Schulterschluss mit Seenotrettern
31.08.2018
Die AWO ruft zur Unterstützung ihrer Partnerorganisation SOS Méditerranée auf.
Die AWO steht fest an der Seite ihrer Partnerorganisation SOS Méditerranée, die mit der „Aquarius“ zwischen Italien und Libyen kreuzt. „Wir dürfen nicht zulassen, dass die Helfer kriminalisiert werden, weil sie auf dem Mittelmeer Menschen vor dem Ertrinken retten“, sagt AWO Geschäftsführer Uwe Hildebrandt.
Bereits 30.000 Menschen gerettet
Statt sichere und legale Alternativen für Menschen zu schaffen, die vor Krieg, Gewalt und Ausbeutung fliehen, setze Europa auf Abschreckung und nehme dabei Tote in Kauf. „Es ist unsere Pflicht, Menschen zu retten“, betont auch Serdar Yüksel, Vorsitzender der AWO Ruhr-Mitte. Die AWO ruft deshalb dazu auf, SOS Méditerranée zu unterstützen.
Die Hilfsorganisation finanziert sich komplett aus Spenden. 11.000 Euro kostet der Einsatz auf dem Mittelmeer täglich. An Bord befinden sich neben einem Such- und Rettungsteam auch Mediziner von „Ärzte ohne Grenzen". Rund 30.000 Menschen hat das Team auf der „Aquarius“ bereits aus Seenot gerettet. Die Schließung der europäischen Häfen hat die Arbeit der AWO-Partnerorganisation erschwert. Nach einer längeren Zwangspause ist das Schiff „Aquarius" seit dem 1. August wieder im Einsatz.
Wir dürfen nicht zulassen, dass die Helfer kriminalisiert werden.
„Die Seenotrettung ist auch eine Reaktion auf die Verantwortungslosigkeit der europäischen Regierungen, die auf das Sterben im Mittelmeer keine adäquate Antwort gefunden haben“, erklärt Uwe Hildebrandt.
Redaktion
Katrin Mormann/ AWO Westliches Westfalen
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