Fachklinik WERKHAUS


Die Fachklinik Werkhaus befindet ich in einer ruhigen aber dennoch zentralen Lage am Stadtrand von Bochum/Herne. Wir haben Platz für 30 junge Menschen, die in drei Wohngruppen leben. Es gibt Einzel- und Doppelzimmer mit eigenem Bad. Auf dem Gelände befindet sich eine Sporthalle.

Die Fachklinik Werkhaus bietet Jugendlichen einen strukturierten Tagesablauf. Die Jugendlichen werden individuell schulisch/beruflich gefördert und integriert; sie haben u. a. die Möglichkeit, den Hauptschulabschluss zu erwerben und sich beruflich zu qualifizieren. Über eine enge Kooperation mit ortsansässigen Betrieben und betrieblichen Institutionen kann die Fachklinik Werkhaus ein breites Spektrum an Qualifizierungsmöglichkeiten bieten. Die Auswahl erfolgt entlang den individuellen Voraussetzungen und Wünschen. In der Hauswirtschaft können die für ein eigenständiges Leben notwendigen alltagspraktischen Fähigkeiten erworben werden. Basis der psychotherapeutischen Behandlung ist die hochfrequente Einzeltherapie. Zusammen mit dem Patienten wird ein individueller Therapieplan entwickelt und umgesetzt. Wann immer möglich, wird die Herkunftsfamilie mit einbezogen. Im therapeutischen Prozess ist uns die Entwicklung von Selbstvertrauen und Selbstregulation, eines bezogenen Selbstverständnisses, besonders wichtig.

Portraitfoto Ingrid Liefke

Ansprechpartnerin:

  • Ingrid Liefke,
    Dipl. Päd., Approbation Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, Psychotherapie nach HPG, Traumafachberaterin

Träger der Einrichtung:

  • Arbeiterwohlfahrt, Unterbezirk Ruhr-Mitte

Leistungsträger:

  • DRV Westfalen federführend, Krankenkassen, Sozialhilfeträger, Jugendämter etc.

Zielgruppen:

  • Abhängigkeitskranke Jugendliche und junge Erwachsene von 14-21 Jahren, bei gutachterlich attestierten Entwicklungsdefiziten in Einzelfällen bis 25 Jahren

Anzahl der Plätze:

  • 30

(Kontra)Indikationen:

  • akute Psychose
  • akute Suizidalität

Behandlungsansatz:

  • Integrative Therapie (H. Petzold et al) inklusive verhaltenstherapeutischer, tiefenpsychologischer und familientherapeutischer/systematischer Ansätze sowie der Erkenntnisse aus der Psychotraumatologie

Grundsätze des Behandlungsansatzes:

  • Beziehungsorientiert
  • Lebenslaufbezogen
  • Ressourcenorientiert
  • Ziel- und Sinnorientiert
  • Geschlechtsspezifisch
  • Migrationshintergründe berücksichtigend
  • Psychoedukativ

Behandlungsschwerpunkte:

  • Schulische und berufliche Qualifizierung
  • Vorbereitung auf/Erwerb des Hauptschulabschlusses
  • Weitere individuelle Förderung zum (Wieder)Einstieg in Schule und Ausbildung
  • Hochfrequente Einzeltherapie
  • Arbeit mit den Herkunftsfamilien
  • Erwerb alltagspraktischer Fähigkeiten
  • Entwicklung von Freude an einem gesunden Lebensstil
  • Erlebnispädagogische Projekte
  • Schutz vor altersunangemessenen Kontakten

Behandlungsziele:

  • Wiederherstellung der Gesundheit (psychische und physische Stabilität, Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit)
  • Abstinentes und zufriedenes Leben
  • Erwerb eines Schulabschlusses
  • Schulische und berufliche (Wieder)Eingliederung
  • Entdecken persönlicher Ressourcen
  • (Wieder)Erwerb/Stärkung emotionaler, kognitiver und sozialer Kompetenzen
  • Förderung von Realitätsbezug und Eigenverantwortlichkeit
  • Entwicklung von Vertrauen in sich und andere, (Wieder)Finden des Platzes in der Familie
  • Lösung aus schädigenden Milieus/Szenen
  • Entwicklung von Lebenszielen und Idealen

Besonderheiten:

  • Individuelle Förderung von Kindern und Jugendlichen im schulischen/beruflichen Bereich
  • langfristige Unterstützung möglich durch Therapieverbund/regionale Kooperationen
  • umfangreiche psychoedukative Angebote

Rehabilitationsteam:

  • Facharzt für Psychiatrie, Dipl. Psych., Dipl. Päd., Dipl. Soz.arbeiter/-pädagogen mit psychotherapeutischer/suchtspezifischer Zusatzausbildung (VDR-anerkannt) und traumatherapeutischer Spezialisierung, Lehrer, Erzieher, Arbeitstherapeut, Sporttherapeut, Hauswirtschafter, Verwaltungskräfte

Behandlungsdauer:

  • 43 Wochen (26 Wochen Entwöhnung + 17 Wochen Adaption)
    Bei Bedarf kann die Behandlungszeit angepasst werden

Evaluation:

  • Teilnahme am Qualitätssicherungsprogramm der gesetzlichen Rentenversicherung, Dokumentation des Rehabilitationsverlaufs über Patfak

Räumliche Standards:

  • Unterbringung erfolgt in Ein- und Zweibettzimmern mit Nasszelle, teilweise barrierefrei

Arbeit im Verbundsystem:

  • Enge Kooperation mit den psychoszialen Verbund-Systemen in Bochum und Herne

Kooperationen:

  • Mit dem Sozial-, Gesundheitsamt/-diensten, Agentur für Arbeit/ARGEn und darüber legitimierten Einrichtungen zur schulischen und beruflichen Qualifizierung

Druckansicht