpur und Sarah Hödtke von der Hochschule Niederrhein sowie Prof. Dr. Andrea Platte und Oksana Schulz von der TH Köln sprechen danach über: „Zwischen Pädagogik, Fürsorge und Management: Migration und Behinderung im Alltag von (inklusiven) Kindertageseinrichtungen.“
Zwischen Pädagogik, Fürsorge und Management: Migration und Behinderung im Alltag von (inklusiven) Kindertageseinrichtungen.
Es folgt ein konkreter Blick in die Arbeitspraxis, bevor AWO-Geschäftsführer Marc Schaaf einen Ausblick wagt, wie die Projektergebnisse künftig in den Alltag von Kitas einfließen werden.
Interessierte können per Zoom gerne an diesem Abschlussfachtag teilnehmen und sich per E-Mail an n.albrecht@awo-ruhr-mitte.de wenden. Nadine Albrecht wird dann den entsprechenden Link zur Teilnahme versenden.
Das Projekt wird gefördert von der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW. Die Abkürzung „ProMinKa“ steht für Professionalisierung für die Migrationsgesellschaft in inklusionsorientierten Kitas.
Redaktion
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
E-Mail: c.becker@awo-ruhr-mitte.de
AWO fordert schnelle Impfung von Erzieher*innen
Öffnungen von Kitas und Schulen bringen besondere Herausforderungen mit sich - sind aber entwicklungspsychologisch notwendig. Daher braucht es einen Schutz der Mitarbeiter*innen.
Der Besuch von Schule oder Kita bedeutet für Kinder einen geregelten Tagesablauf in ihrem gewohnten sozialen Umfeld. „Aufgrund der Pandemie waren die Aussetzung der Schulpflicht und der Verzicht auf die Kita-Betreuung sicherlich zwischenzeitlich notwendig, aber entwicklungspsychologisch eine Katastrophe für die Kinder. Wir sind deswegen überzeugt, dass die heutige Öffnung von Schulen und Kitas ein wichtiger und richtiger Schritt ist“, betont Marc Schaaf, Geschäftsführer der AWO Ruhr-Mitte.
Die heutige Öffnung von Schulen und Kitas ist ein wichtiger und richtiger Schritt.
Der Verband betreut in seinen Kitas und Offenen Ganztagsschulen (OGS) in Bochum und Herne über 5000 Kinder. „Darunter sind nicht wenige Jungen und Mädchen aus wirtschaftlich schwachen Verhältnissen und einem schwierigen sozialen Umfeld. Wir sind froh, besonders diese Kinder ab sofort wieder betreuen zu können“, sagt Marc Schaaf.
Bei den Schulöffnungen kommt insbesondere auch den Mitarbeiter*innen der Offenen Ganztagsschulen eine wichtige Bedeutung zu, denn viele Kinder werden durch die langen Wochen zu Hause eine besondere Aufmerksamkeit benötigen, die die AWO in diesem Setting bieten kann. Leider wird die OGS zu oft in den politischen Diskussionen vergessen.
Wer sich in den Dienst der Gesellschaft stellt, muss auch geschützt werden.
Welche Langzeitschäden die fehlende Betreuung und Beschulung in den vergangenen Monaten verursachen wird, bleibt derweil abzuwarten. „Die Erzieherinnen und Erzieher haben da jetzt einen ganz schwierigen Job. Wir müssen schnell feststellen, an welchen Punkten Defizite vorhanden sind und wie wir diese hoffentlich aufholen können.“
Die Erzieher*innen müssten sich dabei voll auf ihre Aufgaben konzentrieren können. „Wir fordern deswegen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesen Bereichen bei den Impfungen zu priorisieren. Mit ,mobilen Teams' beispielsweise könnte dies schnell und effektiv erledigt werden. Wer sich in den Dienst der Gesellschaft stellt, muss auch geschützt werden", findet AWO-Unterbezirksvorsitzender Serdar Yüksel.
Redaktion
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
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Bund fördert Sprach-Kitas in Bochum mit 350 000 Euro
Axel Schäfer (MdB), Mutter Melanie Küster
und Dana Imiolczyk (re.).
Sprachliche Bildung als fester Bestandteil im Kita-Alltag: Auch das Familienzentrum Eulenbaumstraße in Querenburg ist jetzt mit sechs weiteren Einrichtungen der AWO Teil des besonderen Bundesprogramms.
„Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.“ Was seinerzeit für Ludwig Wittgenstein galt, gilt erst recht für viele Kinder im Hier und Jetzt. Für ein grenzenloses Aufwachsen sorgt daher die AWO Ruhr-Mitte mit insgesamt sieben Sprach-Kitas, die besonderen Wert auf die Förderung von sprachlichen Kompetenzen legen.
Über das Programm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ fördert das Bundesfamilienministerium diese alltagsintegrierte sprachliche Bildung als festen Bestandteil in den Kitas der AWO. Insgesamt stehen dafür jetzt wieder 350 000 Euro vom Bund zur Verfügung, die insbesondere den Einsatz digitaler Medien und die Integration medienpädagogischer Fragestellungen noch einmal in den Fokus rücken sollen.
Durch Sprache lernen Kinder die Welt zu verstehen und zu ordnen.
„Durch Sprache lernen Kinder die Welt zu verstehen und zu ordnen. Insofern ist die Vermittlung und Förderung sprachlicher Kompetenzen ein Instrument zur Schaffung von Chancengleichheit schon für die jüngsten Kinder, die in den Einrichtungen der AWO betreut werden“, betont der Bochumer Bundestagsabgeordnete Axel Schäfer. Er konnte in dieser Woche die frohe Botschaft von der Bereitstellung der Fördermittel durch den Bund verkünden. „Ich bin seit vielen Jahren Mitglied der Arbeiterwohlfahrt und weiß nicht nur deswegen, dass die AWO Kitas eine herausragende Arbeit leisten. Ich freue mich daher umso mehr über die finanziellen Mittel, die dafür zur Verfügung gestellt werden.“
Das AWO Familienzentrum an der Eulenbaumstraße steigt mit dieser Förderung ganz neu in das Sprach-Kita-Programm ein. Was das für den Standort in Querenburg bedeutet, weiß Leiterin Dana Imiolczyk: „Unsere Kita ist multikulturell, ganz oft ist Deutsch nicht Erstsprache in den Familien. Als Sprach-Kita können wir auf ein Netzwerk zurückgreifen, die Zusammenarbeit mit den Familien intensivieren und die Kinder alltagsintegriert und individueller fördern - und so die Qualität der Bildung teils deutlich verbessern.“
Praktisch gehört dazu etwa der Einsatz einer Sprach-Fachkraft vor Ort genauso wie die Kooperation mit der kita-übergreifenden Fachberatung. „Studien haben gezeigt, dass sprachliche Kompetenzen einen erheblichen Einfluss auf den weiteren Bildungsweg und den Einstieg ins Erwerbsleben haben. Dies gilt besonders für Kinder aus bildungsbenachteiligten Familien und Familien mit Migrationshintergrund. Wir können also gar nicht früh genug mit dieser besonderen Förderung anfangen und freuen uns jetzt auf den Start in diesem besonderen Bildungsprogramm“, kündigt Dana Imiolczyk an.
Weitere Kitas werden gefördert
Neben der Kita Eulenbaumstraße erhalten noch folgende Einrichtungen der AWO Ruhr-Mitte die Förderung aus dem Bundesprogramm: Familienzentrum Bayernstraße, Familienzentrum Braunsberger Straße, Familienzentrum Moltkestraße, Kindertageseinrichtung Höntroper Straße, Kita Wasserstraße und das Familienzentrum Kreyenfeldstraße. Jede Einrichtung erhält 50 000 Euro, macht somit 350 000 Euro insgesamt.
Redaktion
Christopher Becker/ AWO Ruhr-Mitte
E-Mail: c.becker@awo-ruhr-mitte.de
AWO Ruhr-Mitte geht bei Impfterminen zur Hand
Serdar Yüksel.
Die AWO hat ihre Mitglieder in Bochum und Herne im Alter über 80 Jahren angeschrieben – und bietet Hilfestellungen bei der Buchung von Impfterminen an, sofern es Bedarf dafür gibt.
„Ich wende mich nicht nur als Vorsitzender des AWO-Unterbezirks, sondern auch als ehemaliger Intensivpfleger und Gesundheitspolitiker an Euch mit der Bitte, die Möglichkeit zur Impfung wahrzunehmen“, schildert Serdar Yüksel in seinem Schreiben an die Zielgruppe. Und betont weiter: „Es gibt Stand heute keine Hinweise auf Nebenwirkungen, die diese Impfung gefährlich erscheinen lassen. Im Gegenteil: Mit einer Impfung schützt Ihr Euch und andere. Je mehr Menschen geimpft sind, desto weniger kann sich das Virus weiter verbreiten – und desto schneller können wir hoffentlich in ein normales Leben zurückfinden.“
Jetzt kommt es darauf an, dass wir alle verantwortungsvoll und rücksichtsvoll handeln.
Ab Montag, 25. Januar, haben die Seniorinnen und Senioren über 80 in Bochum und Herne die Möglichkeit, Termine zur Impfung zu machen. Serdar Yüksel rechnet damit, dass die dazugehörigen Hotlines schnell überlastet sein könnten. Er hofft jedoch, dass sich die Menschen in solchen Fällen nicht entmutigen lassen, weil sie mit der Terminfindung überfordert sind. Sollten dann auch Freunde oder Angehörige wie Kinder und Enkel nicht helfen können, steht die AWO ihren Mitgliedern als Ansprechpartner gerne zur Verfügung: Unter Tel. 0234/96477-43 will der Verband bei der Terminfindung unterstützen.
„Es gibt derzeit noch kein wirksames Medikament gegen COVID-19. Der Impfstoff ist daher aktuell die bestmögliche Chance, das Virus dauerhaft zu bekämpfen und unter Kontrolle zu bringen. Jetzt kommt es darauf an, dass wir alle verantwortungsvoll und rücksichtsvoll handeln“, ruft AWO-Unterbezirksvorsitzender Serdar Yüksel zur Impfung auf.